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Herzensglück

Das Herz schlägt jeden Tag, rund um die Uhr, in seinem Takt. Hinter unserer Brust klopft es unaufhörlich. Ein ganzes Leben lang.

Manchmal, wenn wir nicht gut zu uns sind, verpasst es uns einen Seitenhieb und erinnert uns mit einem kurzen Schmerz daran, dass das Herz Leben bedeutet. Denn es schenkt uns nicht nur Kraft, sondern auch das Gefühl am Leben zu sein. Die Lebendigkeit in uns ist also das Herz.

Manchen Menschen ist es in ihrem Leben gegönnt noch mehr als diese Lebendigkeit zu erfahren. Das sind diejenigen, die ihr Herz mit jemand anderem teilen können. Sie öffnen ihr Herz so weit, dass jemand anders darin Platz findet und bitten sie hinein. Ob für einen kurzen oder einen langen Augenblick, das spielt für das Herz keine besondere Rolle. Denn die Fähigkeit sein Herz zu öffnen ist eine Gabe, die Menschen verlernen können. Um so schöner ist es, wenn zwei offene Herzen aufeinander treffen. Denn das nennt man Glück.

(Ich danke deinem Herz für mein Glück.)

Ein Schritt

Es war schon dunkel, als Saskia den Bahnsteig der S-Bahn erreichte. Im Schatten des Halbmondes erkannte sie den Mann mit dem schönen Hut und ein Lächeln glitt ihr über die Lippen. Verlegen schaute sie zu ihm rüber. Die Röte stieg ihr heimlich ins Gesicht. Er hatte seine Nase tief in sein Buch gesteckt. Den Titel erkannte man aus der Ferne nicht. Saskia strengte sich an, um mehr über den geheimnisvollen Hutträger zu erfahren. Ihre Blicken trafen sich. Verlegenheit machte sich breit. Ein kurzes Zögern Richtung Boden und ihre Blicke trafen sich erneut. Verschämt wendete sich Saskia von dem Unbekannten ab. “Entschuldigung, kennen wir uns”, fragte plötzlich eine klare Stimme hinter ihrem Rücken. “Ich? Wir? Also…”, Saskia war wie versteinert, als sie bemerkte, dass der Unbekannte mit seinem Hut wie aus dem Nichts bei ihr stand. “Ja, wir”, fragte er mit freundlichem Ton. “Ich weiß nicht.” Mehr bekam sie in jenem Moment nicht über die Lippen.

Das laute Quietschen der Bremsen der Bahn riss beide aus dem Gespräch. Sie stiegen gemeinsam ein. Ein Platz neben der Tür schien wie für beide gemacht. Sie setzten sich. In Schallgeschwindigkeit ging die Fahrt vorüber und so stiegen sie einen kurzen Augenblick später aus. An der Haltestelle sahen sich beide in ihre blauen Augen. In beiden Köpfen war das Bild eines Paares, was sich auf einer Blumenwiese im Sommer entgegen läuft. Schmetterlinge umgaben sie und der Geruch von Gras und Blüten erhellte die Umgebung. Zeitlupenartig machte er einen Schritt auf Saskia zu. Ein Stein war regungsvoller als sie. Er bremste ganz nah vor ihrem Gesicht und hob behutsam seine Hände, als wolle er sie schützend auf sie legen. Saskia spürte seinen warmen Atem und die Dinge um sie herum schienen wie im Nichts zu verschwinden. Ihre Versen hoben sich langsam vom nasskalten Betonboden. Sie reckte sich nach dem Hauch aus seinen Lippen. Beide schienen in ihrer Welt angekommen zu sein. Mit einem innigen Kuss besiegelten sie ihre Begegnung. Ihre Hände fest ineinander gepresst, genossen sie die Zeit. Dieser Abend war der Beginn einer tiefen Verbundenheit.

Alleinstehende

Alleinstehende. Alleinstehende sind Personen, die ohne eine feste, soziale Bindung an einen Partner, ohne Kinder und vorzugsweise auch ohne Haustiere in einem Haushalt leben. Generell scheut der Alleinstehende jegliche Verantwortung und lebt deshalb nicht nur allein, sondern auch stets distanziert zu seiner Außenwelt.

Der Begriff stammt aus dem Deutschen und bedeutet so viel wie “Unvollkommener” oder “Unvollständiger”. Dabei soll das Wort verdeutlichen, dass ein Alleinstehender abnormal lebt, da er nicht wie üblich in der deutschen Gesellschaft mit einem Partner an seiner Seite lebt. Darüber hinaus wird mit der Begrifflichkeit deutlich gemacht, dass der Partner zu einem Menschen dazu gehört, wie Arme und Beine. Einem Alleinstehenden könnte demnach neben dem ausbleibenden Partner auch ein Arm oder ein Bein fehlen. In der deutschen Statistik wird der Alleinstehende außerdem nach seinen Partnerschaften differenziert. Dabei gibt es ledige Alleinstehende, die bis dato nicht in der Lage waren, sich vor einem Standesamt trauen zu lassen oder alleinerziehende Alleinstehende, die es nicht geschafft haben, einenPartner trotz Kind an sich zu binden.

Die Verhaltensweisen von Alleinstehenden sind vielfältig definiert. Hierbei gibt es den einsamen Alleinstehenden, der allergisch auf Pärchen reagiert. Gerade zur Weihnachtszeit meidet der einsame Alleinstehende Paare, die vor namhaften und teuren Schmuckläden Gegenstände betrachten. Wehmütig zieht sich der einsame Alleinstehende dann mit Fertignahrung in seinen Bau zurück. Der gesellige Alleinstehende hingegen trifft sich an den Wochenenden mit Freunden und Bekannten, um seine Situation mit legalen und illegalen Substanzen zu verdrängen. Auch hier tritt der vollkommene Rückzug in seinen Bau nach erfolgreicher Verdrängungsphase ein.

Als Therapie für Alleinstehende hat das Internet diverse Partnerbörsen erfunden. Hier können sich Alleinstehende mehr oder minder erfolgreich von ihrem Los als Alleinstehender befreien, indem sie gegen horrende Summen mit wenig Mühe einen adäquaten Partner für ihr weiteres Leben finden. Erfolgsquoten sind garantiert!

Wer am Ende immer noch ein Alleinstehender ist, der findet in jedem örtlichen Baumarkt reißfeste Seile für nahegelegene Brücken oder Hochhäuser.

Unter diesem Begriff werde auch diverse Statistiken unserer Gesellschaft zusammengefasst.

Träumelie

Ich möchte gerne morgens aufwachen und noch Sand zwischen den Zehen haben. Und wenn ich aus dem Bett krabbele, stehen entweder meine FlipFlops bereit oder es ist nicht zu kalt barfuß durchs Haus zu laufen. An den Wänden hängen kleine Gemälde durch die seidige Vorhänge weht der Wind.

In der Küche stehen die leeren Weinflaschen der vergangenen Abende und der Hund liegt breit auf den kalten Flurfliesen. Ich pflücke frische Orangen und Oliven und vielleicht auch einen Pfirsich. Es durftet nach frischen Tee oder Kaffee. Vor dem Haus spielen Kinder im staubigen Sand und so langsam beginnt der Tag. Auch wenn es bereits weit nach Mittag ist.

Ich ziehe mich zurück und arbeite an meinem Laptop. Dazu genieße ich einen frisch gebackenen Zitronenkuchen und irgendwann kommt mein Mann und gibt mir einen verschlafenen Guten-Morgen-Kuss auf die Stirn. Wir erledigen hier und da jeder seine Dinge und am Abend gehen wir gemeinsam zu Freunden. Ein Grill-Abend am Strand steht an.

Zu Weihnachten machen wir nix, außer den Schnee vom Dach unserer kleinen Hütte fegen, weil er droht die Ziegel arg zu beschädigen. Warm eingekuschelt genießen wir die Ruhe. Draußen. Drinnen. Überall. Zum Fest muss er arbeiten und ich hüte unsere Feuerstelle. Fertig, aber glücklich, sinken wir tief in den Schlaf.

 

Sofaruhe

Auf dem Weg nach Hause bin ich glücklich den kalten U-Bahn Schacht zu erreichen. Die Tasche ist schwer und meine Schultern müde. Ich setze mich neben eine Frau im mittleren Lebensalter. Sie wirkt nervös. Ich versuche sie anzulächeln. Sie zuckt verschreckt und schaut in Windeseile weg. Sofort kramt sie ein Medikament aus ihrer Tasche. Opipramol. Ein trizyklisches Antidepressiva. Ihre Selbstgespräche werden lauter und sie schluckt hastig ein paar Pillen. Als die Bahn kommt, setze ich mich neben 2Punks. Er wirkt gelassen, sie, die gerade um die Volljährigkeit sein muss, erzählt ihm von ihrer Schwangerschaft. Muss ganz frisch sein, denn man sieht noch nix. Ein paar Jugendliche auf dem Vierer gegenüber schmeißen mit Schokoladenkeksen um sich. Mein weißes Shirt bekommt auch etwas ab. Ich werde laut, die Jungs leise. Ein paar Minuten später schmilzen die aufgehobenen Kekse in ihren Händen. Ein bisschen freue ich mich darüber. Zu Hause ist das Letzte was laut ist, das Knallen meiner Wohnungstür. Danach Ruhe. Völlige Ruhe. Auf dem Sofa sacke ich muskellos zusammen. Bis morgens bekommt mich dort niemand weg.

Erwachungsschlaf

between the sheets

Sie halten sich gegenseitig in ihren Armen. Der Herzschlag ist ruhig und besinnlich. Und aus ihren Gesichtern strahlt überirdisches Glück und tiefste Freude.

Wie lange ihre Zeit anhalten wird, wissen sie nicht.

Aber für diesen Moment scheint die Welt still zu stehen. Sie lassen die Sonne direkt über sich entflammen und genießen einfach.

Das Erwachen nach dem Schlaf ist wie alles – vergänglich!

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Nachtgestalten

Keine 5 Meter aus dem Haus treffe ich auf 2 Polen. Sie warten auf das Doppel-Korn-Delerium, ich warte auf den Bus. Freundlich bieten Sie mir einen Schluck aus ihrer Flasche an. Mein Moped kommt und ich verabschiede mich mit meinen 3 Brocken Polnisch.

Ich kann dem süßen Geruch des Crêpe-Standes nicht widerstehen. Der freundlichen Verkäufer fragt mich gefühlte 20 mal, ob mir mein mega Nutella-Teigfladen schmeckt. Er wischt dabei gemütlich über seine Arbeitsfläche und füllt die Zuckerstreuer auf. Es ist eine Stunde vor Mitternacht und ich bewundere seine muntere Freundlichkeit. Ich kann es mir nicht verkneifen ihm zu sagen, was für eine postivie Ausstrahlung er hat. Ich glaube, er hat sich gefreut.

Gleich kommt mein Zug, aber ich ziehe noch schnell eine Zigarette durch. Der Aschenbecher wird gerade von einem sehr braun gebrannten Mann gesäubert. Er fragt mich, ob ich davon gehört habe, dass vor 2 Tagen ein 87 jähriger Mann 44.000 EUR in einer Straßenbahn in Bayern vergessen, also verloren, hat. Ich verneine, wünsche einen schönen Abend und steige in die Regionalbahn.

02032009

Neben mir sitzt ein junger Mann. Ihm läuft die Nase. Aber meine mit Nutella vollgeschmierte Serviette biete ich ihm lieber nicht an. Der Schaffner schaut seinen Fahrgästen bei der Fahrscheinkontrolle ganz offen und lieb in die Augen. Ich fühle mich wohl.

Jetzt sind es nur noch wenige Minuten und die verbringe ich mit neben einem älteren Mann im Nachtbus. Wir beobachten, wie sich ein junges Mädchen die Anti-Baby-Pille in den Mund schiebt. Wir grinsen uns an, sagen aber kein Wort. Als eine junge Türkin den Bus betritt, lauschen wir beide ihrer geheimnisvollen Sprache. Bei einigen Wörtern schmunzeln wir erneut zur gleichen Zeit.

Wie schnell doch die Zeit vergeht und wie kurz Augenblicke verweilen…

Lügenlache

In einer Vase in meinem Zimmer befindet sich eine Piratenflagge. Ich weiß nicht, wo sie herkommt, aber sie passt. Sie passt so gut zu manchen Gesprächen, wie Ketchup zur Bratwurst. ‘Wie geht es dir?’ klingt es noch immer in meinen Ohren nach. Wieso fragen Menschen das, wenn sie einem genau ansehen, wie es einem geht? Kein Interesse hinter dieser Frage war jemals ernsthaft, wenn man dem Menschen sein wie-geht-es-ihm angesehen hat. Wäre  die Frage: ‘Hey, du siehst glücklich aus, ist das so?’ nicht ehrlicher?

Es ist schon erschreckend, wie gut wir Menschen unseres Gleichen manipulieren können. Eine Aktion erzeugt immer eine Reaktion. Dessen müssten wir uns doch bewusst sein? Wenn mir also jemand scheinheilig seine weißen Zähne entgegenschleudert, warum reagieren wir dann nicht wie im Tierreich mit einer ‘Achtung-Haltung’? Zähne zeigen, ist das Lächeln oder Lachen?

Halt suchen

Wenn die Einschläge immer deutlicher werden und die Mauer daraufhin immer höher gebaut wird, dann sind wir bald alleine. Also müssen wir beobachten und abwägen, aufnehmen und reduzieren. Nicht immer leicht. Aber das hat eh niemand behauptet, als wir aus Mama’s Bauch gekrabbelt sind.

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Rettung

In mir schlummern die vergangenen Erlebnisse. Sie kommen unaufhörlich hoch und lassen mich vor Angst innerlich zittern. Sie sind mein ständiger Begleiter und es ist mühsam noch mehr Seelen neben meiner zu füttern. Unaufhörlich dürsten und hungern sie nach mehr und immer mehr. Ihre Kehlen sind wie riesige Kelche, die in einen nicht aufhörenden Schlund hinunter führen. Jeder Funken Nahrung wird von ätzender Säure begleitet. Sie frisst sich unaufhörlich tiefer in meine Eingweide. Die Schmerzen sind unerträglich.

Wenn das Leben ist, was ist dann Leiden? Der momentane Zustand ist lebendiges Leiden. Wann erlange ich das Leben wieder? Dazu braucht es keine Zeit!

Wenn du kurz vor dem Ersticken bist, dann hast du 2 Möglichkeiten: zieh dir die Tüte vom Kopf oder lass sie drauf! Ich habe den riesigen Plastiksack satt. Ich bin es leid! Wenn man sich einmal an die Tüte gewöhnt hat … dann bekommt man sie trotzdem entfernt.

have a nice day

So ziehe ich behutsam und bei vollem Bewusstsein den grauen Schleier beiseite und schaue auf die Welt – eine neue Welt. Die Farben springen mir entgegen und ein frischer Wind weht mir um die Nase. Und ich atme – ohne an der Plastiktüte zu ersticken und füttere ab jetzt nur noch meine Seele.

Frieden? Frieden!

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Vogelfrei

Es war einmal ein Vogel. Er besaß ein Paar vollkommener Flügel und glänzende, bunte, wunderbare Federn und war dazu geschaffen, frei am Himmel zu fliegen, denen zur Freude, die ihn sahen.
Eines Tages sah eine Frau diesen Vogel und verliebte sich in ihn. Sie schaute mit vor Staunen offenem Mund seinem Flug zu, ihr Herz schlug schneller, ihre Augen leuchteten vor Aufregung. Er bat sie, ihn zu begleiten, und beide schwebten in vollkommener Harmonie am Himmel. Und sie bewunderte, verehrte, feierte den Vogel.
Aber dann dachte sie: Vielleicht möchte er ferne Gebirge kennenlernen! Und die Frau bekam Angst. Fürchtete, dass sie so etwas mit einem anderen Vogel nie wieder erleben könnte. Und sie wurde neidisch auf den Vogel, der aus eigener Kraft fliegen konnte.
Und sie fühlte sich allein.
Und dachte: ‘Ich werde dem Vogel eine Falle stellen. Wenn er zurückkommt, wird er nie wieder wegfliegen können.’
Der Vogel, der auch verliebt war, kam am nächsten Tag zurück, ging in die Falle und wurde in einen Käfig gesteckt.
Die Frau schaute täglich nach dem Vogel. Er war ihre ganze Leidenschaft, und sie zeigte ihn ihren Freundinnen, die meinten: ‘Du hast vielleicht ein Glück.’ Dennoch vollzog sich eine merkwürdige Veränderung: Seit sie den Vogel besaß und ihn nicht mehr zu erobern brauchte, begann sie das Interesse an ihm zu verlieren. Der Vogel, der nicht mehr fliegen konnte, was den Sinn seines Lebens ausmachte, wurde schwach, glanzlos, hässlich. Die Frau beachtete ihn nicht mehr, fütterte ihn nur noch und reinigte seinen Käfig.
Eines Tages starb der Vogel. Die Frau war tieftraurig und konnte ihn nicht vergessen. Aber sie erinnerte sich dabei nicht an den Käfig, nur an den Tag, an dem sie den Vogel zum ersten Mal gesehen hatte, wie er fröhlich zwischen den Wolken dahinflog.
Hätte sie genauer in sich hineingeschaut, so hätte sie bemerkt, dass dass, was sie am Vogel so sehr begehrte, seine Freiheit war, sein kräftiger Flügelschlag, nicht sein Körper.
Ohne den Vogel verlor auch für die Frau das Leben seinen Sinn, und der Tod klopfte an ihre Tür. – ‘Wozu bist du gekommen?’ fragte sie den Tod. – ‘Damit du wieder mit dem Vogel zusammen am Himmel fliegen kannst’, gab der Tod zur Antwort. ‘Wenn du ihn hättest fliegen und immer wiederkommen lassen, hättest du ihn geliebt und noch mehr bewundert; aber nun brauchst du mich, um ihn wiederzusehen.’

Aus dem Buch ‘Elf Minuten’ von Paulo Coelho. (Seite 228-229)

twin birds

Diese Stelle des Buches ist stets präsent in mir, aber leider mal mehr und mal weniger bewusst. Die bildhaften Worte beschreiben die Realität so zutreffend. Aber zu selten ist man sich über die Realität im Klaren.

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Daily Day

Ein langer Tag neigt sich stündlich dem Ende zu. Auf den Ohren liegt Al Stewart mit ‘The Year of the Cat’. Die Gedanken kreisen um einen schon etwas länger zurück liegenden Abend, der mich an die talentierten Hände eines Künstlers erinnert. Seine Bilder geben die Seele des Meeres wieder. Zumindest so, wie ich das Meer vor unserer Haustür kenne. Ein Beispiel:

lars-moller-meer

Ich sauge so lange ich kann die Luft um mich herum ein. Der Lautsärkepegel ist unfassbar. Das salzige und eiskalte Wasser säumt meine Füße und kitzelnd zieht der Ozean den Sand unter mir in die Ferne. Der sonst fast weiß schimmernde Sand ist durch die rauen Wellen dunkel gefärbt und wirkt fast bedrohend. Viele kleine Muscheln liegen in winzig kleine Teile zerbarsten im nassen Sand. Ihr Schicksal endet dort, wo die Reichweite der Welle endet. Die Arme des Meeres haben also eine begrenzte Reichweite. Und was ist mit den Beinen?

Mein Respekt vor dem Meer ist unbeschreiblich. Der vor der Kunst von Lars Möller übrigens auch. Wenn ich groß bin, dann kaufe ich mir das Bild. ;-)

[Bild Seestueck . 100 x 180 . Öl/ Lnw . 2006]

Gerhard Schöne

Es gibt Menschen, die haben sich tief in meinen Kopf gebrannt. Darunter zählt Gerhard Schöne. Während meiner Kindheit hatten wir alle Schallplatten seiner Kinderliedersammlung. Und ich habe sie immer bis tief in die Nacht verschlungen. Seine Texte klären spielerisch und durch seine bildhaften Umschreibungen einprägsam über das auf, was einem Kind im Erwachsenenleben bewusster werden wird. Darunter fallen z.B. Themen wie Krieg, Natur und Liebe. Genug geredet. Listen and repeat:

Track 1

Track 2

Track 3

Für mich wurden dank Gerhard Schöne Brücken geschaffen, die viele Kinder heute nicht kennen. Ich bin sehr dankbar für diese Lebensbereicherung, die ich auch als Erwachsener noch genieße. Und nun wünsche ich auch den DDR-Pessimisten viel Spaß beim Hören. :D

Deine Zeit ist um

Wenn ich auf den Kalender schaue, dann kann ich es kaum fassen, dass das Jahr schon wieder in den letzten Zuckungen steckt. Dabei ist die Zeit dieses Jahr viel langsamer vergangen, als die Jahre zuvor. Gefühlt zumindest. Das muss wohl an meiner intensiven Lebensweise liegen. :-)

Wenn ich zurückblicke, dann fallen mir folgende Dinge spontan ein:

  • Die unzähligen Nächte auf den Straßen und in den Clubs von Kopenhagen.
  • Sonne, Sand und das Meer satt, geteilt mit zu vielen Urlaubern.
  • Das erste mal geflogen.
  • Einen Swingerclub mal von Innen betrachtet und gemocht.
  • Unglaubliche Begegnungen gemacht, ausgeweitet und Bänder geknüpft.
  • Viele neue Denkrichtungen und Informationen eingeholt.
  • Erneut mit einem 3,5 Tonner meinen Umzug alleine gefahren.
  • Das erste mal Sympathien für einen amerikanischen Präsidenten gehegt.
  • Einen Grundstein für meine berufliche Zukunft gelegt und darauf weitergebaut.

Manche Dinge scheinen so fern zu sein, obwohl sie in diesem Jahr stattgefunden haben. Die Erinnerung daran ist schön, aber bald kommt ein neues Jahr und die Zeit von dir, liebes 2008, ist dann abgelaufen. Der Rückblick wird mich nicht voranbringen, darum überlasse ich die Zeit jetzt der Zeit und konzentriere mich wieder auf das Jetzt. Und wie seht ihr das so? :-)

Neutronenregentropfen

Ihr wisst sicherlich, wie es aussieht, wenn ein Vulkan ausbricht: heiße Gesteinsbrocken in roten und gelben Farbtönen sprühen kontraktionsförmig aus dem Schlund des Vulkans. So oder so ähnlich sieht es manchmal in meinem Kopf aus. Es scheint dann, als wenn sich alle Neuronen in meinem Kopf zu einer Überraschungsparty treffen. Und die Feier ist heftig!

Manchmal bin ich von der Welt überfordert: ich verändere mein Leben Stück für Stück und um mich herum wandeln sich die Dinge wie der Schatten zum Licht. Hinter jedem Tag verbirgt sich ein Abenteuer und das gilt es zu erleben. Doch ab und zu würde ich gern den Schalter ausknipsen und eine kleine Ruhepause einlegen. Oder durch das Anhalten der Zeit ein Stück Frieden erhaschen. Ich frage mich in solchen Momenten oft, wie es wäre, wenn ich plötzlich allein auf der Erde wäre? In einem Traum vor ein paar Tagen waren alle um mich herum gestorben. Nur meine Oma redete als Engel mit mir.

Am nächsten Tag prasselten dann die unzähligen Informationen der Welt P1190217wie Regentropfen auf Blätter am Boden auf mich nieder. Irgendwann hat man sich so daran gewöhnt, dass man gar nichts mehr merkt und ziellos durch den dauernden Niederschlag rennt.

Wenn man sich ganz bewusst wieder auf das besinnt, was man möchte und zu seinem Weg zurückkehrt, dann ist diese investierte Kraft nicht vergeudet. Es kostet ein wenig Energie, aber wenn man im Regen stehen bleibt, dann wird es nicht besser. ;-)

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Nachempfindung

Am Sonntag Abend zappten wir uns durch das Fernsehprogramm. Da die meisten Filme nur noch wenige Minuten liefen, blieben wir bei einem stehen, der gerade erst begonnen hatte: ‘Attentat auf Richard Nixon’ mit Jean Penn passte zum Einen zu den Präsidentschaftswahlen in den USA und zum Anderen versprach der Schauspieler eine klasse Darbietung zu bringen.

TV Programm

Attentat auf Richard Nixon – 02.11.2008 00:05 – ARD

Bedrückender Film mit einem brillanten Sean Penn.

Sein Hund ist der einzige echte Freund, den Sam (Sean Penn) noch hat. Bekommt er sein Leben wieder in den Griff?

Sein Hund ist der einzige echte Freund, den Sam (Sean Penn) noch hat. Bekommt er sein Leben wieder in den Griff? © ARD / DegetoSam kann nicht lügen, deshalb ist er in seinem Job als Verkäufer auch nicht erfolgreich. Als seine Frau Marie (Naomi Watts) auch noch die Scheidung einreicht, knallen bei Sam die Sicherungen durch. Die Schuld an seinem Versagen gibt er dem System und an dessen Spitze, Präsident Richard Nixon. Sam plant, ein Flugzeug zu entführen, um damit ins Weiße Haus zu fliegen und den Präsidenten zu töten. Bedrückender Film mit einem brillanten Sean Penn. Mit Sean Penn, Naomi Watts, Don Cheadle.

Ich weiß nicht, wie viele von euch den Film gesehen haben. Mein Gefühl während fast jeder Szene war absolute Nachempfindung. Und ich kann euch genau sagen warum:

  • Sam Bicke hat die Lügen satt, die er den Kunden auftischen muss, um Geld für sein Leben zu erhalten.

Ich hätte einen ‘für die Gesellschaft’ guten Job haben können, in dem ich durch Lügen ein monatliches Gehalt zum Leben gehabt hätte.

  • Sam Bicke hört niemand zu. Seine Persönlichkeit wird von niemandem wahrgenommen oder angenommen.

In meiner Jugend, und teilweise noch heute, habe ich mich nie ernst genommen gefühlt. Das geht sogar so weit, dass ich sagen würde, das mein ICH nie repsektiert wurde/wird.

  • Sam Bicke ist intelligent. Er hat Ideen und steht zu 100% hinter ihnen. Die perfekte Voraussetzung für eine 100% Umsetzung. Aber niemand nimmt ihn und seine Ideen für voll.

Ich bin intelligent und zielstrebig, um meine Ideen zu 100% umsetzen zu können. Doch Unterstützung bekomme ich dabei herzlich wenig.

  • Sam Bicke versucht seine Gefühle und Gedanken in Worte zu packen. Doch niemand ‘will’ oder ‘kann’ ihn verstehen. Das Gesprochene wird schnell falsch interpretiert.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich meine Gedanken und Gefühle auch nicht in Worte packen kann. Trotzdem versuche ich es und dabei werde ich oft falsch verstanden.

  • Sam Bicke hat einen schwarzen Freund. Durch sein ‘Anderssein’, nämlich seiner Hautfarbe, wird er von der ‘Gesellschaft’ teilweise respektlos behandelt. Er hat resigniert und lebt damit.

Meine Freunde werden oft schief angeschaut und nicht ernst genommen, weil sie anders denken, als die ‘Gesellschaft’.

  • Sam Bicke übt Kritik am politischen System. Er erkennt die falschen Versprechen der Regierung und wehrt sich nach Außen sowie nach Innen dagegen.

Ich habe festgestellt, dass ich nicht so leben kann, wie die ‘Gesellschaft’ es gerne hätte. Meine Offenheit das zu zeigen, stößt nicht überall auf Gegenliebe.

  • Sam Bicke erlebt Phasen, in denen er sich so allein fühlt, das sein Körper förmlich betäubt ist oder er die Kontrolle über ihn verliert.

In meiner Jugend habe ich schwere Wutausbrüche gehabt, wenn ich nicht reskepktiert worden bin. Ich habe mich taub in eine Ecke zurückgezogen und hatte üble Gedanken für meine Mitmenschen übrig.

Durch die vielen Parallenen, und ich habe nur einige Beispiele aufgezählt, habe ich mich teilweise in Sam Bicke gesehen. Der Film steckt, mit Ausnahme des geplanten Attentats, voller Nachempfindung meinerseits. Das System in dem wir leben, empfinde ich ebenfalls als erkrankt. Der Preis, sich dem nicht zu ergeben, ist hoch! Ich habe mich soweit unter Kontrolle, dass ich das mit mir allein ausmachen kann. Meinen Weg werde ich fortsetzen und ich danke Gott dafür, dass es Menschen gibt, die mich verstehen und ich nicht wie Sam Bicke handele.

Außenseiter

Manchmal frage ich mich, ob wir so geboren werden, wie wir jetzt sind. Ist etwas an dem ‘das ist meine Bestimmung’? Und wenn ja, ab wann beginnt die Bestimmung eines jeden Einzelnen von uns? Ein alter Mann kämpft unter seiner Brücke auf Leben und Tod gegen die Kälte, war das schon im Mutterleib vorherbestimmt? Barack Obama ist Präsidentschaftskanditat der Vereinigten Staaten von Amerika, war das immer seine Bestimmung?

Finally, the last one

Ich selbst war einmal Kind und kann mich noch sehr gut an die Dinge erinnern, die da abliefen.(1) Ich war eine sehr gute Schülerin, eigentlich immer die Klassenbeste. Nach der Schule traf ich mich gern mit ein paar Mädels um zu Spielen. Wir waren Prinzessinnen, Puppenmuttis und Lehrerinnen. Unser Haus war stets für alle Gäste offen, ebenso meine Familie. Ich erkannte frühzeitig, dass Menschen unterschiedlich sind. Darüber machte ich mir schon als kleines Mädchen viele Gedanken. Ich erinner mich noch gut an meinen 4. Geburtstag, wo ich so gar keinen verstanden habe. Dabei waren alle Geburtstagsgäste vertraute Menschen. Ich interessierte mich plötzlich für die Muster auf unserem Geschirr und fragte mich, wer das wohl gemalt hätte und wer sich soetwas Schönes ausdenkt. Als ich meine Gedanken frei äußerte, schauten mich alle merkwürdig an und die Bemerkung ‘du bist aber komisch’ ist mir bis heute in Erinnerung geblieben. Und ich kann euch versichern, dass das bei Weitem die einfachsten Gedanken in meinem Kopf waren/ sind! Da ich bis heute die selben Denkmuster aufweise, frage ich mich, ob etwas mit der Muttermilch die ich bekam nicht stimmte oder ob Gott mich so vorgesehen hat für diese Welt?

Heute weiß ich, dass diese Art zu mir gehört und mich ausmacht. Verstehen und akzeptieren tun sie nur die Menschen, die mich so annehmen, wie ich bin. Von der ‘allgemeinen Gesellschaft’ wird man ziemlich schnell aussortiert als ‘sonderbar’ oder ‘komisch’. Hier frage ich mich, wer überhaupt darüber entscheidet, was ‘Normal’ ist und was nicht. Und was macht einen ‘Außenseiter’ aus? Wenn ich mich dagegen entscheide mich in dem ‘Rad der Welt’ mitzudrehen, warum wird das nicht einfach angenommen? Lassen wir uns von Geld und Macht soweit manipulieren, dass nicht mehr der Mensch ansich zählt, sondern nur seine Fähigkeit zur Manipulationsbereitschaft honoriert wird?

Die Basis, die man zur Entstehung eines Menschen benötigt, ist Liebe. Wenn zwei Menschen in diesem Moment ein neues Lebenwesen zeugen, dann ist da nur Liebe und nichts als Liebe. Entlässt man diesen Menschen in die Welt, kann es passieren, dass die Liebe wie ein Tropfen Wasser im trockenen Erdboden versickert. Es entwickeln sich stattdessen Abwehrmechanismen, Zwänge und Ängste bahnen sich ihren Weg. Etwas zum Füllen der Lücke findet sich immer.

Meine Defizite kann ich seit knapp einem Jahr ausfindig machen und weiß sie auch zu kompensieren – mit Liebe! Wenn ich einmal keine Antworten auf meine Fragen finde, dann weiß ich, dass die Liebe immer da ist, in mir. Sich darauf zu besinnen, lässt mich zu meinem Weg zurück finden. Der Weg der Liebe!

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  1. Wahrscheinlich, weil es bei mir noch nicht so lange her ist (back)

Gedicht #1

Wenn zwei Glühwürmchen sich paaren, erhellt sich dann das Licht?

Wenn zwei Liebende sich begegnen, gewinnt die Liebe dann an Gewicht?

Wenn zwei Seelen sich treffen, ist die Verschmelzung beider dann Pflicht?

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Wenn Gott auf ein Blatt Papier passt, wie groß muss dieses dann sein?

Wenn Liebe schmutzig sein kann, wer macht sie dann wieder rein?

Wenn Menschen zueinander grob sind, warum ist die Haut dann so fein?

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Wenn die Augen strahlen und funkeln, nennt man das dann Glück?

Wenn das Herz verlangt was es verlangt, wer gibt ihm etwas zurück?

Wenn man die Zeit einfach genießt, verpasst man dann ein Stück?

by FrauLehmann

.Ich habe meine Antwort auf diese Fragen und schicke einen lieben Dank gen Himmel für unsere Begegnung. Heart 2

Misstrauen

Klare Sonnenstrahlen blitzen portuberanzenähnlich durch den winzigen Schlitz der Schallosie™. Meine Augen mühen sich noch die Helligkeit zu akzeptieren. Doch langsam befreie ich mich aus meinem Kuschelgemach und starte in den Tag.

Mein Ausblick zeigt die Farbenpracht der ällmählich welkenden Blätter. Ich freue mich auf alles, was heute kommen wird. Vollgetankt mit Energie sauge ich die frische Luft in meine Lungen und pumpe den reinen Sauerstoff in jede einzelne Kapillare meines Körpers. Dabei sind meine Augen fest verschlossen und öffnen sich erst kurz danach für den Blick gen Himmel. Der Horizont ist grenzenlos.

Begegnungen werden wir immer haben. Mich erstaunt dabei immer wieder das Misstrauen, was Menschen gegenüber ihres Gleichen haben. Kein Wort, nur Blicke bestimmen dabei die Gedanken und das meist darauf folgende Urteil. Und damit bescheißen sie sich alle selbst: die Angst davor enttäuscht zu werden, dominiert alles Handeln. Warum hat man vor etwas Angst, was noch nicht eingetreten ist? Fühlt sich Misstrauen so gut an, dass man es mit sich herum tragen muss?

basic_ipWenn wir in die Natur gehen, dann schenkt sie uns ihre Schönheit. Dann ist da kein Misstrauen, dass wir sie eventuell zerstören. Da ist nur reine Liebe, die uns geschenkt wird. Die Natur misstraut auch nicht ihres Gleichen. Sie lebt in ihrem natürlichen Einklang mit sich und ihrer Umwelt. Sie lügt sich nicht an, spricht aber klare Worte, die jeder versteht.

Nur wir Menschen misstrauen, lügen und zerstören damit vieles, wenn nicht sogar alles. Ich hoffe mir noch lange meine Offenheit gegenüber der Natur, aber auch den Menschen, erhalten zu können, denn das ist ein schönes Gefühl, was ich ungern in meinem Herzen vergraben möchte.

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Vorangang

Alles, was wir machen, ist mit Energie verbunden. Ob wir atmen und dabei unsere Lungen betätigen, wenn wir Leben zeugen und es dann in die Welt entlassen oder ob wir ein bestimmtes Ziel erreichen wollen und dabei manchmal über uns selbst hinauswachsen. Manchmal schwitzen wir dabei und der Kopf raucht bis zum Abwinken. Mal liegen dicke Felsbrocken zwischen dem Weg vom Tal zum Gipfel und mal kommen wir schwebend voran. Wichtig ist doch nur, dass wir bei allem, was wir machen, glücklich und wir selbst sind. :-)

[Link]

Helfende Hände

Jeder Ort ist anders. Und jedes mal stellt man sich auf die neuen Gegebenheiten ein. Ob es der Weg zu den öffentlichen Verkehrsmitteln ist oder die Einkaufsmöglichkeiten um die Ecke. Alles wird neu entdeckt. Mein Organisationstalent in allen Ehren. Aber alles kann ich nicht allein schaffen. Um so mehr, nahm ich heute die helfenden Hände meiner Mama entgegen. Sie ist mittlerweile auch ein paar mal umgezogen, ebenso wie ihr Lebensgefährte. Aus früheren Behausungen haben sich viele kleine Dinge angesammelt, die sie beide gern weitergeben möchte. Es fühlte sich an, wie das Beschreiten einer riesigen Schatzkammer. Ich flog wie eine Feder durch die Gänge und pickte willkürlich mit dem Finger Gegenstände heraus. Der vertraute Geruch und die Wiedererkennung einzelner Stücke erweckte ein wohliges Gefühl in mir. Kennt ihr das? Wenn man etwas ganz lange nicht vor Augen hatte, dann ist das wie ein Neukauf. Irgendwie fühlt es sich warm und befriedigend an. Und dabei ist es gar nicht neu. So ist das auch manchmal mit Kleidungsstücken. Nun habe ich mir einen Sprinter mit 3,20 m Ladefläche reservieren lassen. Und es muss alles mit! Ohne Widerrede! Mein Papa sagt: ‘Wenn ich packe, dann bekommst du auch noch meine komplette Hauseinrichtung mit!’ Ok, ich vertraue da ganz auf die väterlichen Packfähigkeiten. ;-)

Nun hocke ich mit meiner Mama im Wohnzimmer mit einem Glas Wein, oder auch zwei, oder drei. Wir schauen uns wie zwei Girlies den neuen IKEA Katalog an und machen Eselsohren in unzählige Seiten. Überall um uns herum liegen leere Pistazienschalen. Trotz mangelndem, räumlichen Vorstellungsvermögen meiner weiblichen Person sehe ich mit den neuen Gegenständen schon genau die Wohnung bestückt vor mir. Mittwoch, der 1. Oktober, wird ein harter Tag, aber ich pflege da ganz die optimistische Haltung Obamas: ‘Yes we can’. :-)