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Das große Fressen

Der folgende Beitrag ist vollgestopft mit unzähligen Kalorien. Daher sei Lesern mit Übergewicht und mit schneller Gewichtszunahme davon wärmstens abzuraten.

Heilig Abend. Er beginnt bereits früh morgens mit einem üppigen Frühstück: Lachs, der in Butter und Meerrettich ertrinkt, Wurstsorten, die der Kühlschrank über das ganze Jahr verteilt nicht zu Gesicht bekommen hat und Marmelade in allen Farben. Zwei Stunden später, die 20 Kippen machten den Frühstücksklumpen im Bauch auch nicht verdaulicher, ist der Braten an der Reihe: Ente, Ente, Ente. Zwar ist das Teil viel zu groß für eine vierköpfige Familie, aber er verliert dennoch unbeschreiblich schnell sein Fleisch von den Knochen. Dazu Rotkohl mit Riesenklößen. Und natürlich Sauce á la Gibmirreichlich. Da anschließend keiner in der Lage ist die Teller in die Spülmaschine zu räumen, kommen einfach neue auf den Tisch. Gefüllt mit Kuchen und Plätzchen. Oder Plätzchen und Kuchen? Auf jeden Fall mit Sahne on top. Getreu dem Motto: Klotzen, nicht kleckern.

Der erste Weihnachtsfeiertag. Und erneut ist das reichhaltige Fressen das oberste Tagesziel. Da der Magen inzwischen die Größe eines Baggersees angenommen hat, passen die drei Croissants mit Gänseleberpastete, das Rührei und die 250g Nutella ganz vorzüglich in den morgendlichen Bauch. Nur der abschließende Espresso trohnt mit fehlender Bedeutung auf dem gefressenem Brei. Doch ho ho ho, schon liegt der Duft eines gefüllten Kaninchens in der Luft. Rund 30 Minuten später ist auch davon nichts mehr übrig. Dem Kuchen und den Plätzchen ergeht es an diesem Tag weniger später übrigens genau so wie dem Braten.

Der letzte Tag. Gleich ist es geschafft. Nur noch ein Frühstück, ein Braten und eine Kuchenbombe. Dann kann Rennie den Magen aufräumen, die Toilette den Rest gleich hinterher und der Lattenrost freut sich, dass er endlich mal richtig was zu tun hat. Also rein mit den fünf Brötchen, weiter im Takt mit den Gänsekeulen und zum krönenden Abschluss das wirklich allerletzte Stück Nusstorte für dieses Jahr. Fertig. Genau genommen fix und fertig wartet man nun auf Silvester, wo die guten Vorsätze von Diät & Co. eh wieder versprochen werden im nächsten Jahr gebrochen zu werden. Na dann noch guten Appetit. :-)

Steve Jobs hört auf sein Herz

“Du kannst die Punkte nicht verbinden, wenn Du nach vorne blickst. Du kannst die Punkte nur verbinden, wenn Du zurück blickst. So musst Du daran glauben, dass sich die Punkte irgendwie in der Zukunft verbinden werden.

Du musst an etwas glauben – Deinen Bauch, Schicksal, Leben, Karma oder was auch immer. Denn daran zu glauben, dass am Ende sich die Punkte verbinden werden, gibt Dir die Zuversicht, Deinem Herzen zu folgen. Auch wenn es Dich vom wohl ausgetretenen Pfad wegführt – und das macht den ganzen Unterschied.

Auch wenn es meiner Ansicht nach für einen Millionär wie Steve Jobs heute sehr einfach ist so etwas zu sagen, halte ich diesen Auszug aus seiner Rede an die Absolventen der Stanford Universität 2005 für sehr wahr und sehr wichtig.

Lügenlache

In einer Vase in meinem Zimmer befindet sich eine Piratenflagge. Ich weiß nicht, wo sie herkommt, aber sie passt. Sie passt so gut zu manchen Gesprächen, wie Ketchup zur Bratwurst. ‘Wie geht es dir?’ klingt es noch immer in meinen Ohren nach. Wieso fragen Menschen das, wenn sie einem genau ansehen, wie es einem geht? Kein Interesse hinter dieser Frage war jemals ernsthaft, wenn man dem Menschen sein wie-geht-es-ihm angesehen hat. Wäre  die Frage: ‘Hey, du siehst glücklich aus, ist das so?’ nicht ehrlicher?

Es ist schon erschreckend, wie gut wir Menschen unseres Gleichen manipulieren können. Eine Aktion erzeugt immer eine Reaktion. Dessen müssten wir uns doch bewusst sein? Wenn mir also jemand scheinheilig seine weißen Zähne entgegenschleudert, warum reagieren wir dann nicht wie im Tierreich mit einer ‘Achtung-Haltung’? Zähne zeigen, ist das Lächeln oder Lachen?

Halt suchen

Wenn die Einschläge immer deutlicher werden und die Mauer daraufhin immer höher gebaut wird, dann sind wir bald alleine. Also müssen wir beobachten und abwägen, aufnehmen und reduzieren. Nicht immer leicht. Aber das hat eh niemand behauptet, als wir aus Mama’s Bauch gekrabbelt sind.

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