Posted: August 31st, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: Leben, Liebe, Menschen, Tendenz, Wahrnehmung, Wort |
Die Tendenz es allen recht zu machen, ist schon lange nicht mehr da. Stattdessen ist das Wort “nein” gängiger in meinem Wortschatz, als je zuvor. Und es passt. Einfach deshalb, weil mir Dinge erspart bleiben, in denen sich andere gerne suhlen. Bezogen auf Menschen, meine ich damit Selbstmitleid, Irrglaube und Wahrnehmungsstörungen. Das “nein” wird damit zum “ja” zu mit selbst.
Posted: August 20th, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: Augen, Bewunderung, Erkenntnis, Gestik, Glanz, ICH, Jugend, Lachen, Leben, Liebe, Mädchen, Malen, Mensch, Mimik |
Es gab mal ein Mädchen. Sie hatte eine unglaubliche Ausstrahlung. Ihre Gestik und Mimik haben mich immer verzaubert. Lange Zeit wollte ich so sein wie sie. So lachen und dabei mit den Augen so strahlen wie sie. Ihre Hände waren geschickt in Malerei und das kann ich bis heute nicht.

Ich habe lange nichts von ihr gehört oder gelesen. Was sie macht, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen. Immer, wenn wir uns gesehen haben, wurde es zwischen uns distanzierter. Vielleicht ist das im Leben einfach so. Ich habe ihr bis heute nicht gesagt, was ich von ihr halte oder wie ich sie sehe. Aber ich habe etwas gefunden, was sie mir hätte nie geben können oder besser, was ich hätte von ihr erwarten oder klauen können: mich. Und es fühlt sich viel besser an, als ich vermutet habe. Es ist mein Lachen mit meinem Glanz in den Augen. Meine Gestik und Mimik finde ich umwerfend. Nichts desto trotz danke, an das Mädchen, was mir gezeigt hat, wie man man selbst sein kann.
Posted: August 7th, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: Fragen, Gedanken, Leben, Liebe, Mensch, Welt |
Every note I sing, every tone I bring
is for you
What have I done to me?
What have I done to you?
Is this already gone
what I just pushed on for you?
did I lose my bid of happiness to make what I love?
is this real is this fake who I am?
why do I fall in the ocean?
why don’t you take my hand?
why is my mind so empty?
why can I see the end of my life?
Everything I waste, everything I taste
is for you
What have I done to me?
what have I done to you?
Is this already gone
what I just pushed on for you?
did I lose my bid of happiness to make what I love?
is this real is this fake who I am?
why do I fall in the ocean?
why don’t you take my hand?
why is my mind so empty?
why can I see the end of my life?
why do I fall in the ocean?
why don’t you take my hand?
why is my mind so empty?
why can I see the end of my life?
by Valentine
Posted: August 3rd, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: Entscheidung, Erde, Gedanken, Konsequenzen, Leben, Liebe, Mensch, Welt, Zeit |
Wie oft standest du schon am Abgrund? Und bist doch nicht gesprungen! Aber immer wieder zieht es dich zu der Stelle, die alles beenden könnte. Mutig gehst du den Weg bis auf den letzten entscheidenden Meter. Du stoppst. Wie feige wäre es, sich jetzt umzudrehen und allen anfeuernden oder flehenden Rufen ins Gesicht zu schauen?! Also nimmst du all deinen Mut zusammen, bist fest entschlossen zu springen. Aber irgendetwas hindert dich daran. Du tust es erneut nicht. Enttäuscht von dir selbst, machst du dich auf den Heimweg. Mit gesenktem Haupt schlenderst du lustlos zu deiner Wohnungstür, wo dich Herr Vorwurf und Frau Antriebslos schon freudig erwarten. Morgen. Morgen wirst du ganz sicher springen. Oder vielleicht auch übermorgen. Aber dann ganz sicher. (Und in der Zwischenzeit kannst du deine Entscheidung einfach mal genießen.)
Posted: July 8th, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: Herz, Leben, Liebe, Menschen |
Mein Hypothalamus arbeitet gerade wie die Zylinder eines Motors. Der Bereich meines Zwischenhirns ist dadurch auf Höchstgeschwindigkeit. Die vegetativen Funktionen meines Körpers sind auf Vollgas gestellt. Wäre ich ein Auto, könnte ich durch die neuronalen Verbindungen zu den anderen Bereichen meines Gehirns jetzt fliegen.
Posted: June 18th, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: Erde, Herz, Leben, Liebe, Mensch, Sein |
Glückliche Herzen. Lachende Gemüter. Duftendes Leben. Schlichtes Sein.
Posted: June 8th, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: Defusion, Dreck, Emotionen, Engel, Erinnerung, Flügel, Gedanken, Gefühle, Himmel, Leben, Liebe, Menschen, Verschmelzung, Welt |
Einst ein Engel kam zu mir,
brachte Freude auch zu dir.
Breitete die Flügel aus,
holte viele Worte raus.
Nahm ein Stück von meinem Herzen,
hinterließ sehr große Schmerzen.
Lebte ohne nachzufragen,
nur in seinem Wohlbehagen.
Was in dir ging einmal vor,
drang nie bis ins Engelsohr.
Und so wurde aus dir Asche.
Bist der Dreck in Engels Tasche.
Posted: June 1st, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: Blick, Blicke, Leben, Liebe, Menschen, Realität, Richtung, Weg, Ziel, Zug, Zugfahrt |
Wenn man in den Zug steigt, sein Ziel fest vor Augen hat und nur noch ankommen will, bemerkt man erstmal wie unerwünscht man eigentlich in jedem Abteil ist. Die Blicke treffen einen ungewohnt böse oder gleiten verschämt Richtung Boden. Die Suche nach einer Sitzgelegenheit ist wie die Nadel im Heuhaufen und alle Mitmenschen versuchen einem das uberflüssige Gefühl noch unerträglicher zu machen. In diesem Fall kommt frech und dreist am schnellsten ans Ziel. Das nennt sich trotz Allem: fröhliche Zugfahrt.
Posted: May 18th, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: Bett, Bild, Dank, Defusion, Entschärfung, Entscheidung, Gedanken, Gefühl, Kopf, Leben, Liebe, Menschen, Monster, Weg |
In meinem Zimmer unter dem Bett befindet sich ein Monster. Immer wenn ich aufstehen will, kommt es mit seinen riesigen Pranken unter dem Lattenrost hervor und jagt mir üble Angst ein. Also beschließe ich liegen zu bleiben, denn dann kann mir das Monster nichts anhaben.
Doch irgendwann ist der Drang aufzustehen zu groß und ich steige langsam aus dem Bett, um das Monster nicht zu wecken. Doch es hört mich, springt unter meinem Bett hervor und erschreckt mich auf’s Übelste. Was tun? Meinen Weg gehen und mich nicht von dem Monster beeinflussen lassen? Oder lieber wieder zurück ins Bettchen kriechen, um keinen Kampf mit dem Monster zu führen?
Je mehr ich in meinem Bett darüber nachdenke, desto entschlossener werde ich dem Monster zu sagen, dass ich meinen Weg einfach gehen werde. Also nehme ich all meinen Mut zusammen, steige aus dem Bett, stehe dem Monster gegenüber und bemerke, dass es mir außer Drohgebärden nichts tun kann.
Jetzt danke ich dem Monster für seine warnenden Angstmacher und kann entspannt an ihm vorbei gehen, ohne mich oder meinen Weg weiter davon beeinflussen zu lassen.
Posted: May 4th, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: feelings, Internet, Leben, Liebe, Menschen, thinking |
It’s good the internet has no emotions in my reality…but the people behind the internet.
Posted: April 27th, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: Baum, Biene, Blume, Boden, Erde, Haut, Hülle, Leben, Liebe, Menschen, Pfirsich, Sonne, Sturm, Welt, Wetter, Wind |
Am Anfang waren das Bienchen und das Blümchen. Aus deren Begegnung keimte eine Zelle auf und es entsprang ein Pfirsichbäumchen. Er entwuchs aus dem Boden der Welt und gedeihte kräftig. Eines Tages trug das Pfirsichbäumchen Früchte und eines davon warst du. Der Kern einst so winzig, begann nach und nach an Fülle zu entwickeln. Immer fester wurde die Hülle und als bald war sie so reif, dass sie in der Blüte des Lebens stand. Schaurige Gewitter und purer Sonnenschein zogen am kleinen Pfirsich vorüber. Bis eines Tages der Stil zur Welt des Pfirsichbäumchens brach. Der Pfirsich fiel zu Boden und seine Haut begann zu verwelken. Kleine Löcher fraßen sich in die schöne Hülle des Lebens und hinterließen sichtbare Spuren. Und irgendwann war er weg, der Pfirsich. Nur noch das Bäumchen stand beharrlich im Wind und trotzte dem Wetter. Bis irgendwann ein Bienchen den Pfirsichbaum besuchte…
Posted: April 22nd, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: Alkohol, Alltag, Amok, Blick, Drogen, Ei, Erwachen, hinsehen, Kaffee, Katastrophe, Krupp, Leben, Liebe, Menschen, sensibel, Sicht, Stahl, Unglück, Welt, Zuschauer |
Sind wir doch mal ehrlich und wenn wir es sind, dann ist es doch so: Wir lesen tagtäglich in unserer Morgenzeitung wie viele Menschen jetzt wieder durch irgend welche terroristischen Vereinigungen getötet wurden. Dazu der erste Kaffee. Geht runter, oder? Wie wäre es mit einem netten Marmeladenbrötchen? Passend dazu dudelt im Radio ein Trauerlied, weil irgend ein Psychopath erneut ein kleines Kind um die Ecke gebracht hat. Härter? Das ist doch nur das Frühstücksei. Aber Moment, wir sind auch ganz nahe am Härtegrad von Kruppstahl, denn wir spülen auch abends das Massenunglück, die Naturkatastrophe und den Amoklauf mit Wein und Bier hinunter. Hört sich absurd an? Ist es aber nicht, denn es ist doch genau so!
Posted: April 12th, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: 26, Alter, ICH, Leben, Liebe |
26!
Posted: March 23rd, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: Chor, Gesang, Leben, Liebe, Lied, Mensch, Mond, Musik, schön, Volk |
Der Mond ist aufgegangen,
die goldnen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar.
Der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus den Wiesen steiget
der weiße Nebel wunderbar.
Wie ist die Welt so stille
und in der Dämmrung Hülle
so traulich und so hold
als eine stille Kammer,
wo ihr des Tages Jammer
verschlafen und vergessen sollt.
Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen
und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen,
die wir getrost belachen,
weil unsre Augen sie nicht sehn.
Wir stolzen Menschenkinder
sind eitel arme Sünder
und wissen gar nicht viel.
Wir spinnen Luftgespinste
und suchen viele Künste
und kommen weiter von dem Ziel.
Gott, laß dein Heil uns schauen,
auf nichts Vergänglichs trauen,
nicht Eitelkeit uns freun;
laß uns einfältig werden
und vor dir hier auf Erden
wie Kinder fromm und fröhlich sein.
Wollst endlich sonder Grämen
aus dieser Welt uns nehmen
durch einen sanften Tod;
und wenn du uns genommen,
laß uns in’ Himmel kommen,
du unser Herr und unser Gott.
So legt euch denn, ihr Brüder,
in Gottes Namen nieder;
kalt ist der Abendhauch.
Verschon uns, Gott, mit Strafen
und laß uns ruhig schlafen.
Und unsern kranken Nachbarn auch!
by Matthias Claudius
Posted: March 23rd, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: Auszeit, Beziehung, Boden, Feind, Freunde, Laminat, Leben, Liebe, Mensch, Sonne, Staub |
Die Sonne scheint auf das Laminat und gibt den Blick auf ein grausames Bild frei: STAUB! Er ist nicht mein Erzfeind, aber wir sind auch keine Freunde. Also beschwingt den Swiffer zur Hand genommen und drauf los ge-ent-staubt. Ich bin mir sicher, dass mein Staubfänger gerne eine Auszeit nehmen würde, aber jetzt muss er glühen. Und er glüht. Denn keine 5 Minuten später ist er wieder da: der STAUB! Wir sind inzwischen immer noch nicht gut aufeinander zu sprechen. Also eine Liebesbeziehung wird das ganz sicher nicht. Aber irgendwie müssen wir ja miteinander klar kommen.
Posted: March 21st, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: Anfang, Auto, Besitz, Ende, Gedanken, gehen, Geld, haben, Haus, ICH, Leben, Liebe, Mensch, Weg, Welt, Zeit |
I had a nice nursery and big windows. I had a car and a piano in my own house. I had a garden and all kinds of flowers you can imagine. I had good times with my brother and the rest of my family. I had blonde hair, sometimes shorter, sometimes longer. I had coffee and tea and both with alcohol. I had wishes and dreams and the reality. I had promises and a broken heart. I had satisfaction and tears in my eyes. I had friends and people who wanted to be my friends. I had debts and cash flow. I had broken shoes and a wedding dress. I had air in my lungs and dust in my mouth. I had almost everything, but I never had me and I had never me.
Posted: March 12th, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: Abschied, Bahnhof, Bahnsteig, Gedanken, Gesicht, Leben, Liebe, Menschen, Träne, Zug |
Eigentlich hat sie viel zu viel Gepäck an Bord. Das hat auch der alte Mann erkannt, der ihre Begleitung zu sein scheint. Vergebens versucht er ihr die schweren Taschen ins Abteil zu tragen. Sie weist ihn mit einem bestimmenden Ton zurück. Der Alte verstummt und steht verwurzelt am Bahnsteig. Hastig sucht sie sich ihren Sitzplatz, dreht ihren Rücken zum Fenster. Der Alte davor stehend winkt. Und winkt. Eine Träne rollt ihm über das Gesicht. Durch Zufall sieht sie ihn noch einmal, winkt genervt. Aber nur einen kurzen Augenblick. Der Alte versucht in das Abteil zu schauen. Seine Tränen werden stärker. Doch sie nimmt davon längst keine Notiz mehr.
Posted: March 11th, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: Boiler, DDR, Ding, Dinge, Erdbeermarmelade, Erinnerung, Frühstück, Gummi, Kuchen, Leben, Liebe, Mensch, Menschen, Oma, Plastik, Radio, Sckokoladenkuchen, Streichhölzer, Tod, Topf |

Gummi zersetzt sich nie und überdauert Menschenleben. Manch andere Dinge überdauern ebenfalls Menschenleben. So ist das auch mit Erinnerungen.
Ich sehe die Anrichte mit dem klobigen Küchenradio immer noch genau vor mir. In der Sitzecke davor gab es zum Frühstück immer Kuchen. Schokoladenkuchen. Oder die aufgebackenen Brötchen wurden mit selbstgemachter Erdbeermarmelade bestrichen, so schmeckten auch die verbrannten Stellen ganz gut.
War das ein Boiler über der Spühle? Jedenfalls waren später unzählige Töpfe hinter der Eckdrehtür der neuen Küche verstaut. An der Wand ein Kalender mit Terminen und Geburtstagen, ein Ding wo immer Streichhölzer drin waren und noch sowas aus Plastik. Glaube ich. Vielleicht vergehen Erinnerungen doch. Dann sind sie wohl doch nicht wie Gummi.
photo: Lonko
Posted: March 3rd, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: Bewusstsein, Hafen, Insel, Land, Leben, Liebe, Meer, Mensch, Menschen, Rettung, Schiff |
Wenn du den Drang hast, ganz weit raus zuschwimmen, dann vergiss nie die Insel hinter dir. Blicke nicht all zu oft zurück, aber sei dir ihrer Existenz bewusst. Denn wenn du dich einmal verlieren solltest, kann ein Hafen deine Rettung sein. Und es isst sich bekanntlich leichter an Land als auf einem sinkenden Schiff.
Posted: February 26th, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: Leben, Liebe, Mensch, Menschen, Welt |
I lost you in the crowd
in an unfamiliar town
they found you back in the river
where hardly no one goes
I had so much to tell you
but it never came to words
I wish I could have told you
that no one can take your place
by Taken by Trees
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