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Auf dem Weg der Sensibilität

Auf dem Gehweg, entlang einer langen Straße, machte sich eine Gestalt auf den Weg, die sich Sensibilität nannte. Auf ihrem Rücken trug sie einen leeren Rucksack und in der Hand einen Stock, der sie stützen sollte. Nachdem die Sensibilität nach einigen Stunden bereits viele Meter hinter sich gebracht hatte, kam ihr etwas Dunkles entgegen und bäumte sich vor ihr auf. “Stopp! Du kannst hier nicht durch”, schrie eine tiefe Stimme ihr entgegen. “Aber das ist mein Weg und ich will ihn gehen”, erwiderte die Sensibilität. “Welchen Teil von ‘du kannst hier nicht durch’ hast du nicht verstanden”, schrie die zornige Gestalt der Sensibilität entgegen. Es war die Wut, die der Sensibilität versuchte Steine in den Weg zu legen. “Ich bin die Sensibilität und dies ist mein Weg”, klang es zart aus der Sensibilität. Verwundert über die Art und Weise der Sensibilität trat die Wut einen Schritt zur Seite. “Nun gut, du kannst den Weg passieren und weiter reisen. Aber nur weil du es bist!” So nahm die Sensibilität ihren Stock in die Hand und schritt an der Wut vorbei. “Vielen Dank”, sagte die Sensibilität freundlich und ging weiter. Es vergingen weitere Stunden und die Sonne sank langsam am Horizont, als die Sensibilität auf eine weitere Gestalt traf. Sie schien unendlich groß und voller Stolz zu sein und die Sensibilität war tief beeindruckt von der Erscheinung. “Wer bist du”, fragte die Sensibilität neugierig. “Ich bin der Mut”, antwortete das unglaubliche Wesen ohne Zögern. “Ich bin so groß, weil ich mich Dinge traue und andere Dinge von mir weise. Das alles macht mich aus.” Nachdem sich beide einen langen Moment angelächelt hatten, erzählte die Sensibilität von ihrer Reise und dem Weg, den sie gehen wollte. “Ich gebe dir ein Stück Kraft als Schutz von mir mit”, sagte der Mut und strecke der Sensibilität ein Päckchen entgegen. “Ich werde dein Geschenk gut in meinem Rucksack verstauen”, antwortete die Sensibilität und beide verabschiedeten sich freundlich. In der Nacht schlief die Sensibilität unter einem Verschlag und brach schon früh am nächsten Morgen auf, um ihren Weg weiter zu begehen. Dabei bemerkte sie, dass der Stock überflüssig geworden war. Sie legte ihn behutsam zur Seite, so dass ein anderer Wanderer ihn jeder Zeit nehmen konnte, sofern er ihn brauchte. Beglückt vor Freude nun beide Hände beim Laufen frei zu haben, bekam die Sensibilität nicht mit, dass sie im Kreis gegangen war. Vor ihrer Haustür angekommen, realisierte sie ihren Weg, der sie  mit einem Stück mehr Mut im Gepäck und Begegnungen reicher gemacht und zu ihr selbst zurück gebrachte hatte. Willkommen zu Hause, liebe Sensibilität.

Ein Schritt

Es war schon dunkel, als Saskia den Bahnsteig der S-Bahn erreichte. Im Schatten des Halbmondes erkannte sie den Mann mit dem schönen Hut und ein Lächeln glitt ihr über die Lippen. Verlegen schaute sie zu ihm rüber. Die Röte stieg ihr heimlich ins Gesicht. Er hatte seine Nase tief in sein Buch gesteckt. Den Titel erkannte man aus der Ferne nicht. Saskia strengte sich an, um mehr über den geheimnisvollen Hutträger zu erfahren. Ihre Blicken trafen sich. Verlegenheit machte sich breit. Ein kurzes Zögern Richtung Boden und ihre Blicke trafen sich erneut. Verschämt wendete sich Saskia von dem Unbekannten ab. “Entschuldigung, kennen wir uns”, fragte plötzlich eine klare Stimme hinter ihrem Rücken. “Ich? Wir? Also…”, Saskia war wie versteinert, als sie bemerkte, dass der Unbekannte mit seinem Hut wie aus dem Nichts bei ihr stand. “Ja, wir”, fragte er mit freundlichem Ton. “Ich weiß nicht.” Mehr bekam sie in jenem Moment nicht über die Lippen.

Das laute Quietschen der Bremsen der Bahn riss beide aus dem Gespräch. Sie stiegen gemeinsam ein. Ein Platz neben der Tür schien wie für beide gemacht. Sie setzten sich. In Schallgeschwindigkeit ging die Fahrt vorüber und so stiegen sie einen kurzen Augenblick später aus. An der Haltestelle sahen sich beide in ihre blauen Augen. In beiden Köpfen war das Bild eines Paares, was sich auf einer Blumenwiese im Sommer entgegen läuft. Schmetterlinge umgaben sie und der Geruch von Gras und Blüten erhellte die Umgebung. Zeitlupenartig machte er einen Schritt auf Saskia zu. Ein Stein war regungsvoller als sie. Er bremste ganz nah vor ihrem Gesicht und hob behutsam seine Hände, als wolle er sie schützend auf sie legen. Saskia spürte seinen warmen Atem und die Dinge um sie herum schienen wie im Nichts zu verschwinden. Ihre Versen hoben sich langsam vom nasskalten Betonboden. Sie reckte sich nach dem Hauch aus seinen Lippen. Beide schienen in ihrer Welt angekommen zu sein. Mit einem innigen Kuss besiegelten sie ihre Begegnung. Ihre Hände fest ineinander gepresst, genossen sie die Zeit. Dieser Abend war der Beginn einer tiefen Verbundenheit.

Sofaruhe

Auf dem Weg nach Hause bin ich glücklich den kalten U-Bahn Schacht zu erreichen. Die Tasche ist schwer und meine Schultern müde. Ich setze mich neben eine Frau im mittleren Lebensalter. Sie wirkt nervös. Ich versuche sie anzulächeln. Sie zuckt verschreckt und schaut in Windeseile weg. Sofort kramt sie ein Medikament aus ihrer Tasche. Opipramol. Ein trizyklisches Antidepressiva. Ihre Selbstgespräche werden lauter und sie schluckt hastig ein paar Pillen. Als die Bahn kommt, setze ich mich neben 2Punks. Er wirkt gelassen, sie, die gerade um die Volljährigkeit sein muss, erzählt ihm von ihrer Schwangerschaft. Muss ganz frisch sein, denn man sieht noch nix. Ein paar Jugendliche auf dem Vierer gegenüber schmeißen mit Schokoladenkeksen um sich. Mein weißes Shirt bekommt auch etwas ab. Ich werde laut, die Jungs leise. Ein paar Minuten später schmilzen die aufgehobenen Kekse in ihren Händen. Ein bisschen freue ich mich darüber. Zu Hause ist das Letzte was laut ist, das Knallen meiner Wohnungstür. Danach Ruhe. Völlige Ruhe. Auf dem Sofa sacke ich muskellos zusammen. Bis morgens bekommt mich dort niemand weg.

Stopfen und Verdauen

Ich stopfe meine Kopfhörer immer tiefer in meine Ohren. Der Schmerz interessiert mich nicht. Den Tönen, die aus den kleinen Biestern kommen, fröne ich entgegen. Und sie dringen so vollkommen bis in die letzte Windung meiner Ohrmuscheln vor. Immer wieder höre ich die Instrumente, die Stimmen, die Bewegungen der Hände und des Körpers der Künstler. Wenn man die Augen dabei schließt ist es fast so, als würde man mitspielen. Bei Bach mache ich dann auch ein paar Trockenübungen am Klavier. ;-)

Eine Fülle an Informationen strömt immernoch durch mein Gehirn und jeder Achteltakt und jedes Crescendo ist hängen geblieben. Ich verarbeite diese Informationen unglaublich schnell. Das Tempo hat Weltrekordklasse. Auch wenn es immer so einfach aussieht, ein Instrument zu spielen, das ist es für mich auch nach 12 Jahren nicht. Jetzt bin ich seit Langem aus dem Training, aber es reizt mich jeden Tag wieder anzufangen. Aber sowas fördert die Arge nicht. :-)

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Ein unglaubliches Instrument mit soviel Tiefe und Wärme!

Nachtgestalten

Keine 5 Meter aus dem Haus treffe ich auf 2 Polen. Sie warten auf das Doppel-Korn-Delerium, ich warte auf den Bus. Freundlich bieten Sie mir einen Schluck aus ihrer Flasche an. Mein Moped kommt und ich verabschiede mich mit meinen 3 Brocken Polnisch.

Ich kann dem süßen Geruch des Crêpe-Standes nicht widerstehen. Der freundlichen Verkäufer fragt mich gefühlte 20 mal, ob mir mein mega Nutella-Teigfladen schmeckt. Er wischt dabei gemütlich über seine Arbeitsfläche und füllt die Zuckerstreuer auf. Es ist eine Stunde vor Mitternacht und ich bewundere seine muntere Freundlichkeit. Ich kann es mir nicht verkneifen ihm zu sagen, was für eine postivie Ausstrahlung er hat. Ich glaube, er hat sich gefreut.

Gleich kommt mein Zug, aber ich ziehe noch schnell eine Zigarette durch. Der Aschenbecher wird gerade von einem sehr braun gebrannten Mann gesäubert. Er fragt mich, ob ich davon gehört habe, dass vor 2 Tagen ein 87 jähriger Mann 44.000 EUR in einer Straßenbahn in Bayern vergessen, also verloren, hat. Ich verneine, wünsche einen schönen Abend und steige in die Regionalbahn.

02032009

Neben mir sitzt ein junger Mann. Ihm läuft die Nase. Aber meine mit Nutella vollgeschmierte Serviette biete ich ihm lieber nicht an. Der Schaffner schaut seinen Fahrgästen bei der Fahrscheinkontrolle ganz offen und lieb in die Augen. Ich fühle mich wohl.

Jetzt sind es nur noch wenige Minuten und die verbringe ich mit neben einem älteren Mann im Nachtbus. Wir beobachten, wie sich ein junges Mädchen die Anti-Baby-Pille in den Mund schiebt. Wir grinsen uns an, sagen aber kein Wort. Als eine junge Türkin den Bus betritt, lauschen wir beide ihrer geheimnisvollen Sprache. Bei einigen Wörtern schmunzeln wir erneut zur gleichen Zeit.

Wie schnell doch die Zeit vergeht und wie kurz Augenblicke verweilen…

Gerhard Schöne

Es gibt Menschen, die haben sich tief in meinen Kopf gebrannt. Darunter zählt Gerhard Schöne. Während meiner Kindheit hatten wir alle Schallplatten seiner Kinderliedersammlung. Und ich habe sie immer bis tief in die Nacht verschlungen. Seine Texte klären spielerisch und durch seine bildhaften Umschreibungen einprägsam über das auf, was einem Kind im Erwachsenenleben bewusster werden wird. Darunter fallen z.B. Themen wie Krieg, Natur und Liebe. Genug geredet. Listen and repeat:

Track 1

Track 2

Track 3

Für mich wurden dank Gerhard Schöne Brücken geschaffen, die viele Kinder heute nicht kennen. Ich bin sehr dankbar für diese Lebensbereicherung, die ich auch als Erwachsener noch genieße. Und nun wünsche ich auch den DDR-Pessimisten viel Spaß beim Hören. :D

Die Geschichte von Troels

In Kopenhagen lernte ich in meinem Lieblingsclub einmal einen jungen Mann kennen. Groß gewachsen, wuschelige Surferfrisur und ansonsten auch ziemlich dänisch. Sein Name war Troels und er trank gerne ausreichend Bier, so dass er zur Halbzeit des Clubbesuches seinen Körper kaum noch aufrecht halten konnte.

Wir hatten einen gemeinsamen Freund. Jakob, der Barmann, ein sehr zurückhaltender Typ. Jedes Wochenende trafen wir drei uns an der Bar und lernten uns immer besser kennen. Dabei erfuhr ich mehr über das Leben von Troels. Er studiert in Kopenhagen und muss sich sein Leben weitestgehend alleine finanzieren. In einer der teuersten Städte der Welt keine leichte Aufgabe! Je später der Abend, je leerer die Gläser und je müder das Tanzbein, desto weniger schien es Troels gut zu gehen. Teilweise zusammengekrümmt, stützte er sich auf den Tresen. Dabei schien ein Barhocker sein Gewicht bei einer Körpergröße von fast 2 Metern nicht wirklich abzufangen. Immer wieder presste Troels mit schmerzverzogenem Gesicht die Hände auf den Bauch. Auf unser Nachfragen reagierte er mit gespielter Partylaune. Der Anblick tat allen Beteiligten weh und ich entschied mich selbst zu vergewissern, was mit seinem Bauch los sei.

Als es mir gelang sein T-Shirt ein paar Zentimeter hoch zu schieben, prangten zwei ca. 3 cm große Löcher auf der linken und der rechten Seite seines Bauches, etwa in Höhe des Bauchnabels. Die Pflaster klafften nach unten und ich konnte die Wunde eindeutig sehen. ‘Jeg er i orden’ quälte er aus seinem Mund. Doch es war nichts in Ordnung. Entlarvt erzählte uns Troels, dass er ein paar mal im Monat in einer Klinik Geld für das bekommt, was man ihm dort unter Vollnarkose antut. Was man dort genau mit ihm mache, wusste er nicht einmal. Mein Schockzustand war außerordentlich und mir läuft heute noch immer ein Schauer über den Rücken, dass Menschen soetwas für Geld mit sich machen lassen.

Ich habe noch einmal Kontakt mit Troels aufnehmen können. Er geht weiterhin in die Klinik, in der er ein Versuchskaninchen ist. Mit dem Geld finanziert er immernoch sein Leben. Die Narben wird er ewig tragen.

Creative Commons License photo credit: schizoform

Deine Zeit ist um

Wenn ich auf den Kalender schaue, dann kann ich es kaum fassen, dass das Jahr schon wieder in den letzten Zuckungen steckt. Dabei ist die Zeit dieses Jahr viel langsamer vergangen, als die Jahre zuvor. Gefühlt zumindest. Das muss wohl an meiner intensiven Lebensweise liegen. :-)

Wenn ich zurückblicke, dann fallen mir folgende Dinge spontan ein:

  • Die unzähligen Nächte auf den Straßen und in den Clubs von Kopenhagen.
  • Sonne, Sand und das Meer satt, geteilt mit zu vielen Urlaubern.
  • Das erste mal geflogen.
  • Einen Swingerclub mal von Innen betrachtet und gemocht.
  • Unglaubliche Begegnungen gemacht, ausgeweitet und Bänder geknüpft.
  • Viele neue Denkrichtungen und Informationen eingeholt.
  • Erneut mit einem 3,5 Tonner meinen Umzug alleine gefahren.
  • Das erste mal Sympathien für einen amerikanischen Präsidenten gehegt.
  • Einen Grundstein für meine berufliche Zukunft gelegt und darauf weitergebaut.

Manche Dinge scheinen so fern zu sein, obwohl sie in diesem Jahr stattgefunden haben. Die Erinnerung daran ist schön, aber bald kommt ein neues Jahr und die Zeit von dir, liebes 2008, ist dann abgelaufen. Der Rückblick wird mich nicht voranbringen, darum überlasse ich die Zeit jetzt der Zeit und konzentriere mich wieder auf das Jetzt. Und wie seht ihr das so? :-)

Nachempfindung

Am Sonntag Abend zappten wir uns durch das Fernsehprogramm. Da die meisten Filme nur noch wenige Minuten liefen, blieben wir bei einem stehen, der gerade erst begonnen hatte: ‘Attentat auf Richard Nixon’ mit Jean Penn passte zum Einen zu den Präsidentschaftswahlen in den USA und zum Anderen versprach der Schauspieler eine klasse Darbietung zu bringen.

TV Programm

Attentat auf Richard Nixon – 02.11.2008 00:05 – ARD

Bedrückender Film mit einem brillanten Sean Penn.

Sein Hund ist der einzige echte Freund, den Sam (Sean Penn) noch hat. Bekommt er sein Leben wieder in den Griff?

Sein Hund ist der einzige echte Freund, den Sam (Sean Penn) noch hat. Bekommt er sein Leben wieder in den Griff? © ARD / DegetoSam kann nicht lügen, deshalb ist er in seinem Job als Verkäufer auch nicht erfolgreich. Als seine Frau Marie (Naomi Watts) auch noch die Scheidung einreicht, knallen bei Sam die Sicherungen durch. Die Schuld an seinem Versagen gibt er dem System und an dessen Spitze, Präsident Richard Nixon. Sam plant, ein Flugzeug zu entführen, um damit ins Weiße Haus zu fliegen und den Präsidenten zu töten. Bedrückender Film mit einem brillanten Sean Penn. Mit Sean Penn, Naomi Watts, Don Cheadle.

Ich weiß nicht, wie viele von euch den Film gesehen haben. Mein Gefühl während fast jeder Szene war absolute Nachempfindung. Und ich kann euch genau sagen warum:

  • Sam Bicke hat die Lügen satt, die er den Kunden auftischen muss, um Geld für sein Leben zu erhalten.

Ich hätte einen ‘für die Gesellschaft’ guten Job haben können, in dem ich durch Lügen ein monatliches Gehalt zum Leben gehabt hätte.

  • Sam Bicke hört niemand zu. Seine Persönlichkeit wird von niemandem wahrgenommen oder angenommen.

In meiner Jugend, und teilweise noch heute, habe ich mich nie ernst genommen gefühlt. Das geht sogar so weit, dass ich sagen würde, das mein ICH nie repsektiert wurde/wird.

  • Sam Bicke ist intelligent. Er hat Ideen und steht zu 100% hinter ihnen. Die perfekte Voraussetzung für eine 100% Umsetzung. Aber niemand nimmt ihn und seine Ideen für voll.

Ich bin intelligent und zielstrebig, um meine Ideen zu 100% umsetzen zu können. Doch Unterstützung bekomme ich dabei herzlich wenig.

  • Sam Bicke versucht seine Gefühle und Gedanken in Worte zu packen. Doch niemand ‘will’ oder ‘kann’ ihn verstehen. Das Gesprochene wird schnell falsch interpretiert.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich meine Gedanken und Gefühle auch nicht in Worte packen kann. Trotzdem versuche ich es und dabei werde ich oft falsch verstanden.

  • Sam Bicke hat einen schwarzen Freund. Durch sein ‘Anderssein’, nämlich seiner Hautfarbe, wird er von der ‘Gesellschaft’ teilweise respektlos behandelt. Er hat resigniert und lebt damit.

Meine Freunde werden oft schief angeschaut und nicht ernst genommen, weil sie anders denken, als die ‘Gesellschaft’.

  • Sam Bicke übt Kritik am politischen System. Er erkennt die falschen Versprechen der Regierung und wehrt sich nach Außen sowie nach Innen dagegen.

Ich habe festgestellt, dass ich nicht so leben kann, wie die ‘Gesellschaft’ es gerne hätte. Meine Offenheit das zu zeigen, stößt nicht überall auf Gegenliebe.

  • Sam Bicke erlebt Phasen, in denen er sich so allein fühlt, das sein Körper förmlich betäubt ist oder er die Kontrolle über ihn verliert.

In meiner Jugend habe ich schwere Wutausbrüche gehabt, wenn ich nicht reskepktiert worden bin. Ich habe mich taub in eine Ecke zurückgezogen und hatte üble Gedanken für meine Mitmenschen übrig.

Durch die vielen Parallenen, und ich habe nur einige Beispiele aufgezählt, habe ich mich teilweise in Sam Bicke gesehen. Der Film steckt, mit Ausnahme des geplanten Attentats, voller Nachempfindung meinerseits. Das System in dem wir leben, empfinde ich ebenfalls als erkrankt. Der Preis, sich dem nicht zu ergeben, ist hoch! Ich habe mich soweit unter Kontrolle, dass ich das mit mir allein ausmachen kann. Meinen Weg werde ich fortsetzen und ich danke Gott dafür, dass es Menschen gibt, die mich verstehen und ich nicht wie Sam Bicke handele.

Außenseiter

Manchmal frage ich mich, ob wir so geboren werden, wie wir jetzt sind. Ist etwas an dem ‘das ist meine Bestimmung’? Und wenn ja, ab wann beginnt die Bestimmung eines jeden Einzelnen von uns? Ein alter Mann kämpft unter seiner Brücke auf Leben und Tod gegen die Kälte, war das schon im Mutterleib vorherbestimmt? Barack Obama ist Präsidentschaftskanditat der Vereinigten Staaten von Amerika, war das immer seine Bestimmung?

Finally, the last one

Ich selbst war einmal Kind und kann mich noch sehr gut an die Dinge erinnern, die da abliefen.(1) Ich war eine sehr gute Schülerin, eigentlich immer die Klassenbeste. Nach der Schule traf ich mich gern mit ein paar Mädels um zu Spielen. Wir waren Prinzessinnen, Puppenmuttis und Lehrerinnen. Unser Haus war stets für alle Gäste offen, ebenso meine Familie. Ich erkannte frühzeitig, dass Menschen unterschiedlich sind. Darüber machte ich mir schon als kleines Mädchen viele Gedanken. Ich erinner mich noch gut an meinen 4. Geburtstag, wo ich so gar keinen verstanden habe. Dabei waren alle Geburtstagsgäste vertraute Menschen. Ich interessierte mich plötzlich für die Muster auf unserem Geschirr und fragte mich, wer das wohl gemalt hätte und wer sich soetwas Schönes ausdenkt. Als ich meine Gedanken frei äußerte, schauten mich alle merkwürdig an und die Bemerkung ‘du bist aber komisch’ ist mir bis heute in Erinnerung geblieben. Und ich kann euch versichern, dass das bei Weitem die einfachsten Gedanken in meinem Kopf waren/ sind! Da ich bis heute die selben Denkmuster aufweise, frage ich mich, ob etwas mit der Muttermilch die ich bekam nicht stimmte oder ob Gott mich so vorgesehen hat für diese Welt?

Heute weiß ich, dass diese Art zu mir gehört und mich ausmacht. Verstehen und akzeptieren tun sie nur die Menschen, die mich so annehmen, wie ich bin. Von der ‘allgemeinen Gesellschaft’ wird man ziemlich schnell aussortiert als ‘sonderbar’ oder ‘komisch’. Hier frage ich mich, wer überhaupt darüber entscheidet, was ‘Normal’ ist und was nicht. Und was macht einen ‘Außenseiter’ aus? Wenn ich mich dagegen entscheide mich in dem ‘Rad der Welt’ mitzudrehen, warum wird das nicht einfach angenommen? Lassen wir uns von Geld und Macht soweit manipulieren, dass nicht mehr der Mensch ansich zählt, sondern nur seine Fähigkeit zur Manipulationsbereitschaft honoriert wird?

Die Basis, die man zur Entstehung eines Menschen benötigt, ist Liebe. Wenn zwei Menschen in diesem Moment ein neues Lebenwesen zeugen, dann ist da nur Liebe und nichts als Liebe. Entlässt man diesen Menschen in die Welt, kann es passieren, dass die Liebe wie ein Tropfen Wasser im trockenen Erdboden versickert. Es entwickeln sich stattdessen Abwehrmechanismen, Zwänge und Ängste bahnen sich ihren Weg. Etwas zum Füllen der Lücke findet sich immer.

Meine Defizite kann ich seit knapp einem Jahr ausfindig machen und weiß sie auch zu kompensieren – mit Liebe! Wenn ich einmal keine Antworten auf meine Fragen finde, dann weiß ich, dass die Liebe immer da ist, in mir. Sich darauf zu besinnen, lässt mich zu meinem Weg zurück finden. Der Weg der Liebe!

Creative Commons License photo credit: footloosiety

  1. Wahrscheinlich, weil es bei mir noch nicht so lange her ist (back)

Gedicht #1

Wenn zwei Glühwürmchen sich paaren, erhellt sich dann das Licht?

Wenn zwei Liebende sich begegnen, gewinnt die Liebe dann an Gewicht?

Wenn zwei Seelen sich treffen, ist die Verschmelzung beider dann Pflicht?

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Wenn Gott auf ein Blatt Papier passt, wie groß muss dieses dann sein?

Wenn Liebe schmutzig sein kann, wer macht sie dann wieder rein?

Wenn Menschen zueinander grob sind, warum ist die Haut dann so fein?

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Wenn die Augen strahlen und funkeln, nennt man das dann Glück?

Wenn das Herz verlangt was es verlangt, wer gibt ihm etwas zurück?

Wenn man die Zeit einfach genießt, verpasst man dann ein Stück?

by FrauLehmann

.Ich habe meine Antwort auf diese Fragen und schicke einen lieben Dank gen Himmel für unsere Begegnung. Heart 2

Misstrauen

Klare Sonnenstrahlen blitzen portuberanzenähnlich durch den winzigen Schlitz der Schallosie™. Meine Augen mühen sich noch die Helligkeit zu akzeptieren. Doch langsam befreie ich mich aus meinem Kuschelgemach und starte in den Tag.

Mein Ausblick zeigt die Farbenpracht der ällmählich welkenden Blätter. Ich freue mich auf alles, was heute kommen wird. Vollgetankt mit Energie sauge ich die frische Luft in meine Lungen und pumpe den reinen Sauerstoff in jede einzelne Kapillare meines Körpers. Dabei sind meine Augen fest verschlossen und öffnen sich erst kurz danach für den Blick gen Himmel. Der Horizont ist grenzenlos.

Begegnungen werden wir immer haben. Mich erstaunt dabei immer wieder das Misstrauen, was Menschen gegenüber ihres Gleichen haben. Kein Wort, nur Blicke bestimmen dabei die Gedanken und das meist darauf folgende Urteil. Und damit bescheißen sie sich alle selbst: die Angst davor enttäuscht zu werden, dominiert alles Handeln. Warum hat man vor etwas Angst, was noch nicht eingetreten ist? Fühlt sich Misstrauen so gut an, dass man es mit sich herum tragen muss?

basic_ipWenn wir in die Natur gehen, dann schenkt sie uns ihre Schönheit. Dann ist da kein Misstrauen, dass wir sie eventuell zerstören. Da ist nur reine Liebe, die uns geschenkt wird. Die Natur misstraut auch nicht ihres Gleichen. Sie lebt in ihrem natürlichen Einklang mit sich und ihrer Umwelt. Sie lügt sich nicht an, spricht aber klare Worte, die jeder versteht.

Nur wir Menschen misstrauen, lügen und zerstören damit vieles, wenn nicht sogar alles. Ich hoffe mir noch lange meine Offenheit gegenüber der Natur, aber auch den Menschen, erhalten zu können, denn das ist ein schönes Gefühl, was ich ungern in meinem Herzen vergraben möchte.

Creative Commons License photo credit: MacAoda8

Vertrautes Gesicht

Auf einer Wiese, zwischen all dem Gras, schauten mich ein paar vertraue Blätter an. Ich ging vorbei. Auch an den nächsten ging ich vorüber. Doch dann blieb ich stehen, bückte mich und zupfte ein kleines, frisches Blatt aus der Erde. Als ich es in den Händen hielt, fiel ich aus allen Wolken. Es waren Eikalikalokis™. Das war das Wort, was ich als Kind immer zur Verblüffung aller benutzte, um Sauerampfer zu benennen.

CheshireWir saßen als Kinder immer auf einer Wiese bei einer Nachbarin, die ihr Eigentum nur als Sommerresidenz nutzte. Unser Haus war etwas abseits von der Straße gelegen und wir Kinder und Nachbarskinder nutzen das Grundstück der Nachbarin immer, um etwas näher am Geschehen unseres kleinen Ortes zu sein (und sicherlich auch, um von den Eltern etwas abseits zu rücken). Dort saßen wir nun dicht zusammen auf der grünen Wiese und erzählten uns Geschichten. Dabei ernteten wir wie große Bauern in unserem Radius die Blätter der Sauerampferplanze. Niemand erzählte uns, dass die kleinen Blätter, den wohlhabensten Geschmack haben. Dennoch wussten wir es und jeder suchte so viel er eben essen konnte für sich. Unzählige Tage kehrten wir mit Bauchschmerzen nach Hause zurück, trotzdem haben die sauer schmeckenden Blättchen einen derart eigensinnigen Geschmack hinterlassen, dass ich ihn zwischen den Jahren meiner Kindheit und heute oft auf der Zunge hatte.

Als ich das kleine Blatt vorsichtig in meinem Mund zerkaute, belebte es in mir all die Bilder, die ich mit einem Schleier verdeckt, aber nicht vergessen hatte. Mit der Sonne im Rücken kam mir nur ein einziger Gedanke auf: danke für all die schönen Momente.

Creative Commons License photo credit: Paul Francis Harrison

Above the clouds

Happy sunday and a fabulous start into the week.

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Lots of LOVE to all of you.

Planet Earth

For everyone out there: I wish you a nice week from deep inside my heart. Do not forget the wonderful planet we are allowed to life on.

[Link]

A lot of LOVE to all of you.

Strandgeschichten

Ein Ehepaar baut nachmittags gemeinsam eine Strandmuschel neben mir auf. Dabei lief folgende Konversation ab:

Halt mal da fest. Ja genau da.

Ja mache ich. Hier?

Ja genau da. Halt schön hoch.

[bastel]

Etwas höher Frau.

Mach ich doch.

Mann, da und nicht da. Hab ich dir doch gezeigt.

[brummel brummel]

Du piekst mir gleich ins Auge.

[pieks]

AU!!!

[Alles starrt auf die beiden.]

Ja, zuschauen ist immer gut, nä?

[zu einem Strandnachbarn]

Siehst du, weil du nicht so gehalten hast, wie ich gesagt habe.

[hält sich das Auge mit der einen Hand, mit dem anderen immernoch die Strandmuschel]

So, nun halt nochmal da fest, ich muss die Haken in den Sand bohren.

[klopf klopf klopf die Haken in den Boden mit einem Stein]

AU!

[die Leute sind irritiert]

Mann, setz dich mit deinem dicken Hintern in die Muschel. Man kann dich ja zu nix gebrauchen!

[Umpf]

Mal im Ernst: wieso gehen Menschen so miteinander um? Und why the funk trennen sie sich nicht, wenn sie so eine Umgangsform miteinander haben? Sie kommen mir vor wie eingeferchte Schweine in einem kleinen Stall, die nicht frei sein können. Und die beiden können echt nicht anders…

Unglaubliche Kriegsgeschichte einer Nachbarin

Ich bin 24 Jahre alt und kann es kaum glauben, was Menschen in ihrem Leben schon alles ertragen haben.

Ich saß eben hinterm Haus in der Sonne, da kommt eine Nachbarin aus einem anderen Aufgang zu mir auf die Bank und wir plaudern ein wenig. Plötzlich schießt ein Flugzeug im Himmel vorbei und lärmt wie ein Gewitter. Die Frau, stramm auf die 80 zugehend mit Namen Liselotte, zuckt zusammen und ich frage, ob alles ok ist. Dann fängt sie an zu erzählen:

Damals war ich 10 Jahre alt. Ich hatte zwei Schwestern, anderthalb und vier Jahre. Wir flohen mit unserer Mutter und deren Mutter, also unsere Oma, vor dem Krieg nach Danzig, was zu der Zeit Ostpreußen war. Dort angekommen kamen wir in ein Flüchtlingslager. Dort waren sehr viele Soldaten und ich wunderte mich immer, warum meine Mutter nur im Keller war und wir keinen Zutritt zu dem Raum hatten, in dem sie sich aufhielt. Ich habe oft nach ihr gefragt, weil sie sich nicht um uns gekümmert hat. Heute weiß ich, dass sie es da unten mit den Soldaten getrieben hat. Ich denke, dass sie sich dafür Geld geben lassen hat. Trotzdem hatten wir nie etwas vernünftiges zu essen oder warme Kleider zum anziehen. Und glauben Sie mir, es war verdammt kalt in Danzig im Januar im Zweiten Weltkrieg.

Ich erinnere mich gut, dass wir immer in den Keller mussten, um auf die Toilette zu gehen. Unsere Oma bat mich, da sie nicht mehr die jüngste war, mit ihr nach unten zu gehen. Ich hielt ihren Arm und wir stiegen die Treppen hinab. Dann schaute sie mich mit großen Augen an und sagte, ich solle auf mich aufpassen. Da hatte ich meine tote Oma mit 10 Jahren in den Armen liegen. Ich habe das nicht verstanden, als die Soldaten nach unten kamen und sie in die Ecke zu den anderen Toten, vor allem Soldaten, im Obergeschoss legten. Ich dachte immer: Oma ist doch bestimmt kalt. Warum macht denn keiner was? Also gab ich ihr meine Handschuhe, meinen Schal und meine Mütze. Dabei habe ich sehr gefroren. Ich schaute oft in die Ecke zu meiner Oma. Tagsüber kamen die Soldaten und schleppten die toten Männer nach druaßen in ein Massengrab. Ich rief ihnen hinterher, dass sie doch die Oma mitnehmen sollen. Aber dazu hatten sie keine Erlaubnis. Dann irgendwann, ich kann den Zeitraum nicht bennenen, ich weiß nur, dass es unglaublich lange war, nahmen sie die Oma mit.

Wir waren nun schon ein halbes Jahr in diesem Auffanglager, als meine Mutter plötzlich zu uns drei Kindern kam und sagte, dass sie schnell Karten für die Gustloff holen würde, damit wir aus dem Lager weg können. Sie sei gleich wieder da, waren ihre letzten Worte. Ein Soldat beobachtete das Ganze und kam zu mir und meinen beiden Schwestern rüber: ‘Deine Mutter? Das kannst du vergessen. Die ist tot. Die kommt nicht wieder.’ Ich war erstarrt und wusste nicht, was ich davon halten würde. Unsere Mutter kommt nicht zurück? Ich konnte es nicht glauben. Fakt ist aber, dass sie tatsächlich nie wieder kam. Ich weiß bis heute nicht, was damals passiert ist.

Nachdem unsere Mutter uns allein gelassen hatte in dem Flüchtlingslager, kamen wir drei Kinder in ein Heim. Dort gab es eine Bühne, auf die alle Kinder immer wollten, weil man dort den Familien präsentiert wurde, die Kinder adoptieren wollten. Uns war gleich klar, dass wir von diesem Zeitpunkt an getrennt sein würden. Die Armut war auch für ein Kind einfach zu greifbar real. Ziemlich schnell wurden auch wir auf die Bühne gestellt. Eine Familie sagte zu einem Betreuer: ‘Die nehmen wir. Die ist schon 10 Jahre alt und kann arbeiten.’ Meine mittlere Schwester wollte niemand haben, da sie in dem anstrengenden Alter von vier Jahren war. Ich weiß nicht, ob der Versuch ihr einen neuen Namen zu geben und sie äußerlich anders zu gestalten etwas gebracht hat, sie letztendlich doch noch zu vermitteln. Meine jüngste Schwester wurde von einer Familie adoptiert, die gerade ein Kind verloren hatte. Als Ersatz sozusagen.

Mir ist es in meiner Pfegefamilie schlecht ergangen. Ich musste von morgens bis abends hart arbeiten. Der ganze Haushalt wurde von mir geführt. Ich bin mit 18 von zu Hause ausgezogen, da ich meinen Mann kennenlernte und wir heirateten. Wir bekamen zwei Kinder, zwei Jungs, und führten ein sehr glückliches Leben. Vor 23 Jahren ist er dann an körperlichem Versagen gestorben. Ich habe sehr gekämpft um ihn. Aber der Tod war stärker.

Meiner kleinen Schwester erging es besser in der Kindheit: sie wurde von ihren reichen Eltern sehr geliebt. Heute hat sie viel geerbt und kann drei Häuser ihr Eigen nennen. Allerdings hat sie einen grausamen Mann, der ihr ALLES verbietet. Ich kann nicht einmal mit ihr telefonieren. Daher haben wir sehr wenig Kontakt.

Was aus meiner mittleren Schwester geworden ist, das weiß ich ebenso wenig, wie was aus unserer Mutter geworden ist. Da sie einen anderen Namen bekam, habe ich keinen Ansatzpunkt, nach wem ich suchen könnte. Was aus meiner Mutter geworden ist, will ich nicht wissen. Sie hat drei kleine Kinder zurück gelassen und es interessiert mich nicht, wie es ihr geht. Sie hat sich auch nicht für uns interessiert.

Heute habe ich einen Freund, mit dem ich mich
ab und zu treffe. Aber ich bin lieber allein, wenn ich ehrlich bin. So ist das Leben eben. Und nun bin ich schon bald 80 Jahre alt.

Mir ging diese Geschichte sehr nahe. Diese Frau hat seit fast 70 Jahren weder ihre Mutter noch ihre mittlere Schwester gesehen. Sie hat ein paar Anläufe genommen, um vor allem ihre Schwester zu finden. Doch durch den anderen Namen, den sie damals bekam, sieht sie keine Chance dieses Puzzle ihrer Familie zusammen zu fügen.

Dieses Schicksal entstand nur durch Krieg. Eine Seele wurde dadurch schwer beschädigt. Menschen, die sich mal sehr nahe waren, wurden auseinander gerissen und manch einer handelte, wie er es vielleicht nie hätte tun müssen. KRIEG ist nur Dunkel. Im Krieg befindet sich kein LICHT.

Ich würde dieser Frau so gerne helfen, da mich ihr Schicksal wirklich berührt. Vielleicht deshalb, weil es für mich so schwer vorstellbar ist, so etwas erlebt zu haben.

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flickr Photo by trickyvickylynn

Besondere Begegnungen…

Mein Blog dient dazu, meinen Weg zu beschreiben. Es gehören auch Dinge dazu, die mich bewegen oder die lustig sind, wie ihr sicherlich festgestellt habt.

In den vergangenen Tagen hatte ich zwei tierische Zusammentreffen:

Am Dienstag war ich in Oberhausen im Kaiserpark. Dort näherten wir uns dem Eulengehege. Eine weiße Schleiereule saß sehr desinteressiert direkt am Gitter auf einem Baumstamm. Das ganze Geschehen um sie herum war ihr vollkommen gleich. Als ich noch einen Augenblick am Gitter verweilte, drehte sich die Eule plötzlich um und sah mir direkt in die Augen. Ihr Blick war durchdringend und aussagekräftig zugleich. Ich habe nun länger darüber nachgedacht. Ich denke, dass die Eule mir ganz konkret und unmissverständlich etwas mitgeteilt hat. Ich werde daraus etwas machen. Was, das werdet ihr erfahren, wenn es soweit ist.

Meine zweite Begegnung geschah heute gestern Nacht. Beim Spaziergang mit Wilma entdeckte ich auf dem Rückweg einen kleinen Igel. Er beschnupperte uns neugierig, schien sich aber in keiner Form bedroht zu fühlen. Dennoch gingen wir weiter, um ihn nicht einzuschüchtern. Ein bisschen hatte ich das Gefühl, dass er uns folgen wollte. Auch diese offene Begegnung ist ein Zeichen für mich.

Ich stelle fest, dass ich immer mehr Eins werde mit meiner Umwelt. Meine Aura scheint voller Licht zu sein, so dass ich nicht mehr das Dunkel hinaustrage. Und durch Licht, fühlen sich Dinge wie kleine Motten angezogen. :-)

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Photo by Ingo Vogelmann