FrauLehmann schreibt ein Buch

Die Erlebnisse der vergangen Wochen, Monate und Jahre haben dazu geführt, dass ich all die Dinge in meinem Kopf nicht mehr nur in meinem Blog schreiben mag, sondern in ein richtiges Buch. Deshalb sitze ich bereits seit vielen Stunden an der Anfertigung meines Werkes, was den Namen “Die andere Hälfte” tragen wird. Ihr dürft gespannt sein, denn eine Fortsetzung ist bereits geplant und hat Dank eines Bekannten auch schon den aberwitzigen Namen “Die dritte Hälfte”.

Ein kleiner Vorgeschmack:

 

Sie fragen sich, warum Sie sich dieses Buch gekauft haben. Ich kann Ihnen diese Frage nicht beantworten, aber ich verrate Ihnen, worum es in diesem Buch geht: Seien Sie nicht enttäuscht, denn auf den folgenden Seiten gibt es weder eine Figur aus einem Rosamunde Pilcher Roman, noch eine vollständige Autobiografie des Autors. Zumindest aber können Sie zwischen den Zeilen Auszüge aus einem Leben entdecken und Geschichten, die Sie vielleicht sogar schon einmal selbst erlebt haben, verpackt in einer Person namens Emmy. Und Emmy ist durchaus eine Lesereise durch diesen Carpaccio-dicken Schinken wert. …

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Mein Buch wird als eBook erhältlich sein. Mehrere kleine Geschichten, die liebevoll aufeinander aufbauen, sind für unterwegs, zwischen den Kindern und abends unter der Decke gedacht. Für alle, die gerne Lesen oder sich dahin entführen lassen.

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Wenn ich eins weiß…

…dann ist es, dass die Familie unendlich wichtig ist. Selbst wenn zwischen dir und deinen Lieben viele Kilometer oder ganze Kontinente liegen, gibt es mindestens tausend Wege, ihnen trotzdem mitzuteilen, wie sehr zu sie liebst. Wir werden alle nicht jünger und bleiben nicht ewig auf dieser Erde und trotzdem bleibt immer Zeit, um sich diese für die Familie zu nehmen. Selbst die kleinste Geste oder der unscheinbarste Wimpernschlag wird sie immer erreichen und nicht ungeachtet bleiben. Eine Umarmung sagt immer mehr, als Worte es jemals ausdrücken können. Drum umarme ich meine Liebsten aus tiefstem Herzen.

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Cesco, der botanische Hund

Hinter dicken Mauern, hinter großen Fenstern und einer passierlichen Einrichtung versteckte sich die kalte Schnauze eines Hundes names Cesco. Tief vergraben in einem Buch von Wildwuchs & Co. las der Hund aufmerksam jede Zeile. Nur ab und an schaute er zu einem der sauberen Fenster hinaus und tippte sich dabei nachdenklich mit der Pfote an die Stirn. Nachdem Cesco einige Zeit gelesen hatte, zog es ihn hinaus in die Natur. Er zog sein Mäntelchen an und legte seine Brille vorsorglich neben das Buch, was er übrigens schon zum dritten mal studierte. An der frischen Luft angekommen, atmete er erst einmal alles ein, was ihn an Luft umgab. Keine Faser und keine Polle in der Luft blieben verschont vor dem Rüssel des Hundes namens Cesco. Ein paar Meter gegangen, blieb er plötzlich stehen und rümpfte die Nase zaghaft in die Richtung eines Gewächses, was wir sicher alle schon einmal gesehen haben. Doch für Cesco ergab sich eine völlig neue Situation: der Knallerbsenstrauch roch länger als gewöhnlich nach Blüte. Verblüfft über diese Festsstellung zückte Cesco ein Botanikbüchlein hervor, denn er ist Botaniker wie man sicher schon bemerkt hat, und schlug an der richtigen Stelle nach. Und er hatte Recht: der Knallerbsenstrauch hätte schon vor einem Monat nicht mehr blühen dürfen. Cesco wollte dies noch einmal bei einem nächsten Spaziergang kontrollieren und markierte die Stelle daher außerordentlich, so wie man es von Hunden eben kennt. Ein paar Blöcke weiter und etliche Notizen reicher, kehrte Cesco erleichtert und müde zurück in sein Domizil. Zufrieden legte er sich auf die Couch, um noch einmal seine Beobachtungen Revue passieren zu lassen. dabei schlief er mit einem Lächeln im Gesicht bis zum nächsten Tag ein.

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Ein Mann und seine Geliebte

Mit einer Rose in der Hand steht ein Mann, so um die Mitte 30, beim Bäcker. Er kauft ein frisches Krustenbrot. Es sieht aus, als hätte es eine dicke Bäuerin in einem alten Ofen über Birkenholz gebacken. Er packt den noch warmen Brotlaib in eine durchsichtige Tüte und verschwindet. Ein paar Meter weiter kehrt der Mann freudestrahlend in ein Gourmetgeschäft ein. Ein paar Euos leichter und um wenige Edelkäsesorten reicher, setzt er seinen Weg fort. Die Reise des verheirateten Mannes führt in den 3. Stock eines Mehrfamilienhause mitten in der Stadt. Die junge Frau, die er besuchen möchte, kann sich den Wohnluxus nur leisten, weil sie in einem bestimmten Gewerbe arbeitet. Der Mann erreicht ihre Wohnungstür, er klingelt, aber es macht niemand auf. Nach 5 Minuten vergeblichen Versuchens gibt er auf und geht mit gebügter Haltung seinen eben noch so sonnigen Weg im Regen zurück.

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