Härter als Stahl

Die letzten Wochen waren hart. Verdammt hart sogar. Wie ein Tier, was über Wochen nonstop gequält wird, ist der klägliche Vergleich den Schmerz zu beschreiben. Wenn sich das Innerste nach Außen wölbt und du deine Eingeweide zwischen den Fingern zerdrückst. Die Flüssigkeiten rinnen deinen Arm entlang bis zum Ellenbogen, wo sie sich in die kleinen Hautfalten fressen, um dann anschließend weiter Richtung Schulter zu klettern. Machtlos stehst du daneben und schaust dem bunten Treiben zu. Gefangen in deiner eigenen Suppe. Und im wahrsten Sinne des Wortes: Kein Entrinnen! Und sobald die Sonne versucht dich sporadisch zu erreichen, holt dich die dunkle schwarze Hand zurück in das Loch, was es vorher fein säuberlich für dich gegraben hat. Du schreist noch ‘Hilfe’, aber da draußen ist niemand. Niemand der dich hören kann. Schlägst vehement mit dem Kopf gegen die Wand. Pochst, damit dein Herz ja nicht aufhört zu schlagen, um am Ende nicht selbst geschlagen zu sein. An diesem Punkt angekommen merkst du, dass Rosa doch nicht so schön ist. Die Ernüchterung ist wie ein Glockenschlag direkt neben deinem Trommelfell. Und bevor du im Meer deiner Suppe ertrinkst, holst du tief Luft und beginnst dich vom Schleim deiner selbst zu befreien. Atmest tief durch. Bist frei. Und stark. Härter als Stahl. Who are we and who we are.

Du magst vielleicht auch