Ich fühle mich manchmal wie ein erwachsenes Kleinkind. Die Fragen in meinem Kopf könnten durchaus aus der Phase einer 3 jährigen stammen, die die Welt entdeckt. Dabei habe ich gelegentlich das Gefühl, dass ich mit meinem Wissensstand und meiner Persönlichkeit Menschen nicht gerecht werde. Ab und zu überkommen mich eben diese negativen Eigengedanken. Vollkommen grundlos und vollkommen unsinnig! Denn niemand muss jemandem auf der Welt gerecht werden oder der Welt genügen. Trotzdem suchen mich diese Plagegeister heim und ich bin in solchen Momenten eher schwach und regungslos, als stark und selbstbewusst.
Mir hat eine ehemalige ‘Freundin’ nach meiner Rückkehr aus Kopenhagen auf den Kopf zugesagt, dass ich versagt hätte, in Dänemark. Wenn ich an diesen Satz zurückdenke, dann sehe ich vor meinem geistigen Auge ganz klar, dass ich solche Sätze in meinem Leben nie wieder hören möchte und sie auch nicht brauche! Es bleibt allein Gott überlassen, etwas zu meinem Leben zu sagen und selbst das tut er nie in Form eines Urteils oder sonst wie.

Niemand ist auf diesem Planeten ein Versager! Fehler sind zum verzeihen da! Unser Gehirn hat die Kapazität neue Verknüpfungen durch Lernen zu schaffen! Wieso sollte es also Versager geben? Nicht alles, was man im Leben tut, muss der ‘Gesellschaft’ gefallen. Das, was mir gefällt und mich glücklich macht, das ist meine Gesellschaft! Damit umgebe ich mich und da darf ich auch ICH sein.
P.S.: Ich möchte euch die Überlegung mit auf den Weg geben, warum Menschen ‘Penner’(1) so verachten? Ist es, weil sie nicht ins Bild der ‘Gesellschaft’ passen oder weil sie schlicht weg den Lebensweg eines ‘Penners’ nicht akzeptieren können?
- Das Wort ‘Penner’ empfinde ich als ungerecht schäbig. (back)

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6 Comments
Ich kenne die Geschichte dahinter nicht. Falls die hier steht, wäre ich für einen freundlichen Schubser in die richtige Richtung dankbar. Die Suchergebnisse verwirren mich etwas.
Scheitern ist für mich, sich etwas außerhalb seiner Möglichkeiten und Fähigkeiten vorzunehmen und es dennoch zu versuchen. Das verdient sicher Anerkennung, aber man muss auch wissen wann man aufhören muss. Mit Gewalt geht es auch nicht.
Am 22.05. entscheidest Du Dich für Deine Gesundheit zurück zu kommen. Was bitte ist daran scheitern? Hinter jedem Menschen steckt eine Geschichte und ein eigener Kopf. Niemand kann sich dazu aufschwingen Situationen in denen andere Menschen waren oder noch sind zu bewerten. Aber gut, es ist eine ‘ehemalige’ Freundin…. insofern …
Ich glaube dennoch zu wissen und zu verstehen, was Du meinst.
zum P.S.
ACK – Jeder Mensch gehört unabhängig seiner Meinung und seiner Erscheinung respektiert, solange bis er sich des Respekts unwürdig erweist.
@ruediger – Ich weiß jetzt leider nicht genau, welche Geschichte du nicht kennst? Meinst du etwa die, weshalb ich aus dem Dänenland zurückgekehrt bin? Das kann ich dir kurz und knapp erklären: aus gesundheitlichen Gründen.
Was passiert eigentlich, wenn man nicht genau weiß, wann man aufhören muss? Wenn man selbst seine Taten zu verantworten hat, dann ‘belästigt’ das doch niemanden?!
Ich denke, dass wir nicht das Recht haben, irgend eine Tat von irgend einem Menschen überhaupt zu bewerten. Und Freunde, soviel ist sicher, sollten helfen oder es lassen. Ansonsten sind es keine Freunde oder eben ‘ehemalige’.
zum P.S.: Ab wann ist ein Mensch des Respekts unwürdig?
Puh, wieder viel neuer Stoff, der mich zum Nachdenken anregt.
@FrauLehmann
Den Grund dem Umzugs nach hier habe ich gelesen, ich meine eher den Grund des damaligen Auszugs.
Man weiß immer wann man aufhören muss, solange man mit sich im Reinen ist, ist es nicht zu spät. Und wenn es zu spät war, weiß man es auch, halt nur später.
Hier ist nicht genug Platz um das zu beschreiben und auch nicht der Ort dafür. Der Punkt ist nicht universell, dass muss jeder für sich entscheiden.
Der wahre Wert eines Menschen hängt davon ab, in welchem Maße er es geschafft hat, sich von sich selbst zu befreien.
Albert Einstein 1879 – 1955
Das sollte sich Deine Ex-Freundin mal hinter die Ohren schreiben.
Was Deine Frage angeht so gibt es meiner Meinung nach keine verachtungswürdigen Menschen. Penner sind die Wegbereiter ihres eigenen Lebens, genau wie alle anderen Menschen auch.
@ruediger – Oh wie schön, dass du so tief in das Innere meines Blogs vorgedrungen bist.
Jedenfalls bin ich letztes Jahr im November nach Dänemark gegangen, weil ich a) das kleine Mädchen bin, was die Welt entdecken will und b) sehr müde von der Grundstimmung und der Gesellschaft in Deutschland war. Und ehrlich gesagt bin ich es noch immer. Dänemark ist zwar unserer direkter Nachbar, aber die Menschen dort sind reine Frohnaturen. Natürlich tragen die Leute dort auch ihren Rucksack, vollgepackt mit ihren Problemchen. Aber so dramatisch wie das in Deutschland nach Außen dringt, geschieht das nicht in Dänemark. Und hey, alles scheint positiver gestimmt zu sein, als die Deutschan an sich.
Du schrobst™:
Das bedeutet für mich, dass man mit sich im Einklang ist. Wenn man das Bewusstsein erlangt hat, seine Taten zu verstehen. Ehrlich gesagt war das Verlassen von Deutschland noch viel mehr für mich, aber dafür reicht hier 1. wirklich der Platz nicht, um das genauer darzulegen und das ist 2. eine Sache, die ich in mir und mit mir ganz alleine ausmache. Im positiven Sinne.
Ich denke übrigens schon, dass es einen universellen Punkt gibt. Der liegt ganz tief in jedem von uns. Man muss ihn nur entdecken/finden. Aber das kann eben nur jeder für sich.
@Thomas – Stichwort: Selbstfindung.
Ach weißt du was, ich wünsche ihr von ganzem Herzen, dass sie irgendwann vielleicht nicht mehr diese fiesen Absichten in sich trägt. Aber dafür bin ich nicht verantwortlich. Das ist sie ganz allein. Und auch ein ‘Penner’ entscheidet seinen Weg. Vielleicht nicht immer freiwillig, denn nicht jeder landet aus Überzeugung auf der Straße, aber warum sollte man Menschen für ihr Leben noch zusätzlich in die Fresse treten, wenn es schon hart genug ist? Mit Verachtung erreicht man gar nichts. Man erzeugt in sich selbst nur negative Energien, die einem Kraft rauben. Und das bringt mir persönlich gar nichts.
@FrauLehmann
thx und ACK.