Wir Pfirsiche

Am Anfang waren das Bienchen und das Blümchen. Aus deren Begegnung keimte eine Zelle auf und es entsprang ein Pfirsichbäumchen. Er entwuchs aus dem Boden der Welt und gedeihte kräftig. Eines Tages trug das Pfirsichbäumchen Früchte und eines davon warst du. Der Kern einst so winzig, begann nach und nach an Fülle zu entwickeln. Immer fester wurde die Hülle und als bald war sie so reif, dass sie in der Blüte des Lebens stand. Schaurige Gewitter und purer Sonnenschein zogen am kleinen Pfirsich vorüber. Bis eines Tages der Stil zur Welt des Pfirsichbäumchens brach. Der Pfirsich fiel zu Boden und seine Haut begann zu verwelken. Kleine Löcher fraßen sich in die schöne Hülle des Lebens und hinterließen sichtbare Spuren. Und irgendwann war er weg, der Pfirsich. Nur noch das Bäumchen stand beharrlich im Wind und trotzte dem Wetter. Bis irgendwann ein Bienchen den Pfirsichbaum besuchte…

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Surf

Undertiden drømmer jeg fra surfet. Jeg har lys hår og brun hud. Under mit arm er et surfbræd og jeg danser i takt til bølgen. Solen brænder sig i min krop og jeg elsker den rød farve på arme, bene og bryst. Jeg tænker ingen ting, bare om hvornår jeg skal gå igen i vanden og surfer op til den mørke nat. Mine venner har alle samt lys hår og brun huld. Vi er naturen, vi er surfer. Livet er så simpelthen. Også sanden er en familiemedlem. Men det er helt i orden for os. Kan drømmen ikke være virkeligheden? Jeg skal lære surf snart!

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Angeklagt

Mit gesunkenem Kopf stehst du vor der Masse. Ihre Blicke durchbohren dich. Du spürst jedes einzelne Auge auf deinem Körper. Wie Stecknadeln sezieren sie deine Haut. Alles nur ein böser Traum? Manchmal erwachst du und stellst zufrieden die Realität fest. Aber schon kurz darauf verfällst du wieder in deinen Dauerschlaf. Rütteln und Schütteln hilft nicht, denn mit deinen tausend Gedanken bist du festgesaugt. Vorbei an der Wirklichkeit. Hinein ins Nichts. Und dann beschwerst du dich über deine Situation? Sperrst dich selbst vom Leben aus? Schluckst den Schlüssel deines Käfigs freiwillig hinunter wie eine Leibspeise? There is nothing to complain about! Think about it! Jedenfalls ist deine Selbstanklage im Vergleich zum Weltgerichtshof verschwindend gering. Think about it!

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Der große Schmetterling

Unendlich viele Regenbögen spiegeln sich auf seinen Flügel wider. Sobald er in die Lüfte abhebt, breiten sich die Schwingen des Schmetterlings bis über die Grenzen aller Länder hinweg aus. Noch weit entfernt spürt man den Luftzug seine Fluges. Wie ein weicher Wind streichelt er den Menschen über das Gesicht, durch das Haar und manche bekommen sogar eine Gänsehaut dabei.

 

Ständig ist er auf der Reise. Er rastet hier und da. Aber ruhen tut er nie. Seine Augen sehen selbst wenn sie geschlossen sind alles. Und sie sehen auch das Nichts. Darauf versucht der große Schmetterling uns aufmerksam zu machen. Seine Mühe kostet ihn nichts, aber uns sehr viel. Und nun steht ein weiterer Kampf für ihn bevor – der Kampf gegen Biene Maja.

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Gedicht #1

Wenn zwei Glühwürmchen sich paaren, erhellt sich dann das Licht?

Wenn zwei Liebende sich begegnen, gewinnt die Liebe dann an Gewicht?

Wenn zwei Seelen sich treffen, ist die Verschmelzung beider dann Pflicht?

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Wenn Gott auf ein Blatt Papier passt, wie groß muss dieses dann sein?

Wenn Liebe schmutzig sein kann, wer macht sie dann wieder rein?

Wenn Menschen zueinander grob sind, warum ist die Haut dann so fein?

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Wenn die Augen strahlen und funkeln, nennt man das dann Glück?

Wenn das Herz verlangt was es verlangt, wer gibt ihm etwas zurück?

Wenn man die Zeit einfach genießt, verpasst man dann ein Stück?

by FrauLehmann

	
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