Ins Aus gebubbelt

Wenn es darum geht, sich selbst zu zerstören, sind wir Menschen ziemliche Vorreiter auf diesem Gebiet. Sogar beim Fussball schaffen wir es, dank unseres Jogi Löws Steinzeit-Fussballstil, uns im EM-Halbfinale gegen Italien blamabel ins Aus zu schießen. Und danach machen wir einfach dort mit der Zerstörung weiter, wo wir aufgehört haben. Denn eine neue Pest zieht durch das Land und nennt sich Bubble Tea. (Nicht, dass ich dieses neumodische Getränk verfluche. Ganz im Gegenteil. Ich habe bereits 6,60 € in diese Konsumindustrie investiert.)

Der neue Schwarze Tod trägt übrigens Rot, denn seit seiner Ankunft in Deutschland steigt die Zahl der finanziell ruinierten Kinder und Jugendlichen dramatisch. In langen Schlangen reihen sich aufgewühlte Teenies vor den aus dem Boden schießenden Getränkebuden auf. Sehnsüchtig blicken sie auf die mit Azofarbstoffen versetzten Getränke und schaufeln nur wenig später bis zu 30 Stückchen Würfelzucker in flüssiger Form in sich hinein. Da bleibt mir nur in alter böse onkelz-Manier an den gesunden Menschenverstand aller Eltern zu appellieren und zu sagen: “Mütter sperrt die Töchter ein und rettet eure Söhne“. Der Bubble Tea Terrorismus ist da.

 

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