Tag Archives: ICH
Friday, August 20, 2010 – 10:06 PM
Es gab mal ein Mädchen. Sie hatte eine unglaubliche Ausstrahlung. Ihre Gestik und Mimik haben mich immer verzaubert. Lange Zeit wollte ich so sein wie sie. So lachen und dabei mit den Augen so strahlen wie sie. Ihre Hände waren geschickt in Malerei und das kann ich bis heute nicht.

Ich habe lange nichts von ihr gehört oder gelesen. Was sie macht, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen. Immer, wenn wir uns gesehen haben, wurde es zwischen uns distanzierter. Vielleicht ist das im Leben einfach so. Ich habe ihr bis heute nicht gesagt, was ich von ihr halte oder wie ich sie sehe. Aber ich habe etwas gefunden, was sie mir hätte nie geben können oder besser, was ich hätte von ihr erwarten oder klauen können: mich. Und es fühlt sich viel besser an, als ich vermutet habe. Es ist mein Lachen mit meinem Glanz in den Augen. Meine Gestik und Mimik finde ich umwerfend. Nichts desto trotz danke, an das Mädchen, was mir gezeigt hat, wie man man selbst sein kann.
Tags Augen, Bewunderung, Erkenntnis, Gestik, Glanz, ICH, Jugend, Lachen, Leben, Liebe, Mädchen, Malen, Mensch, Mimik
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Monday, April 12, 2010 – 10:08 PM
Sunday, March 21, 2010 – 10:18 PM
I had a nice nursery and big windows. I had a car and a piano in my own house. I had a garden and all kinds of flowers you can imagine. I had good times with my brother and the rest of my family. I had blonde hair, sometimes shorter, sometimes longer. I had coffee and tea and both with alcohol. I had wishes and dreams and the reality. I had promises and a broken heart. I had satisfaction and tears in my eyes. I had friends and people who wanted to be my friends. I had debts and cash flow. I had broken shoes and a wedding dress. I had air in my lungs and dust in my mouth. I had almost everything, but I never had me and I had never me.
Tags Anfang, Auto, Besitz, Ende, Gedanken, gehen, Geld, haben, Haus, ICH, Leben, Liebe, Mensch, Weg, Welt, Zeit
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Thursday, January 7, 2010 – 8:42 PM
Ich möchte sein, wie ich bin. Atmen, wie ich möchte und nicht atmen, wenn ich nicht will. Ich möchte sein gelassen werden, wenn ich es brauche und nicht sein gelassen werden, wenn es für mich besser wäre. Ich kann scheiße sein, das steht außer Frage. Aber das bin dann ich. Und es hat auch nur was mit mir zu tun. Vielleicht ist das was ich verlange zu viel verlangt. Ich kann aber so sein.
Friday, January 1, 2010 – 6:58 PM
Im stillen Kämmerlein
schließ’ ich mich ein.
Bin mein.
Kann sein.
by FrauLehmann
Tuesday, December 29, 2009 – 2:50 AM
Planänderung – fängt mir Umstrukturierung der Ablageflächen an. Habe dann mal angefangen. Der rote Faden hat keinen Anfang und kein Ende.
Friday, August 7, 2009 – 7:05 PM
Auf dem Weg nach Hause bin ich glücklich den kalten U-Bahn Schacht zu erreichen. Die Tasche ist schwer und meine Schultern müde. Ich setze mich neben eine Frau im mittleren Lebensalter. Sie wirkt nervös. Ich versuche sie anzulächeln. Sie zuckt verschreckt und schaut in Windeseile weg. Sofort kramt sie ein Medikament aus ihrer Tasche. Opipramol. Ein trizyklisches Antidepressiva. Ihre Selbstgespräche werden lauter und sie schluckt hastig ein paar Pillen. Als die Bahn kommt, setze ich mich neben 2Punks. Er wirkt gelassen, sie, die gerade um die Volljährigkeit sein muss, erzählt ihm von ihrer Schwangerschaft. Muss ganz frisch sein, denn man sieht noch nix. Ein paar Jugendliche auf dem Vierer gegenüber schmeißen mit Schokoladenkeksen um sich. Mein weißes Shirt bekommt auch etwas ab. Ich werde laut, die Jungs leise. Ein paar Minuten später schmilzen die aufgehobenen Kekse in ihren Händen. Ein bisschen freue ich mich darüber. Zu Hause ist das Letzte was laut ist, das Knallen meiner Wohnungstür. Danach Ruhe. Völlige Ruhe. Auf dem Sofa sacke ich muskellos zusammen. Bis morgens bekommt mich dort niemand weg.
Tags Antidepressiva, Begegnung, Depression, Erde, Frau, Gespräch, Glück, Hand, Hände, Haus, ICH, Jugend, Jugendliche, jung, Knall, Leben, Lebensalter, Liebe, Medikament, Menschen, Minute, Morgen, müde, Muskel, Opipramol, Ort, Pille, Punk, Ruhe, Schacht, Schlaf, Schlafen, Schokolade, Schreck, Schulter, Schultern, Schwangerschaft, schwer, Selbstgespräch, Sofa, Suche, Tasche, Tür, U-Bahn, Volljährigkeit, Weg, Welt, Wind, Windeseile, Wohnung, Wohnungstür, zu Hause
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Saturday, June 27, 2009 – 5:09 PM
Ihr mögt vielleicht gestärkt in eurer Haltung sein. Das bin ich auch! Ihr habt vielleicht eure Ansicht von Dingen, die euch interessieren. Mich interessiert aber noch viel mehr! Euer Urteil ist schneller gefällt, als alle Richter zusammen entscheiden können. Und ich sage euch, nur einer darf richten und tut es trotzdem nicht! Eure Position scheint stabil zu sein. Aber die bröckelnde Fassade ist längst am einstürzen! Ihr nennt ‘Achtung’ euren zweiten Vornamen und merkt nicht, wie respektlos ihr seid! Konsum ist euer Leben. Meins nicht! Ihr nehmt die Gesellschaft als euren Spiegel. Ich schäme mich dafür! Ihr liebt alle ganz romantisch. Ich liebe mit dem Herzen!
Tags Achtung, Ansicht, Demut, Ehre, Erde, Fassade, Gedanken, Gesellschaft, Glanz, Gott, Herz, Hoffnung, ICH, Konsum, Leben, Liebe, lieben, Mensch, Menschen, Position, Ratzpekt, Respekt, Richter, Schein, Spiegel, Urteil, Welt
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Thursday, June 4, 2009 – 8:37 PM
Ich muss ständig an ihre Hände denken. Als Kind haben sie mich gestreichelt, wenn ich Aua hatte. Und niemand konnte den Kuchenteig besser kneten, als ihre Hände.
Im Laufe der Jahre haben sich ihre Händer verändert. Die Adern sieht man jetzt deutlicher als früher und kleine Fältchen haben sich tief eingeprägt. Trotzdem sind sie für mich immernoch wunderschön.
Ich habe ihre Hände sehr lange nicht mehr gesehen und ich würde so gerne sehen, wie sie aussehen und sich verändert haben. Ich denke ständig an sie…
photo credit: gingerfuhrer
Tags Ader, Adern, Arm, Dank, Denken, Falten, Frau, Gedanken, Hand, Hände, ICH, Jahr, Jetzt, Kind, Kuchen, Leben, Licht, Liebe, Mama, Menschen, schön, Selbst, Wunde
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Wednesday, January 21, 2009 – 1:09 AM
In mir schlummern die vergangenen Erlebnisse. Sie kommen unaufhörlich hoch und lassen mich vor Angst innerlich zittern. Sie sind mein ständiger Begleiter und es ist mühsam noch mehr Seelen neben meiner zu füttern. Unaufhörlich dürsten und hungern sie nach mehr und immer mehr. Ihre Kehlen sind wie riesige Kelche, die in einen nicht aufhörenden Schlund hinunter führen. Jeder Funken Nahrung wird von ätzender Säure begleitet. Sie frisst sich unaufhörlich tiefer in meine Eingweide. Die Schmerzen sind unerträglich.
Wenn das Leben ist, was ist dann Leiden? Der momentane Zustand ist lebendiges Leiden. Wann erlange ich das Leben wieder? Dazu braucht es keine Zeit!
Wenn du kurz vor dem Ersticken bist, dann hast du 2 Möglichkeiten: zieh dir die Tüte vom Kopf oder lass sie drauf! Ich habe den riesigen Plastiksack satt. Ich bin es leid! Wenn man sich einmal an die Tüte gewöhnt hat … dann bekommt man sie trotzdem entfernt.

So ziehe ich behutsam und bei vollem Bewusstsein den grauen Schleier beiseite und schaue auf die Welt – eine neue Welt. Die Farben springen mir entgegen und ein frischer Wind weht mir um die Nase. Und ich atme – ohne an der Plastiktüte zu ersticken und füttere ab jetzt nur noch meine Seele.
Frieden? Frieden!
photo credit: loop_oh
Tags Angst, Aufgabe, Augen, Begleiter, Bewusstsein, Ende, Erde, Farbe, Farben, FrauLehmann, Freude, Frieden, Gespräch, Glück, Gott, Handeln, Herz, ICH, Jetzt, Kopf, Körper, Leben, Licht, Liebe, Luft, Menschen, Möglichkeit, Mund, Nase, Peace, Schleier, Seele, Text, Tod, Weg, Welt, Wind, Zeit, Zustand
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Monday, January 12, 2009 – 11:13 PM
Ein langer Tag neigt sich stündlich dem Ende zu. Auf den Ohren liegt Al Stewart mit ‘The Year of the Cat’. Die Gedanken kreisen um einen schon etwas länger zurück liegenden Abend, der mich an die talentierten Hände eines Künstlers erinnert. Seine Bilder geben die Seele des Meeres wieder. Zumindest so, wie ich das Meer vor unserer Haustür kenne. Ein Beispiel:

Ich sauge so lange ich kann die Luft um mich herum ein. Der Lautsärkepegel ist unfassbar. Das salzige und eiskalte Wasser säumt meine Füße und kitzelnd zieht der Ozean den Sand unter mir in die Ferne. Der sonst fast weiß schimmernde Sand ist durch die rauen Wellen dunkel gefärbt und wirkt fast bedrohend. Viele kleine Muscheln liegen in winzig kleine Teile zerbarsten im nassen Sand. Ihr Schicksal endet dort, wo die Reichweite der Welle endet. Die Arme des Meeres haben also eine begrenzte Reichweite. Und was ist mit den Beinen?
Tags Abend, Arm, Augenblick, Bein, Beispiel, Bild, Bilder, Bude, Dank, Energie, Fantasie, Freude, Fuß, Gedanken, Geräusch, Geruch, Glück, Hand, Haustür, Heringsdorf, Home, ICH, Individualität, Insel Usedom, Kind, Kinder, Klarheit, Körper, Kunst, Künstler, Leben, Licht, Liebe, Malerei, Mann, Meer, Menschen, Mikroskop, Moment, Muschel, Ort, Ostsee, Ozean, Persönlichkeit, Ratzpekt, Realität, Reise, Respekt, Sand, Seele, Sparbuch, Strandsand, Tag, Talent, Tier, Tiere, Titel, Ton, Wasser, Weite, Welle, Wind, Zeichen, Zeit
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Thursday, January 8, 2009 – 12:24 AM
Lieber das kleine Schwarze oder das lange Rote? So stehen wir täglich vor dem Kleiderschrank des Lebens. Mit unserem Augenaufschlag öffnen wir jeden Tag die mächtigen Türen zum Leben. Und dann schwingen wir uns in die Rutsche der Entscheidungen. Ob es die Menge der Zahnpasta auf den Borsten ist oder wann wir jemandem ein Lachen schenken.
Manchmal gelangen wir an einen Punkt, wo die Sache mit den Entscheidungen viel von einem abverlangt. Lebensverändernde Entscheidungen. Sie sind so schwer wie eine Tonne Blei, das Resultat aber leicht wie eine Feder.
Wer zu lange zögert, bevor er einen Schritt macht, verbringt vielleicht sein ganzes Leben auf einem Bein.
Anthony de Mello
Manchmal stehe ich gefühlt endlos lange auf einem Bein und merke es erst, wenn ich kurz vorm Umkippen bin. Mittlerweile ist mein eines Bein so sehr angegriffen von der einseitigen Belastung, dass ich vor Schmerzen schneller zu einer Entscheidung komme. Merke: es muss also nicht erst weh tun, bevor man zu einer Entscheidung kommt. Vielleicht gelingt mir das zukünftig noch besser.
photo credit: Jan the manson {condemns stealing pictures}
Tags Alltag, Auge, Bein, Bestimmung, Blei, Brücke, Eigenschaft, einleuchten, Entscheidung, Erde, Feder, Gedanken, Gefühl, Handeln, Herz, ICH, Individualität, Kapazität, Klartext, Kleiderschrank, Konflikt, Lachen, Leben, Lebensweg, leicht, Licht, Liebe, Menge, Mensch, Menschen, Punkt, Realität, Reinigung, Rutsche, Sache, Schritt, schwer, Situation, Stärke, Symbole, Tag, Tonne, Tür, Überlegung, Veränderung, Verhalten, Wandlung, Weiche, Zeichen, zögern, Zukunft
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Monday, January 5, 2009 – 11:52 PM
Tags Außenwelt, Beispiel, Bild, Elan, Entdeckung, Ergebnis, erwachsen, FrauLehmann, Freude, ICH, Kind, Kinder, Kunst, Leben, Liebe, Line Rider, Link, lustig, Menschen, Mühe, Schlitten, Seite, Situation, Spaß, stöbern, Tag, Talent, Tätigkeit, Test, Ventil, Video, Welt, Winter, youtube, Zeit
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Tuesday, December 23, 2008 – 8:51 PM
Meine Aufgabe als Krankenschwester der vergangenen Tage hat mich auf eine Schwäche aufmerksam gemacht: ich habe in meinem ganzen Leben Brot immer schief geschnitten. Ich weiß nicht, wo beim Abschneiden einer Scheibe der allseits beliebten Backmischung die Kunst besteht? Ich beherrsche sie jedoch nicht! Zwar sind die Schlangenlinien beim langsamen Abschneiden weniger deutlich, aber sie sind trotzdem da. Liegt das daran, dass ich eine Frau bin und für räumliche Darstellungen kein notwendiges Vorstellungsvermögen besitze oder weil ich schlicht weg zu blöd dazu bin? Jedenfalls sind die Scheiben entweder so dünn, dass man das Fernsehprogramm durch die Brotscheibe hindurch sieht oder sie passen nicht in den Toaster, weil die Enden doppelt so dick sind wie der Toasterschlitz. Was mache ich nur falsch?
photo credit: kochtopfbre
Tags Aufgabe, Backmischung, Brot, Darstellung, Essen, Fragen, Frau, Gedanken, ICH, Kunst, Leben, Liebe, Mahlzeit, Menschen, Programm, Scheibe, Schlitz, Schwäche, Toaster, TV, Vorstellung, Vorstellungsvermögen
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Thursday, December 18, 2008 – 2:12 PM

Der saftig, grüne Grashalm zwischen meinen beiden Daumen und den Handballen sieht so friedlich aus. Erst wenn ich einen Ton daraus hervor bringe, scheint die Welt um mich herum zum Leben zu erwecken. Manchmal treffen wir uns zum Mittagessen. Ihn kennen alle und wenn er das kleine Restaurant betritt, ruft er halblaut ‘Mahlzeit’. Dabei fasst er mit einem gekonnten Griff an seine Arbeitsmütze und legt sie neben sich ab. Seit einem Jahr bedeutet mir die Farbe ‘weiß’ sehr viel. Die Reinheit und Klarheit verzaubert mich im Handumdrehen. Es ist, als wenn wir miteinander kommunizieren können. Ich freue mich immernoch sehr über den Schritt, Dinge losgelassen zu haben. Auch Menschen. Eine Last fiel von meinen Schultern und es war wie der Befreiungsruf eines unterdrückten Volkes. Jede Zelle in mir war plötzlich voller frischer und neuer Energie. Die wenigen unangenehmen Dinge sind längst weit weg gerückt. Ich überlege noch, wozu das gut ist oder eb es überhaupt gut ist … .
photo credit: net_efekt
Tags Annahme, Anregung, Arbeitsmütze, Augenblick, Ausblick, Befreiung, Besinnung, Bestimmung, Bewusstsein, Dank, Daumen, Ding, Ehrlichkeit, Eigenschaft, Energie, Entscheidung, Entwicklung, Ereignis, Erfahrung, Erinnerung, Erlebnis, Farbe, Freiheit, Frieden, Gedanken, Geduld, Gefühl, Gegebenheit, Geschehen, Glückwunsch, Grashalm, Griff, Handballen, ICH, Jahr, Klarheit, Kopf, Kraft, Last, Leben, Lebensweg, Licht, Liebe, Mahlzeit, Mensch, Menschen, Mittagessen, Offenheit, Philosophie, Reinheit, Restaurant, Schönheit, Schritt, Schultern, Seele, Sinn, Tag, Ton, Überlegung, Volk, Vorstellung, Wahrnehmung, Weg, Welt, Wissen, Zeichen, Zeit, Zelle
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Thursday, December 11, 2008 – 2:19 AM

Da habe ich sie nun, die Ursache und ihre Wirkung. Wie sagen ganz schlaue Leute immer: ‘Wer das Eine will, muss das Andere mögen.’ Seit Tagen bewege ich mich im Radius zwischen meinem Bett, dem Kühlschrank und dem Arbeitstisch. Ab und zu natürlich auch auf die Toilette. Aber das ist langsam auch kein Highlight mehr. Dabei scheint es ununterbrochen dunkel da draußen zu sein. Hängt wohl an der dauerhaft eingeschalteten Provisoriumslampe an der Decke. Warum macht Licht in der Wohnung die Außenwelt eigentlich dunkler? Genug schräge Gedanken geäußert. Ich widme mich dann mal wieder der Wirkung, deren Ursache ich immernoch toll finde. Bitte nicht heulen, weil es hier wegen der Selbstständigkeit momentan so ruhig hier ist.
photo credit: Sholeh Prochello
Tags Aktion, Anfang, Arbeitstisch, Außenwelt, Bett, Brücke, Decke, Energie, Entwicklung, Erde, Freiheit, Gedanken, Gefühl, Geschäft, Grund, Grundstein, Herz, Highlight, ICH, Kausalität, Klartext, Kraft, Kühlschrank, Lampe, Leben, Licht, Liebe, Menschen, Papier, Phase, Plan, Position, Provisorium, Radius, Sache, Sauerstoff, Schreibtisch, Selbständigkeit, Situation, Tagen, Thema, Toilette, Umfeld, Ursache, Weg, Wirkung, Wohnung, Zeit
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Saturday, December 6, 2008 – 7:52 PM

Der Nikolaus namens Mama sorgte für eine kleine Überraschung am heutigen Tage. Zu einer mir ziemlich unwillkommenen Zeit klingelte der Postbote und übergab mir die schöne Sendung. Darin enthalten war unter anderem ein liebevoller Brief. Geschrieben mit Füllfederhalter in lila Tinte. Moment, dachte ich mir. Wo ist eigentlich mein defekter Füllfederhalter? Kurzer Hand reanimierte ich ihn und damit auch ein paar Erinnerungen: Während meiner Schulzeit schrieb er z.B. nicht immer Einser. Was nicht schlimm war. Viel nerviger war die Suche nach Patronen. In einem 3000-Seelen-Dorf auf einer Insel, weit ab von jeglicher Zivilisation, gab es keinen Schreibwarenladen mehr nach … ich versuche mich zu entsinnen … 1995?! Bis heute mag ich keine Kugelschreiber und bis heute muss ich immer einen Extraweg einlegen, um Patronen für meinen heiß geliebten Füller zu bekommen. Aber manchmal lohnt sich der Weg, wenn man das Ziel fest vor Augen hat.
[Ich bin übrigens blutiger (im wahrsten Sinne des Wortes) Photoshop Anfänger!!!]
Tags Brief, Ding, Erinnerung, Extraweg, Freude, Füller, Füllfederhalter, ICH, Konsum, Kugelschreiber, Laden, Leben, Liebe, Mama, Menschen, Nikolaus, Patrone, Post, Postbote, Schreibwarenladen, Schule, Schülerin, Schulmädchen, Schulzeit, Sendung, Sinn, Spaß, Suche, Tag, Tinte, Überraschung, Weg, Zeit, Ziel, Zivilisation
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Friday, December 5, 2008 – 4:37 PM
Tags Beschreibung, Besinnung, Bild, Ehrlichkeit, Eigenschaft, Entscheidung, Erde, Festplatte, Foto, FrauLehmann, Freundin, Holzfreundin, ICH, Jetzt, Klartext, Leben, Liebe, Menschen, Rede, Sinn, Stärke, Stöckchen, Text, Weite
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Wednesday, December 3, 2008 – 3:16 AM
Es gibt Menschen, die haben sich tief in meinen Kopf gebrannt. Darunter zählt Gerhard Schöne. Während meiner Kindheit hatten wir alle Schallplatten seiner Kinderliedersammlung. Und ich habe sie immer bis tief in die Nacht verschlungen. Seine Texte klären spielerisch und durch seine bildhaften Umschreibungen einprägsam über das auf, was einem Kind im Erwachsenenleben bewusster werden wird. Darunter fallen z.B. Themen wie Krieg, Natur und Liebe. Genug geredet. Listen and repeat:
Für mich wurden dank Gerhard Schöne Brücken geschaffen, die viele Kinder heute nicht kennen. Ich bin sehr dankbar für diese Lebensbereicherung, die ich auch als Erwachsener noch genieße. Und nun wünsche ich auch den DDR-Pessimisten viel Spaß beim Hören.
Tags Augenblick, Aura, Begegnung, Bereich, Bewusstsein, Bild, Brücke, Dank, DDR, Emotion, Erde, Erfolg, Erinnerung, erwachsen, Erwachsener, Freiheit, Freude, Freunde, Frieden, Gedanken, Glück, Gott, hören, ICH, Insel Usedom, Kind, Kinder, Kinderliedersammlung, Kindheit, Kopf, Krieg, Kultur, Lachen, Leben, Lebensbereicherung, Liebe, Mensch, Menschen, Nacht, Natur, Persönlichkeit, repeat, Sammlung, Schallplatten, Seele, Spaß, Spiegel, Spiel, Text, Thema, Titel, Track, Typ, Umschreibung, Wahrnehmung, WIR, Wissen, Zusammentreffen
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Sunday, November 30, 2008 – 1:16 AM
In unserem Haus auf der Insel Usedom war immer genügend Platz sich zu entfalten. Als kleines Mädchen liebte ich Barbies und Polly Pocket. Stundenlang beschäftigte ich mich mit den minimalistischen Plastikfiguren. Zu Weihnachten bekam ich einmal eine heiß ersehnte ‘Negerpuppe’() geschenkt, die dann zwei Wochen später auf meinem Kleiderschrank neben unzähligen anderen Plüschtieren verendete. Während meine Körpergröße die 120 m nicht überschritt, schlief ich in einem selbstgebauten Hochbett. Meine Geheimecke darunter war mein Paradies, und zwar nur meins! Die Spielzeugkiste und mein Schaumstoffreithahn Friedolin waren immer dabei. Später wurden hinter den grünen Vorhängen dann Doktorspiele veranstaltet, aber dazu an dieser Stelle nicht mehr. Desto älter ich wurde, desto mehr Aufkleber schmückten mein hochglanzlackiertes Bett. Zur Freude meines handwerklich begabten Vaters, auch Bettbauer genannt. Die Leiter war mittlereile überflüssig und überhaupt luscherte ich viel lieber durch das Schlüsselloch der Zimmertür meines Bruders. Der hat vielleicht komische Geräusche mit seiner Freundin veranstaltet, kann ich euch sagen! Nach unzähligen Prinzessinnenspielen und Mutter-Vater-Kind() kam meine christliche Phase. Ich ging mit 12 jeden Sonntag freiwillig in die Kirche und zwängte meiner Familie Tischgebete auf. Kurz danach ging ich dann zu den HipHoppern über. Wenn ich heute Fotos von damals sehe, dann denke ich, dass ich mehr männliche Hormone als Arnold Schwarzenegger in mir trug. Abgewechselt wurde diese Phase durch die TechnoTante. Schlaghosen aus komischem Glänzstoff und Buffallos mit den unmöglichsten Plateausohlen. Aber die Musik war gut zu der Zeit. Die Musik ist bis heute geblieben, aber mein Stil lässt sich heute nicht mehr definieren, da er von klassischer Biederfrau, über exotische HighHeelsLady bis hin zur sportlichen Sexbombe variiert. Aber ich bin immernoch ich. Und nackt sind wir eh alle gleich.
Tags Aufkleber, Barbies, Bett, Bruder, Doktor, Doktorspiel, Familie, Freude, Freundin, Friedolin, Geräusch, Haus, Hochbett, ICH, Insel Usedom, Kind, Kirche, Körper, Körpergröße, Leben, Liebe, Mädchen, Menschen, Musik, Paradies, Prinzessin, Puppe, Sex, Sonntag, Spiel, spielen, Sport, Tischgebet, Weihnachten, Zimmer, Zimmertür
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