Zitiert

Posted: February 10th, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: , , , , , , | No Comments »

Das Suchen macht das Finden unmöglich.

Paul Watzlawick


Der kleine Wombat

Posted: January 27th, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: , , , , , , , , , , , , | No Comments »

“Schönes Wetter”, dachte sich der kleine Wombat, als er aus seiner Erdhöhle kroch. Eigentlich ist der kleine Wombat ja eher eine Nachteule, aber da er nicht fliegen kann, entschied er sich doch lieber am Tag durch die Welt zu spazieren. Er hat übrigens immer einen Regenschirm dabei.

“Heute ist ein guter Tag zum Markieren”, stellte der kleine Wombat zufrieden fest. Genüsslich schwang er seinen Popo auf einen Stein und entledige sich eines großen Geschäftes. “Dipotrodontia”, kam es wie ein Geistesblitz aus dem ernsten Mund des kleinen Wombats. Seine Gattung ließ ihm keine Ruhe.

Und so dümpelte der kleine Wombat noch lange vor sich her. Ein bisschen markieren hier und dort und ein paar Gedanken auf der einen und der anderen Seite des Flusses. So lebte es sich gut als kleiner Wombat.


Geister unserer Phantasie

Posted: January 15th, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: , , , , , , , , , , , | 2 Comments »

Click to play


Angeklagt

Posted: January 14th, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 4 Comments »

Mit gesunkenem Kopf stehst du vor der Masse. Ihre Blicke durchbohren dich. Du spürst jedes einzelne Auge auf deinem Körper. Wie Stecknadeln sezieren sie deine Haut. Alles nur ein böser Traum? Manchmal erwachst du und stellst zufrieden die Realität fest. Aber schon kurz darauf verfällst du wieder in deinen Dauerschlaf. Rütteln und Schütteln hilft nicht, denn mit deinen tausend Gedanken bist du festgesaugt. Vorbei an der Wirklichkeit. Hinein ins Nichts. Und dann beschwerst du dich über deine Situation? Sperrst dich selbst vom Leben aus? Schluckst den Schlüssel deines Käfigs freiwillig hinunter wie eine Leibspeise? There is nothing to complain about! Think about it! Jedenfalls ist deine Selbstanklage im Vergleich zum Weltgerichtshof verschwindend gering. Think about it!


What is love

Posted: January 8th, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: , , , , , , , | No Comments »

“I love you” is so easy to say
But so many times it doesn’t mean a thing
“I love you” could everything
As long as we don’t know what love is
I think love is not in what we say, love is in what we do
And when we say we love we’ve got something to prove

What is love?

I think love is nothing but the truth
Something inside of me, something inside of you
Love is faith and loyalty
Love is sharing, love is to believe
I think that is what love could be
And so much more ’cause love is deep, love is deep

What is love?

I think love can be bold, love can be bear
Love can make you happy and lova can make you sad
Love can break your heart and love can hear your soul

Love can die and… love can roll

by Ayo


Sein

Posted: January 7th, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: , , , , , , , | 4 Comments »

Ich möchte sein, wie ich bin. Atmen, wie ich möchte und nicht atmen, wenn ich nicht will. Ich möchte sein gelassen werden, wenn ich es brauche und nicht sein gelassen werden, wenn es für mich besser wäre. Ich kann scheiße sein, das steht außer Frage. Aber das bin dann ich. Und es hat auch nur was mit mir zu tun. Vielleicht ist das was ich verlange zu viel verlangt. Ich kann aber so sein.


Gedicht #2

Posted: January 1st, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: , , , , , | No Comments »

Im stillen Kämmerlein

schließ’ ich mich ein.

Bin mein.

Kann sein.

by FrauLehmann


Flugbegleiter

Posted: November 9th, 2009 | Author: FrauLehmann | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 2 Comments »

“Siehst du den Berg dort hinten?”

flight“Ja. Warum?”

“Weil ich mich die ganze Zeit frage, was wohl dahinter ist.”

“Und warum willst du das wissen?”

“Wenn ich das wüsste!”

Du gehst eine Straße entlang und weißt nur was sich gerade jetzt unter deinen Schuhen befindet – Asphalt, Sand oder einfach nur Boden. Schon beim nächsten Schritt könntest du hinfallen, mitten in einem Geldregen stehen oder einer Person begegnen. Du denkst, du weißt, wohin dein nächster Schritt führt? Ist es wichtig für dich, das zu wissen? Wir sitzen im Flugzeug ohne Reiseziel und das ist auch gut so. Auch wenn die Landung nicht immer sanft ist.


Schöne Schulzeit

Posted: October 17th, 2009 | Author: FrauLehmann | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 6 Comments »

Der Blick aufs Konto lässt mir das Blut in den Adern gefrieren. Nicht immer, aber oft. Der Gedanke an Shopping ist nicht drin und mein Auto müsste auch mal wieder gepflegt werden. Morgens am Bäcker gehe ich an den teuren, aber durchaus leckeren, Brötchen vorbei und muss mich arg zusammenreißen. Die Zeitung später fällt auch flach. Habe ich die Miete schon bezahlt? Scheiße, und dann noch das Finanzamt. Warum kommt eigentlich immer alles auf einmal? Ich sollte weniger rauchen, denn das Geld liegt hier nun wirklich nicht umher. Aldi sagt Danke für Ihren Einkauf und ich sage ekelhaftes Zeug ihr da habt. Nichts ist, wie es mal war.

Während meiner Schulzeit hatte ich solche Gedanken nicht. Nie.


Trott

Posted: September 17th, 2009 | Author: FrauLehmann | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 5 Comments »

Die Liste an Aufgaben scheint endlos zu sein. Ist eine abgearbeitet, rückt die nächste nahtlos nach. Wie sehr sehnt man sich eine Pause herbei! Schlafen ist Luxus. Und der ganze Rest schmeckt nach Müdigkeit.

Vor dem Kühlschrank stehend, strahlen die Farben durch das gelbliche Innenlicht. Ein sattes Grün und ein Bananengelb. Aber schmecken tut alles nach fader Schuhsohle. Und es rutscht auch ähnlich Richtung Magen. Nicht, dass wir uns beschweren sollten, aber manchmal tut ein bisschen Umherheulen gut.

For beautiful eyes, look for the good in others; for beautiful lips, speak only words of kindness; and for poise, walk with the knowledge that you are never alone.

Audrey Hepburn

Und dann reißen wir uns zusammen. Für wen nochmal? Das Rad rollt und wird immer Rollen, wenn man es pflegt. Der Rubel rollt weniger, aber auch das bringt uns nicht um. Das Wort Trott ist dämlich, aber ja, es ist Trott. Das ist die Antwort auf die Frage. Nicht auf Alles und auch nicht für jeden.


Ich zu euch

Posted: June 27th, 2009 | Author: FrauLehmann | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 6 Comments »

Ihr mögt vielleicht gestärkt in eurer Haltung sein. Das bin ich auch! Ihr habt vielleicht eure Ansicht von Dingen, die euch interessieren. Mich interessiert aber noch viel mehr! Euer Urteil ist schneller gefällt, als alle Richter zusammen entscheiden können. Und ich sage euch, nur einer darf richten und tut es trotzdem nicht! Eure Position scheint stabil zu sein. Aber die bröckelnde Fassade ist längst am einstürzen! Ihr nennt ‘Achtung’ euren zweiten Vornamen und merkt nicht, wie respektlos ihr seid! Konsum ist euer Leben. Meins nicht! Ihr nehmt die Gesellschaft als euren Spiegel. Ich schäme mich dafür! Ihr liebt alle ganz romantisch. Ich liebe mit dem Herzen!


Eine Hand voll Gedanken

Posted: June 4th, 2009 | Author: FrauLehmann | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

Black and white handsIch muss ständig an ihre Hände denken. Als Kind haben sie mich gestreichelt, wenn ich Aua hatte. Und niemand konnte den Kuchenteig besser kneten, als ihre Hände.

Im Laufe der Jahre haben sich ihre Händer verändert. Die Adern sieht man jetzt deutlicher als früher und kleine Fältchen haben sich tief eingeprägt. Trotzdem sind sie für mich immernoch wunderschön.

Ich habe ihre Hände sehr lange nicht mehr gesehen und ich würde so gerne sehen, wie sie aussehen und sich verändert haben. Ich denke ständig an sie…

Creative Commons License photo credit: gingerfuhrer


Stopfen und Verdauen

Posted: June 3rd, 2009 | Author: FrauLehmann | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 5 Comments »

Ich stopfe meine Kopfhörer immer tiefer in meine Ohren. Der Schmerz interessiert mich nicht. Den Tönen, die aus den kleinen Biestern kommen, fröne ich entgegen. Und sie dringen so vollkommen bis in die letzte Windung meiner Ohrmuscheln vor. Immer wieder höre ich die Instrumente, die Stimmen, die Bewegungen der Hände und des Körpers der Künstler. Wenn man die Augen dabei schließt ist es fast so, als würde man mitspielen. Bei Bach mache ich dann auch ein paar Trockenübungen am Klavier. ;-)

Eine Fülle an Informationen strömt immernoch durch mein Gehirn und jeder Achteltakt und jedes Crescendo ist hängen geblieben. Ich verarbeite diese Informationen unglaublich schnell. Das Tempo hat Weltrekordklasse. Auch wenn es immer so einfach aussieht, ein Instrument zu spielen, das ist es für mich auch nach 12 Jahren nicht. Jetzt bin ich seit Langem aus dem Training, aber es reizt mich jeden Tag wieder anzufangen. Aber sowas fördert die Arge nicht. :-)

[Link]

Ein unglaubliches Instrument mit soviel Tiefe und Wärme!


Ein Mann und seine Geliebte

Posted: April 9th, 2009 | Author: FrauLehmann | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 2 Comments »

255905365_81165007fa_mMit einer Rose in der Hand steht ein Mann, so um die Mitte 30, beim Bäcker. Er kauft ein frisches Krustenbrot. Es sieht aus, als hätte es eine dicke Bäuerin in einem alten Ofen über Birkenholz gebacken. Er packt den noch warmen Brotlaib in eine durchsichtige Tüte und verschwindet. Ein paar Meter weiter kehrt der Mann freudestrahlend in ein Gourmetgeschäft ein. Ein paar Euos leichter und um wenige Edelkäsesorten reicher, setzt er seinen Weg fort. Die Reise des verheirateten Mannes führt in den 3. Stock eines Mehrfamilienhause mitten in der Stadt. Die junge Frau, die er besuchen möchte, kann sich den Wohnluxus nur leisten, weil sie in einem bestimmten Gewerbe arbeitet. Der Mann erreicht ihre Wohnungstür, er klingelt, aber es macht niemand auf. Nach 5 Minuten vergeblichen Versuchens gibt er auf und geht mit gebügter Haltung seinen eben noch so sonnigen Weg im Regen zurück.

Creative Commons Licensephoto credit: Gustty


Kraftvolles Leben

Posted: March 25th, 2009 | Author: FrauLehmann | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 3 Comments »

Damit wir geboren werden, werden unglaubliche Kräfte benötigt. Der Körper der Mutter und des Kindes leisten Unglaubliches in dieser Zeit. Während unseres gesamten Lebens müssen wir ebenfalls Kräfte aufwenden, um Dinge erledigt zu bekommen. Ob Taten vollbringen, Wunden heilen oder gar nichts Tun – alles benötigt immer eine Kraft.

Ein Teil unserer Kraft geht in die Umwelt ab. Dort wird sie an anderer Stelle aufgenommen und weiterverwendet. Einen anderen Teil unserer Kraft setzen wir ein, um selbst wieder Kraft in uns zu erzeugen. Dann erst sind wir wieder kraftvoll für neue Dinge.

When you part ...

Es ist erstaunlich, wie sehr wir durch die wenige Kraft beim Schlafen neue Kräfte erzeugen, die uns den ganzen Tag wie eine Batterie versorgen. Vorangetrieben von der Betankung erledigen wir unsere Aufgaben und stets müssen wir unsere Kräfte der Liste anpassen, die unser Leben ist.

Zu Kraft gehört Liebe. Darum ist Liebeskraft so unvorstellbar stark.

Creative Commons License photo credit: Sara Björk


Erwachungsschlaf

Posted: March 10th, 2009 | Author: FrauLehmann | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

between the sheets

Sie halten sich gegenseitig in ihren Armen. Der Herzschlag ist ruhig und besinnlich. Und aus ihren Gesichtern strahlt überirdisches Glück und tiefste Freude.

Wie lange ihre Zeit anhalten wird, wissen sie nicht.

Aber für diesen Moment scheint die Welt still zu stehen. Sie lassen die Sonne direkt über sich entflammen und genießen einfach.

Das Erwachen nach dem Schlaf ist wie alles – vergänglich!

Creative Commons License photo credit: ***j9***


Nachtgestalten

Posted: March 3rd, 2009 | Author: FrauLehmann | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 5 Comments »

Keine 5 Meter aus dem Haus treffe ich auf 2 Polen. Sie warten auf das Doppel-Korn-Delerium, ich warte auf den Bus. Freundlich bieten Sie mir einen Schluck aus ihrer Flasche an. Mein Moped kommt und ich verabschiede mich mit meinen 3 Brocken Polnisch.

Ich kann dem süßen Geruch des Crêpe-Standes nicht widerstehen. Der freundlichen Verkäufer fragt mich gefühlte 20 mal, ob mir mein mega Nutella-Teigfladen schmeckt. Er wischt dabei gemütlich über seine Arbeitsfläche und füllt die Zuckerstreuer auf. Es ist eine Stunde vor Mitternacht und ich bewundere seine muntere Freundlichkeit. Ich kann es mir nicht verkneifen ihm zu sagen, was für eine postivie Ausstrahlung er hat. Ich glaube, er hat sich gefreut.

Gleich kommt mein Zug, aber ich ziehe noch schnell eine Zigarette durch. Der Aschenbecher wird gerade von einem sehr braun gebrannten Mann gesäubert. Er fragt mich, ob ich davon gehört habe, dass vor 2 Tagen ein 87 jähriger Mann 44.000 EUR in einer Straßenbahn in Bayern vergessen, also verloren, hat. Ich verneine, wünsche einen schönen Abend und steige in die Regionalbahn.

02032009

Neben mir sitzt ein junger Mann. Ihm läuft die Nase. Aber meine mit Nutella vollgeschmierte Serviette biete ich ihm lieber nicht an. Der Schaffner schaut seinen Fahrgästen bei der Fahrscheinkontrolle ganz offen und lieb in die Augen. Ich fühle mich wohl.

Jetzt sind es nur noch wenige Minuten und die verbringe ich mit neben einem älteren Mann im Nachtbus. Wir beobachten, wie sich ein junges Mädchen die Anti-Baby-Pille in den Mund schiebt. Wir grinsen uns an, sagen aber kein Wort. Als eine junge Türkin den Bus betritt, lauschen wir beide ihrer geheimnisvollen Sprache. Bei einigen Wörtern schmunzeln wir erneut zur gleichen Zeit.

Wie schnell doch die Zeit vergeht und wie kurz Augenblicke verweilen…


Kinder über Liebe

Posted: January 24th, 2009 | Author: FrauLehmann | Tags: , , , , , , , , , | 9 Comments »

Es ist schon erstaunlich, wie Kinder über Liebe denken. Teilweise wahr und teilweise erschreckend, welche Auffassung von Liebe ihnen mit auf ihren Lebensweg gegeben wird. Aber seht selbst, wie Kinder über Liebe denken:

[Link]

‘Kinder und Betrunkene sagen die Wahrheit’ heißt es. Wie ist eure Wahrheit von Liebe?


Vogelfrei

Posted: January 18th, 2009 | Author: FrauLehmann | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 7 Comments »

Es war einmal ein Vogel. Er besaß ein Paar vollkommener Flügel und glänzende, bunte, wunderbare Federn und war dazu geschaffen, frei am Himmel zu fliegen, denen zur Freude, die ihn sahen.
Eines Tages sah eine Frau diesen Vogel und verliebte sich in ihn. Sie schaute mit vor Staunen offenem Mund seinem Flug zu, ihr Herz schlug schneller, ihre Augen leuchteten vor Aufregung. Er bat sie, ihn zu begleiten, und beide schwebten in vollkommener Harmonie am Himmel. Und sie bewunderte, verehrte, feierte den Vogel.
Aber dann dachte sie: Vielleicht möchte er ferne Gebirge kennenlernen! Und die Frau bekam Angst. Fürchtete, dass sie so etwas mit einem anderen Vogel nie wieder erleben könnte. Und sie wurde neidisch auf den Vogel, der aus eigener Kraft fliegen konnte.
Und sie fühlte sich allein.
Und dachte: ‘Ich werde dem Vogel eine Falle stellen. Wenn er zurückkommt, wird er nie wieder wegfliegen können.’
Der Vogel, der auch verliebt war, kam am nächsten Tag zurück, ging in die Falle und wurde in einen Käfig gesteckt.
Die Frau schaute täglich nach dem Vogel. Er war ihre ganze Leidenschaft, und sie zeigte ihn ihren Freundinnen, die meinten: ‘Du hast vielleicht ein Glück.’ Dennoch vollzog sich eine merkwürdige Veränderung: Seit sie den Vogel besaß und ihn nicht mehr zu erobern brauchte, begann sie das Interesse an ihm zu verlieren. Der Vogel, der nicht mehr fliegen konnte, was den Sinn seines Lebens ausmachte, wurde schwach, glanzlos, hässlich. Die Frau beachtete ihn nicht mehr, fütterte ihn nur noch und reinigte seinen Käfig.
Eines Tages starb der Vogel. Die Frau war tieftraurig und konnte ihn nicht vergessen. Aber sie erinnerte sich dabei nicht an den Käfig, nur an den Tag, an dem sie den Vogel zum ersten Mal gesehen hatte, wie er fröhlich zwischen den Wolken dahinflog.
Hätte sie genauer in sich hineingeschaut, so hätte sie bemerkt, dass dass, was sie am Vogel so sehr begehrte, seine Freiheit war, sein kräftiger Flügelschlag, nicht sein Körper.
Ohne den Vogel verlor auch für die Frau das Leben seinen Sinn, und der Tod klopfte an ihre Tür. – ‘Wozu bist du gekommen?’ fragte sie den Tod. – ‘Damit du wieder mit dem Vogel zusammen am Himmel fliegen kannst’, gab der Tod zur Antwort. ‘Wenn du ihn hättest fliegen und immer wiederkommen lassen, hättest du ihn geliebt und noch mehr bewundert; aber nun brauchst du mich, um ihn wiederzusehen.’

Aus dem Buch ‘Elf Minuten’ von Paulo Coelho. (Seite 228-229)

twin birds

Diese Stelle des Buches ist stets präsent in mir, aber leider mal mehr und mal weniger bewusst. Die bildhaften Worte beschreiben die Realität so zutreffend. Aber zu selten ist man sich über die Realität im Klaren.

Creative Commons License photo credit: vinay_143


Geistiger Erguss

Posted: January 13th, 2009 | Author: FrauLehmann | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 6 Comments »

Sarkophag

Zu fortgeschrittener Stunde und mit unzähligen Ermüdungserscheinungen, gab ich folgenden geistigen Erguss von mir:

Das Geschäft mit dem Tod wird immer funktionieren. Tote sterben ja nie aus.

Ich lasse das jetzt einfach mal so stehen. Meine Inspirationsquelle war übrigens dieses Thema hier.

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