Tag Archives: Mensch

Gedankensolo

Liebesblume

Der Mensch braucht die Liebe wie die Blume das Licht zum Wachsen.

Alltagswahn

So wie du bin ich

Es gab mal ein Mädchen. Sie hatte eine unglaubliche Ausstrahlung. Ihre Gestik und Mimik haben mich immer verzaubert. Lange Zeit wollte ich so sein wie sie. So lachen und dabei mit den Augen so strahlen wie sie. Ihre Hände waren geschickt in Malerei und das kann ich bis heute nicht.

Ich habe lange nichts von ihr gehört oder gelesen. Was sie macht, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen. Immer, wenn wir uns gesehen haben, wurde es zwischen uns distanzierter. Vielleicht ist das im Leben einfach so. Ich habe ihr bis heute nicht gesagt, was ich von ihr halte oder wie ich sie sehe. Aber ich habe etwas gefunden, was sie mir hätte nie geben können oder besser, was ich hätte von ihr erwarten oder klauen können: mich. Und es fühlt sich viel besser an, als ich vermutet habe. Es ist mein Lachen mit meinem Glanz in den Augen. Meine Gestik und Mimik finde ich umwerfend. Nichts desto trotz danke, an das Mädchen, was mir gezeigt hat, wie man man selbst sein kann.

TakeAway

Why


Every note I sing, every tone I bring
is for you
What have I done to me?
What have I done to you?
Is this already gone
what I just pushed on for you?
did I lose my bid of happiness to make what I love?
is this real is this fake who I am?
why do I fall in the ocean?
why don’t you take my hand?
why is my mind so empty?
why can I see the end of my life?
Everything I waste, everything I taste
is for you
What have I done to me?
what have I done to you?
Is this already gone
what I just pushed on for you?
did I lose my bid of happiness to make what I love?
is this real is this fake who I am?
why do I fall in the ocean?
why don’t you take my hand?
why is my mind so empty?
why can I see the end of my life?
why do I fall in the ocean?
why don’t you take my hand?
why is my mind so empty?
why can I see the end of my life?

by Valentine
Alltagswahn

Der Aufstieg im Abgrund

Wie oft standest du schon am Abgrund? Und bist doch nicht gesprungen! Aber immer wieder zieht es dich zu der Stelle, die alles beenden könnte. Mutig gehst du den Weg bis auf den letzten entscheidenden Meter. Du stoppst. Wie feige wäre es, sich jetzt umzudrehen und allen anfeuernden oder flehenden Rufen ins Gesicht zu schauen?! Also nimmst du all deinen Mut zusammen, bist fest entschlossen zu springen. Aber irgendetwas hindert dich daran. Du tust es erneut nicht. Enttäuscht von dir selbst, machst du dich auf den Heimweg. Mit gesenktem Haupt schlenderst du lustlos zu deiner Wohnungstür, wo dich Herr Vorwurf und Frau Antriebslos schon freudig erwarten. Morgen. Morgen wirst du ganz sicher springen. Oder vielleicht auch übermorgen. Aber dann ganz sicher. (Und in der Zwischenzeit kannst du deine Entscheidung einfach mal genießen.)

Alltagswahn

Der Einfachheit halber

Glückliche Herzen. Lachende Gemüter. Duftendes Leben. Schlichtes Sein.

TakeAway

Der Mond ist aufgegangen

Der Mond ist aufgegangen,
die goldnen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar.
Der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus den Wiesen steiget
der weiße Nebel wunderbar.

Wie ist die Welt so stille
und in der Dämmrung Hülle
so traulich und so hold
als eine stille Kammer,
wo ihr des Tages Jammer
verschlafen und vergessen sollt.

Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen
und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen,
die wir getrost belachen,
weil unsre Augen sie nicht sehn.

Wir stolzen Menschenkinder
sind eitel arme Sünder
und wissen gar nicht viel.
Wir spinnen Luftgespinste
und suchen viele Künste
und kommen weiter von dem Ziel.

Gott, laß dein Heil uns schauen,
auf nichts Vergänglichs trauen,
nicht Eitelkeit uns freun;
laß uns einfältig werden
und vor dir hier auf Erden
wie Kinder fromm und fröhlich sein.

Wollst endlich sonder Grämen
aus dieser Welt uns nehmen
durch einen sanften Tod;
und wenn du uns genommen,
laß uns in’ Himmel kommen,
du unser Herr und unser Gott.

So legt euch denn, ihr Brüder,
in Gottes Namen nieder;
kalt ist der Abendhauch.
Verschon uns, Gott, mit Strafen
und laß uns ruhig schlafen.
Und unsern kranken Nachbarn auch!

by Matthias Claudius
Gedankensolo

I had

I had a nice nursery and big windows. I had a car and a piano in my own house. I had a garden and all kinds of flowers you can imagine. I had good times with my brother and the rest of my family. I had blonde hair, sometimes shorter, sometimes longer. I had coffee and tea and both with alcohol. I had wishes and dreams and the reality. I had promises and a broken heart. I had satisfaction and tears in my eyes. I had friends and people who wanted to be my friends. I had debts and cash flow. I had broken shoes and a wedding dress. I had air in my lungs and dust in my mouth. I had almost everything, but I never had me and I had never me.

Alltagswahn

Manches vergeht nie

Gummi zersetzt sich nie und überdauert Menschenleben. Manch andere Dinge überdauern ebenfalls Menschenleben. So ist das auch mit Erinnerungen.

Ich sehe die Anrichte mit dem klobigen Küchenradio immer noch  genau vor mir. In der Sitzecke davor gab es zum Frühstück immer Kuchen. Schokoladenkuchen. Oder die aufgebackenen Brötchen wurden mit selbstgemachter Erdbeermarmelade bestrichen, so schmeckten auch die verbrannten Stellen ganz gut. ;-)

War das ein Boiler über der Spühle? Jedenfalls waren später unzählige Töpfe hinter der Eckdrehtür der neuen Küche verstaut. An der Wand ein Kalender mit Terminen und Geburtstagen, ein Ding wo immer Streichhölzer drin waren und noch sowas aus Plastik. Glaube ich. Vielleicht vergehen Erinnerungen doch. Dann sind sie wohl doch nicht wie Gummi.

Alltagswahn Gedankensolo

Insel im Meer

Wenn du den Drang hast, ganz weit raus zuschwimmen, dann vergiss nie die Insel hinter dir. Blicke nicht all zu oft zurück, aber sei dir ihrer Existenz bewusst. Denn wenn du dich einmal verlieren solltest, kann ein Hafen deine Rettung sein.  Und es isst sich bekanntlich leichter an Land als auf einem sinkenden Schiff.

TakeAway

To Lose Someone

I lost you in the crowd
in an unfamiliar town
they found you back in the river
where hardly no one goes

I had so much to tell you
but it never came to words
I wish I could have told you
that no one can take your place

by Taken by Trees