Tag Archives: Leben

Path – Ich bin weg

Zugegeben, mich nerven diese ganzen Social Networks. Der anfängliche Hype und der Spaß sind über die Jahre irgendwie verflogen. Nicht, dass ich mich schon seit Ewigkeiten darin bewege, aber seit meinem Anfangsjahr 2008 ist nach Social Network Zeitrechnung bis heute schon ein kleines Jahrhundert verstrichen. (Übrigens versuche ich seit geschlagenen 20 Minuten meinen aller ersten Tweet zu finden – ohne Erfolg.) Eigentlich kann ich selbst kaum glauben, dass ich einmal bei 126 Seiten angemeldet war. 126. Das ist eine ganze Menge, wie ich finde. Nun beschränke ich meine Anwesenheit nur noch auf ein paar wichtige Accounts, weil die Pflege einfach zu lange dauert und irgendwie ist man auch erwachsen geworden. Wozu der ganze Quatsch? Jetzt mal im ernst, kein Mensch benötigt fünf Video-Accounts! Am Ende wird doch eh alles bei YouTube hochgeladen. (Übrigens heiße ich da FraLehmann und versuche seit Beitritt meinen Namen zu ändern – auch ohne Erfolg).

Der größte Reizfaktor ist für mich derzeit Facebook. Immer wieder irgend eine Blödsinns-Änderung die kein Mensch braucht. Denn wenn ich eine Chronik über mein Leben haben wollte, würde ich sie in Form eines Fotobuches anlegen, damit meine Enkel auch noch eine Erinnerung an ihre schrumpelige Oma haben. Und auch gegen meine 700+ Freunde im Gesichtsbuch habe ich generell nichts. Nur ist mir der Input mittlerweile zu viel und völlig egal, abgesehen von einigen wenigen Leuten. (Also bitte nicht persönlich nehmen.)

Deswegen bin ich jetzt bei Path. Eine reine Smartphone Applikation. Ohne Anwendung für den PC oder Mac. Ohne Schnickschnack. Einfach nur das, was ich ursprünglich im Social Network wollte und wozu ich ein Smartphone für sinnvoll halte. Dort ist es nicht nur wunderschön, also optisch und menschlich, sondern auch total knorke. Zwar sind dort noch nicht viele Personen vertreten, aber das macht rein gar nichts. Ich liebe path auch so. Alleine die Fotoanwendung und die Schlaffunktion. Einfach himmlisch.

Jetzt kommt ihr sicher alle zu path.com. Aber ich kann euch versichern, dass ich euch eh als Freund adde. :D

Das große Fressen

Der folgende Beitrag ist vollgestopft mit unzähligen Kalorien. Daher sei Lesern mit Übergewicht und mit schneller Gewichtszunahme davon wärmstens abzuraten.

Heilig Abend. Er beginnt bereits früh morgens mit einem üppigen Frühstück: Lachs, der in Butter und Meerrettich ertrinkt, Wurstsorten, die der Kühlschrank über das ganze Jahr verteilt nicht zu Gesicht bekommen hat und Marmelade in allen Farben. Zwei Stunden später, die 20 Kippen machten den Frühstücksklumpen im Bauch auch nicht verdaulicher, ist der Braten an der Reihe: Ente, Ente, Ente. Zwar ist das Teil viel zu groß für eine vierköpfige Familie, aber er verliert dennoch unbeschreiblich schnell sein Fleisch von den Knochen. Dazu Rotkohl mit Riesenklößen. Und natürlich Sauce á la Gibmirreichlich. Da anschließend keiner in der Lage ist die Teller in die Spülmaschine zu räumen, kommen einfach neue auf den Tisch. Gefüllt mit Kuchen und Plätzchen. Oder Plätzchen und Kuchen? Auf jeden Fall mit Sahne on top. Getreu dem Motto: Klotzen, nicht kleckern.

Der erste Weihnachtsfeiertag. Und erneut ist das reichhaltige Fressen das oberste Tagesziel. Da der Magen inzwischen die Größe eines Baggersees angenommen hat, passen die drei Croissants mit Gänseleberpastete, das Rührei und die 250g Nutella ganz vorzüglich in den morgendlichen Bauch. Nur der abschließende Espresso trohnt mit fehlender Bedeutung auf dem gefressenem Brei. Doch ho ho ho, schon liegt der Duft eines gefüllten Kaninchens in der Luft. Rund 30 Minuten später ist auch davon nichts mehr übrig. Dem Kuchen und den Plätzchen ergeht es an diesem Tag weniger später übrigens genau so wie dem Braten.

Der letzte Tag. Gleich ist es geschafft. Nur noch ein Frühstück, ein Braten und eine Kuchenbombe. Dann kann Rennie den Magen aufräumen, die Toilette den Rest gleich hinterher und der Lattenrost freut sich, dass er endlich mal richtig was zu tun hat. Also rein mit den fünf Brötchen, weiter im Takt mit den Gänsekeulen und zum krönenden Abschluss das wirklich allerletzte Stück Nusstorte für dieses Jahr. Fertig. Genau genommen fix und fertig wartet man nun auf Silvester, wo die guten Vorsätze von Diät & Co. eh wieder versprochen werden im nächsten Jahr gebrochen zu werden. Na dann noch guten Appetit. :-)

Lebensresume

Ich fasse mal kurz zusammen:

   4 Jahre Grundschule
+ 9 Jahre Gymnasium
+ 3 Jahre Universität
+ 1 Jahr Privatschule

= 17 Jahre Schulbank

Summa summarum heißt das, dass ich von meinen 27 Jahren auf dieser Erde 17 mit Lernen verbracht habe, 6 meiner Kindheit gehören, 1 Jahr auf das Auslandskonto geht und die übrigen 3 Jahr unter sonstigem Blödsinnsquatsch verbucht werden. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber diese Rechnung finde ich krass. Wie sieht es denn bei euch aus?

Entdeckt: Feist

Mich verzaubern in letzter Zeit immer mehr die Klänge der Gitarre. Zusammen mit einer schönen Stimme, ist dies fast nicht mehr zu toppen (für mich jedenfalls). Ich berichtete ja schon einmal von so einem Musikwunder. Jetzt habe ich Feist entdeckt und bin wirklich entzückt über die Musikerin aus Calgary/Kanada. Aber seht/hört selbst:

Feist from Black Cab Sessions on Vimeo. (Die Black Cab Sessions sind übrigens generell sehr sehenswert.)

Wem Gitarre und Gesang ebenfalls ein Lächeln ins Gesicht zaubern, der sollte sich auch Cat Power nicht entgehen lassen!

Wie Pete die Werte des Lebens erkannte

Als Pete ein Kind war, lernte er bereits sehr früh “bitte” und “danke” zu sagen. Damit wurde ihm die Höflichkeit als Wert mit in sein Leben gegeben. Im Kindergarten und in der Schule bastelten die Jungen und Mädchen oft und bekamen dafür Hausaufgaben auf. Hatte Pete diese vergessen, litt so manche Gruppenarbeit und er nahm einen Tadel mit nach Hause. Auf diese Weise lernte Pete, was es heißt, zuverlässig zu sein. Einmal saß Pete auf dem Rücksicht im Wagen seiner Mutter, die als Erste an einem schlimmen Unfall vorbei kam. Sie leistete sofort erste Hilfe und rief einen Krankenwagen, so lernte Pete, was Hilfsbereitschaft bedeutet. Später prügelte sich Pete oft mit den Jungen aus seiner Klasse. Mal teilte er dabei mehr aus und mal bekam er ordentlich eine gewischt. Was dabei hängen blieb, waren Toleranz und Respekt gegenüber den anderen. In der Pubertät verliebte sich Pete in ein Mädchen und wurde, man ahnt es schon, auch wieder verlassen. Seit diesem Tag wusste Pete, dass Freundschaft etwas sehr wichtiges im Leben ist. Als Pete zunehmend erwachsener wurde, musste er feststellen, dass Geld für viele Menschen sehr wichtig ist. Er erlebte, wie Freundschaften deswegen zerbrachen und viel Zank und Streit ausbrach. Auch in den Nachrichten konnte Pete zunehmend verfolgen, dass Geld die Welt regierte. Und er erkannte für sich, dass Geld sein Leben nicht bestimmen soll. Später bewarb Pete sich in einer Bank. Leider wurde er von vielen Chefs abgelehnt und so beschloss er zu lernen, um durch Fleiß an sein Ziel zu kommen. Ohne dem funktionierte in der Gesellschaft, in der Pete lebte, kaum etwas und so war ein weiterer Wert in seinem Leben verankert. Mittlerweile stand Pete mit beiden Beinen fest im Leben und er schaute sich all seine Werte an. Traurig stellte er fest, dass all seine Werte nur durch schlechte Erfahrung entstanden sind:

Als Kind wurde er ausgeschimpft, wenn er nicht höflich war.

War Pete in der Schule unzuverlässig, bekam er dafür schlechte Noten.

Es musste erst ein Unfall passieren, bevor Menschen geholfen wurde.

Tritte und Schläge waren der Lohn für Toleranz und Respekt.

Seine Freunde lernte Pete erst im Liebeskummer richtig schätzen.

Geld zerstörte mehr, als es zusammenbringen konnte.

Ohne Lernen und Fleiß bekam Pete keine Arbeit.

Am Ende des Tages fragte sich Pete, welchen seiner Werte er nur auf eine schöne Art und Weise kennengelernt hatte. Es war nur die Liebe, die ihm durchweg Positives brachte.

Buchtipp: Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna

Ich möchte noch einmal ausführlich über meine neueste Bucherrungenschaft berichten. Es handelt sich um ein kleines, gebundenes Goldsstück von 193 Seiten. Der Name: “Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna”. Der Autor heißt schlicht und einfach Fynn und hat dieses zauberhafte Meisterwerk 1974 in Englisch geschrieben. Der Bestseller ist mittlerweile in vielen Sprachen erhältlich (natürlich auch auf Deutsch).

Die Geschichte handelt von einem 5-jährigen Mädchen, das vor der Gewalt in ihrem zu Hause flieht und in die Arme von Fynn läuft. Dieser nimmt sie mit seinen 19 Jahren bei sich, seiner Mutter und seinen Geschwistern zu Hause auf. Fortan verändert sich sein Leben derart, dass nichts mehr ist, wie es einmal war. Und zwar zum Positiven. Denn die kleine Anna scheint in ihrer Art und mit ihrer Denkweise ein kleiner Engel zu sein. Anna denkt über alles und jeden nach und bezieht sich dabei in ihrer wundervoll kindlichen Art immer wieder auf ihren Glauben an Gott. Mister Gott halt. Das Buch nimmt leider kein Happy End, denn die kleine Anna stirbt bei einem Unfall. Doch selbst der Tod ist für sie nichts Schlimmes, denn: “Tod sein ist Ausruhen. Da kannst du zurückschauen und alles in Ordnung bringen, bevor zu weitergehst.” (Keine Angst, dieses Buch ist nicht für religiöse Menschen, sondern für alle gedacht.)

Übrigens: Darauf gestoßen bin ich am Duisburger Hauptbahnhof, als ich mir die Wartezeit auf meinen Schulexpress nach Köln in der Buchhandlung Grauert vertrieb. Das Regal gegenüber der Kasse zog mich quasi magisch an mit seinen kleinen Schätzen. Als nächstes habe ich mir schon diesen hier bestellt.

Falls ihr mögt, die Fischer TaschenBibliothek hat so einige Entdeckungen auf Lager! :-)

Heute vor exakt einer Woche

Als ich vor exakt einer Woche den flachen Karton aufmachte, pochte mein Herz ganz aufgeregt. Seitdem habe ich mein MacBook Pro nicht einen Tag aus den Augen gelassen. Anders als erwartet, ich schrieb bereits über meine Befürchtungen, funktionierte der Umzug von Windows auf Mac ganz easy. Dank meiner externen Festplatte hatte ich alle Dateien ruck zuck unversehrt auf meinem MacBook.

Aber damit war der Umzug nicht vollbracht. Zwar hatten mir die netten Verkäufer im AppleStore zwei Stunden lang in mühevoller Kleinarbeit versucht das System auf die Schnelle zu erklären, aber ich hatte längst nicht alles behalten geschweige denn begriffen. Noch beeinflusst durch mein kompliziertes Denken des Windows-Systems, musste ich mir die Einfachheit eines MacBooks erstmal auf der Zunge zergehen lassen. Ohne Hilfe ging es dabei nicht. (An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei ruediger bedanken). 

Nun ist eine Woche vergangen, das MacBook hat sich auch in der Schule als hervorragend erwiesen und ich habe fast alles zusammen, was ich zum Web 2.0 Leben mit meinem neuen Mac brauche. Ich möchte es nicht mehr missen und habe auch den Preis ganz gut verkraftet. Mein Fazit fällt daher durchweg positiv aus. Gefällt mir.

Goodbye Windows…

Da stehe ich nun, in meinem Windows-Rümpelkeller, mit tausenden Kisten vor meinen Augen. Jede einzelne sorgfältig beschriftet und schon unzählige Male geöffnet. Der Inhalt aus Bildern, Texten und Tracks scheint gepackt und startklar für den Umzug ins Apple-Loft. Doch selbst wenn ich das Alte hinter mir lasse und etwas Neues anfange, liegen Trennungsschmerz und Vorfreude gerade eng beieinander.

Wie immer bei einem Umzug bedeutet auch diese Umstellung sicher eine Menge Arbeit. Die Angst schwingt unterschwellig mit, dass nicht alles reibungslos abläuft und hier und da etwas von den heiß geliebten Datenschätzen zu Bruch geht. Wie sagt man so schön: Ein bisschen Schwund ist immer. Wie man das aber verarbeitet, sagt einem dabei niemand.

Da stehe ich nun also und stelle fest, dass der Mensch ein ganz schön krasses Gewöhnungstier ist. Denn nach fast vier Jahren PC fällt mir der Abschied ungemein schwer. Was hat er mich durch unendliche Windungen im Netz gejagt und mir stets brav alle Infos besorgt, die ich haben wollte. Zwar hatten wir in letzter Zeit öfters Streit, aber wer braucht schon eine Hochfahrzeit von 10 Minuten? Die eine Liebe geht, eine andere kommt. Doch noch sträube ich mich ein wenig. Bin hin- und hergerissen zwischen meinen Gefühlen. Und werde am Ende wohl doch (vermutlich unter Tränen) ‘leb wohl Vergangenheit’ und ‘willkommen Zukunft’ sagen. In diesem Sinne…

Das Gute am Hosenboden

Eigentlich wollte sie in der ersten Reihe sitzen zum Schulanfang. Es wurde dann doch die zweite Reihe. Gespannt wie ein Flitzebogen fieberte sie dem neuen Lehrer entgegen. Ist es ein Mann oder eine Frau? Aus dem Business oder ganz neu in der Materie? Erste Begeisterung machte sich breit, als eine zierliche Frau zur Tür hinein trat. Schon bei der Vorstellungsrunde wurde klar, dass Menschen völliger unterschiedlicher Richtungen und Interessen aufeinander trafen. Die Sache schien vielversprechend und spannend zu werden. Wie ein Schwamm sog sie den ersten Austausch auf. Bei den darauf folgenden Aufgaben war sie zwar nervös, aber dennoch zuversichtlich. Und sie fühlte sich gut. So gut, wie sie sich schon lange nicht mehr fühlte, wenn es ums Lernen ging. Zuletzt völlig verzweifelt in ihrem Studium, schien die Ausbildung jetzt genau das Richtige zu sein. Endlich etwas, was sie erfüllte. Endlich etwas, was ihr Spaß bereitete. Natürlich ging auch hier nichts ohne Fleiß. Aber der Schweiß hier war ein völlig anderer, als der während der drei Universitätsjahre. Gelassener, spannender und auch selbstsicherer. Vielleicht die Aufgabe ihres jungen Lebens. Und dafür lohnt es sich einmal kräftig auf den Hosenboden zu setzen.

Heike, 45, alleinstehend

Mit leicht eingezogenem Bauch steht Heike in der Masse der allmorgendlichen Zugpendler. Sie hat, wie fast jeden Tag, keinen Sitzplatz bekommen. Sie müsste einfach nur ein bisschen früher ihre Wohnung verlassen, dann würde es auch mit der Sitzgelegenheit klappen.

Heike ist 45 und alleinstehend. Und sie legt viel Wert auf ihr Äußeres. Morgens braucht sie eine dreiviertel Stunde im Badezimmer, bevor sie ihren Arbeitsweg ins Büro antritt. Als Sekretärin in einer Baufirma arbeitet sie schon 11 Jahre. Sie kennt den Männerberuf und hat über die Jahre einige Bekanntschaften an Land gezogen. Heute ist Heike alleine. Obwohl sie sich wirklich viel Mühe gibt nett auszusehen.

Das Kleid, was Heike heute seit langer Zeit mal wieder aus dem Schrank gekramt hat, ist zwar etwas eng, aber sie mag die Farben. Und bei 16 Grad Außentemperatur ist ein knielanges Kleid für Heike kein Wagnis, sondern ein Geständnis. Obwohl es links und rechts doch die angegessenen Polster der letzten einsamen Jahre erahnen lässt. Heike hat dies zwar längst bemerkt, aber auch schon wieder verdrängt. Nur wenn keiner schaut, zupft sie heimlich an den Ecken ihres dunkelbraun gemusterten Kleides, damit sie eventuell an Figur gewinnt.

Besonders stolz ist Heike auf ihre Schuhe. Lange hat sie nach schwarzen Wildledertretern mit silberner Glitzerschnalle gesucht. Und doch gefunden. In einem kleinen Laden, wahrscheinlich geht dort niemand von ihrem Bekanntenkreis einkaufen, denn dann hätte sie die Schuhe sicher schon früher entdeckt, in einer Ecke, standen ihre Lieblinge. So bezeichnet sie die mittlerweile durchgelaufenen Treter. Sie sind flach und doch gibt der klitze kleine Keilabsatz Heike das Gefühl ein Stückchen größer zu sein.

Im Gesicht trägt Heike heute Farbe. Ein roter Liedschatten schmückt ihre mit Tränensäcken umrandeten Augen. Und ihren Mund schminkt sie schon lange etwas größer. So reicht der Lippgloss weit über ihre Oberlippe hinaus und schimmert auffällig im künstlichen Licht des Zuges. Ihr Busen ist nicht klein. Ihr Push-Up verleiht ihm aber ganz neuen Glanz. Heike ist immer mächtig stolz auf ihr Dekolté. Auch das braune Kleid betont dieses ganz wunderbar.

Eigentlich ist Heike zufrieden. Vor ein paar Jahren hatte sie übrigens eine Nasen-OP. Aber niemand hat es bemerkt, da das Ergebnis nicht so wie erwartet war. Trotzdem liebt Heike es abends raus zu gehen. Allein an der Bar wird sie oft von Männern angesprochen und zu einem Drink eingeladen. Mitgenommen hat sie schon lange keinen Typen mehr. Vielleicht macht sie es heute Abend, denn das Kleid hatte sie wirklich schon lange nicht mehr an…

Unsere Liebe, wie das verrückte Kind

Unsere Liebe ist wie das verrückte Kind,
das losrennt, um das Leben zu umarmen,
das die Hoffnung in sich trägt,
an Liebe glaubt und sie in sich trägt.
Sich Eigenheiten im Herzen behält,
das hinfällt, aufsteht und weiterläuft,
um das Leben in vollen Zügen zu genießen.
Unsere Liebe ist wie das verrückte Kind.

Freundschaft

Was ist ein Freund? Das will ich dir sagen: Es ist jemand, bei dem man es wagt, ganz selbst zu sein. Deine Seele zeigt sich ihm völlig nackt. Er scheint dich darum zu bitten, dich nicht zu verhüllen, nur zu sein, was du bist. Er will nicht, dass du anders oder besser bist. Wenn du bei ihm bist, spürst du, wie sich ein Gefangener fühlt, bei dem sich gerade seine Unschuld herausgestellt hat. Du brauchst nicht auf der Hut zu sein. Du kannst sagen, was du denkst, solange du nur ganz aufrichtig du bist. Er versteht die Widersprüche in deinem Wesen, die andere dazu bringen, dich zu verurteilen. Bei ihm kannst du frei atmen. Du kannst dich zu deinen kleinen Eitelkeiten bekennen, zum Neid, zum Hass und zu deinem zweifelhaften Umgang, deiner niederen Gesinnung und Albernheit. Und indem du sie ihm offenbarst, verlieren sie sich, aufgelöst auf dem weiten Ozean seiner Treue. Er versteht. Mit ihm kannst du weinen und lachen. Er sieht, kennt und liebt dich, ganz und gar. Ein Freund? Was ein Freund ist? Noch einmal: Einfach jemand, bei dem du es wagst, ganz du selbst zu sein.

by Carmen Nannen

Wenn ich eins weiß…

…dann ist es, dass die Familie unendlich wichtig ist. Selbst wenn zwischen dir und deinen Lieben viele Kilometer oder ganze Kontinente liegen, gibt es mindestens tausend Wege, ihnen trotzdem mitzuteilen, wie sehr zu sie liebst. Wir werden alle nicht jünger und bleiben nicht ewig auf dieser Erde und trotzdem bleibt immer Zeit, um sich diese für die Familie zu nehmen. Selbst die kleinste Geste oder der unscheinbarste Wimpernschlag wird sie immer erreichen und nicht ungeachtet bleiben. Eine Umarmung sagt immer mehr, als Worte es jemals ausdrücken können. Drum umarme ich meine Liebsten aus tiefstem Herzen.

Neue Niemänner braucht das Land

Es ist schon erstaunlich, was Frau an Männern in ihrem Leben so trifft. Die Rede ist hier nicht von irgend welchen Männern, sondern von den Männern schlecht hin. Und es gibt einige davon!

Da ist z.B. die Sorte, die gerne eine Berühmtheit wäre, aber gar keine ist. Bevorzugt findet man diese Exemplare in tollen Clubs oder schicken Bars. Sie gehören zur Gattung Very Insignificant Penis und üben gern die Rolle als Veranstalter oder auch DJ aus. Man, oder besser gesagt Frau, erkennt sie daran, dass sie jeden kennen oder zumindest kennt jeder sie. Muss ja auch, denn zu seinen Stammbaum zählt kein Geringer als Jesus Christus himself.

Und dann gibt es noch die, die keiner Fliege etwas zu Leide tun. Doch anders als bei einem schönen Schmetterling, entpuppen sich diese Sonderexemplare schnell als Überflieger. Nehmen wir z.B. Handwerker. Nicht nur, dass sie nicht mit Rohren umgehen können, nein, sie persönlich haben natürlich das Haus von Donald Trump errichtet. Oder zumindest den Bauplan entworfen. Aber wie das Leben nun mal so spielt, hat natürlich ein Irrer den besagten Plan in einer Nacht- und Nebelaktion gestohlen und unter seinem Namen verwirklicht. Tja, das nennt man dann wohl Pech.

Doch kommen wir abschließend zu der Sorte, die eigentlich jede Frau will: Es handelt sich um den ganz normalen Niemand. Eigentlich stammt ja jeder Typ von dieser Gattung ab. Also wirklich jeder. Aber im Laufe der Evolution ist eben bei den meisten Männern etwas schief gelaufen, weshalb wir uns jetzt eher mit mutierten Fröschen zufrieden geben, als mit den ursprünglichen Kaulquappen. Dabei sind es doch gerade diese, die besonders entwicklungsfähig sind, wenn man sich im übertragenen Sinne einmal ernsthaft eine Kaulquappe vorstellt: Ein bewegliches Schwänzchen und massig Entfaltungsmöglichkeiten stehen uns Frauen dort zur Verfügung. Und das sollte doch eigentlich ausreichend sein, oder? Klingt die Aussicht auf gemeinsame Entwicklungsstadien nicht verlockender als das Prunkleben von Prinz Marcus von Anhalt? Wir brauchen einen Niemand! Ruhig gebraucht. Denn so gibt es viel mehr verborgene oder längst vergessene Eigenschaften zu entdecken. Und die sind bekanntlicher Weise interessanter als gedeckte Bankkonten oder Nobelzwirn. Aber wo sind sie, die Niemänner? Hat sie vielleicht irgend jemand zwischen den geheuchelten Existenzen und den vom Konsum gebeutelten Lackaffen gesehen? Hinweise nimmt die hier in den Kommentaren eröffnete Dienststelle äußerst gerne entgegen!

Jose Gonzalez

Gehört, verliebt, behalten. Jose Gonzalez hat mein Gehör im Sturm erobert und so musste ich mir sofort seine beiden Alben Veneer und In Our Nature kaufen. Wer ihn nicht kennt, merkt spätestens ab diesem Lied, dass er ein Talent besitzt, was seines Gleichen sucht! Anbei eine kleine Geschmacksprobe:

Freunde

Ich weiß nicht, ob du das Gefühl kennst, angekommen zu sein. Es ist eine Mischung aus heimischen Wurzeln und beendeter Suche. Die beschützenden Mauern eines Hauses, die dir immer gefehlt haben. Ein Fundament für die Ewigkeit. Die Vertrautheit in Person. Der ewige Frühling.

Jedenfalls, wenn du das Leben so sehr zu schätzen und zu lieben weißt, die Sonne für dich jeden Tag ein bisschen heller scheint und die Welt sich spürbar dreht, dann heißt dein Glück Freunde.

Schwarz wird zu Weiß und Rosa strahlt in Neonpink. Jede Berührung erzeugt Kraft in dir und die gesprochenen Worte sind der Nährboden deiner Seele. Ein Bruch wird gemeinsam gekittet und einsame Zeiten zusammen beschritten. Stummes Lachen wird zu hallendem Freudenschrei und Tränen sind getrocknet, ehe sie die Welt erblicken. Der letzte Rest Brot ist ein geteiltes Festmahl und Wasser der Wein des Lebens. Geheimnisse gehütet wie im Vatikan, Geschichten verbreitet wie auf dem Marktplatz.

Angekommen am Ort, der sich Freundschaft nennt, breite dankbar deine Hände aus, denn du umarmst deine Freunde.

Incipio Feather Ultralight Hard Shell Case für iPhone 4

So, meine Damen und Herren. Das iPhone 4 ist seit einer Woche fester Bestandteil meines Lebens und es blieb natürlich unvermeidbar weitere Teile für das Schätzchen im Hause FrauLehmann aufzunehmen. Heute: das Incipio Feather Ultralight Hard Shell Case für das iPhone 4 (leider braucht die Seite hundert Jahre zum Laden). Wie der Name schon sagt: ultra leicht wie eine Feder und hart wie Kruppstahl. Beim Auspacken habe ich nicht schlecht gestaunt, was in der schmalen Verpackung alles Platz findet (neben dem Case gab es auch 2 Displayschutzfolien, ein Tüchlein und eine Plastikkarte zum luftdichten Auftragen der Folien).

Meine Bedingung an mein neues Case war, dass mein Telefonapparillo nicht viel dicker aussehen sollte als vorher (denn ich habe die Gummiklumpen am Ende des Telefons echt satt). Gesagt, bestellt, getan. In nur zwei Tagen hatte ich die Hülle und bin mehr als zufrieden. Sieht richtig professionell aus, das Schätzchen. Und hält wie Pattex. Nun schauen wir mal, ob es auch langfristig was kann.

Steve Jobs hört auf sein Herz

“Du kannst die Punkte nicht verbinden, wenn Du nach vorne blickst. Du kannst die Punkte nur verbinden, wenn Du zurück blickst. So musst Du daran glauben, dass sich die Punkte irgendwie in der Zukunft verbinden werden.

Du musst an etwas glauben – Deinen Bauch, Schicksal, Leben, Karma oder was auch immer. Denn daran zu glauben, dass am Ende sich die Punkte verbinden werden, gibt Dir die Zuversicht, Deinem Herzen zu folgen. Auch wenn es Dich vom wohl ausgetretenen Pfad wegführt – und das macht den ganzen Unterschied.

Auch wenn es meiner Ansicht nach für einen Millionär wie Steve Jobs heute sehr einfach ist so etwas zu sagen, halte ich diesen Auszug aus seiner Rede an die Absolventen der Stanford Universität 2005 für sehr wahr und sehr wichtig.

Das Himmelsschloss

Wir katapultierten die zentnerschweren Steine wie Federn in den Himmel. Balancierten sie vorbei an all den Wolken. Bekamen erst kurz vor dem Aufprall auf den Boden die Kurve. Übertönten jedes Lachen mit dem unseren. Mit aufgerissenen Augen und offenen Händen begannen wir unser Schloss zu bauen. Immer höher, immer weiter. Setzten unsere Schritte bewusst oder unbewusst von Anfang an groß an. Versuchten im Gleichtakt zu schwingen. Gingen weiter. Bauten höher. Hielten die Geschwindigkeit und hoben immer mehr Steine in den Himmel. Für unser Schloss.

Als alles Gebaute den ersten Schatten warf, schauten wir uns an. Zögerten. Doch der geschaffene Raum war da und so holten wir neue Steine. Strengten unsere Kräfte an und bauten weiter. Und höher. Begannen zu schwächeln. Bemerkten die Fehler des anderen. Aber die Steine waren größer und so bauten wir weiter. Bis unser Schloss einstürzte. Was blieb, war eine Ruine. Und Erinnerungen. Denn auch ein Himmelschloss braucht ein Fundament.

Bild: fjörd

Origin

Die Geschichte im Einklang mit der Musik berührt doch das Herz.