Der schöne Sonnentag gestern lud mich erneut ein die Stunden draußen zu verbringen. So fuhr ich erneut in den Königlichen Garten. Auf dem Weg dorthin machte ich einen kleinen Umweg, was sich hinterher als Glück heraus stellte.
Auf diesem extra Weg kam ich an den Gemäuern des Königlichen Gartens vorbei. Zum ersten mal fielen mir die kleinen grauen Häuschen auf, die ganz zauberhaft von den Mauern und Zäunen des Parkes eingerahmt waren. In ihnen befanden sich kleine Läden – ein Schmuckverkäufer, ein Antiquitätensammler und auch eine kleine Galerie. Es ist unvorstellbar und einzigartig, was die Menschen auf 8-10 m² Fläche versucht haben zu erstellen, um ihre ‘KUNST’ zu verkaufen.

Einen besonderen Eindruck hinterließ jedoch diese kleine Galerie bei mir mit dem Namen ‘Gallerie 2020 Visions DK’ (Nähere Infos zu den Künstlern findet man unter Det Poetiske Bureau). Warum ich besonders von diesem kleinen ‘Kunstraum’ begeistert war, versuche ich euch mal zu beschreiben:
vor diesem kleinen Häuschen saß ein Mann. Er hatte schon graue Haare und einen Bart, den er zu einem Zopf geflochten hatte, der ungefähr 40 cm zum Boder ragte. Außerdem hatte er seine Fingernägel orange angemalt, aber eher mit einem Edding, als mit Nagellack. In diesen bunten Händen hielt er ein Handy aus längst vergangener Zeit. Als ich den Weg vor dem Galeriehäuschen passieren wollte, stand er auf und begrüßte mich herzlich. Ich sagte ihm, dass ich nur schauen möchte, weil mich diese Ambiente angelockt habe. Er war sehr freundlich und erzählte mir gleich, dass die Kunst von 125 verschiedenen Künstlern sei und der Preis nicht das wichtigste ist. Wir unterhielten und eine kleine Weile und dann verabschiedete ich mich mit dem Versprechen einmal wieder zu kommen. Er fasste mir dabei an den Arm und, nein er tat mir nicht weh, gab mir eine kleine Berührung – ein sanftes Streicheln. Dieser Moment war so, als würden wir uns schon ewig kennen. Er war wie ein sehr guter Freund in diesem Moment. Nun schaute er mich mit seinen faltigen Augen an und sagte: ‘Du bist jeder Zeit willkommen’. Ich bedankte mich, indem ich ihn ebenfalls am Arm eine Berührung gab und wir beide gingen unsere Wege für diesen Tag.
Vielleicht versteht das Keiner, aber dieser Moment war ein sehr offener und ehrlicher Moment für mich. Dieser Mann war anscheinend glücklich mit seinem Leben und dem was er tat. Nun kreuzten sich seine und meine Wege und er teilte mit mir sein Glück für einen Moment. Jedenfalls war das spürbar für mich. Und was gibt es schöneres als glückliche Menschen zu treffen?