Die Tendenz es allen recht zu machen, ist schon lange nicht mehr da. Stattdessen ist das Wort “nein” gängiger in meinem Wortschatz, als je zuvor. Und es passt. Einfach deshalb, weil mir Dinge erspart bleiben, in denen sich andere gerne suhlen. Bezogen auf Menschen, meine ich damit Selbstmitleid, Irrglaube und Wahrnehmungsstörungen. Das “nein” wird damit zum “ja” zu mit selbst.
Mein Hypothalamus arbeitet gerade wie die Zylinder eines Motors. Der Bereich meines Zwischenhirns ist dadurch auf Höchstgeschwindigkeit. Die vegetativen Funktionen meines Körpers sind auf Vollgas gestellt. Wäre ich ein Auto, könnte ich durch die neuronalen Verbindungen zu den anderen Bereichen meines Gehirns jetzt fliegen.
Wenn man in den Zug steigt, sein Ziel fest vor Augen hat und nur noch ankommen will, bemerkt man erstmal wie unerwünscht man eigentlich in jedem Abteil ist. Die Blicke treffen einen ungewohnt böse oder gleiten verschämt Richtung Boden. Die Suche nach einer Sitzgelegenheit ist wie die Nadel im Heuhaufen und alle Mitmenschen versuchen einem das uberflüssige Gefühl noch unerträglicher zu machen. In diesem Fall kommt frech und dreist am schnellsten ans Ziel. Das nennt sich trotz Allem: fröhliche Zugfahrt.
In meinem Zimmer unter dem Bett befindet sich ein Monster. Immer wenn ich aufstehen will, kommt es mit seinen riesigen Pranken unter dem Lattenrost hervor und jagt mir üble Angst ein. Also beschließe ich liegen zu bleiben, denn dann kann mir das Monster nichts anhaben.
Doch irgendwann ist der Drang aufzustehen zu groß und ich steige langsam aus dem Bett, um das Monster nicht zu wecken. Doch es hört mich, springt unter meinem Bett hervor und erschreckt mich auf’s Übelste. Was tun? Meinen Weg gehen und mich nicht von dem Monster beeinflussen lassen? Oder lieber wieder zurück ins Bettchen kriechen, um keinen Kampf mit dem Monster zu führen?
Je mehr ich in meinem Bett darüber nachdenke, desto entschlossener werde ich dem Monster zu sagen, dass ich meinen Weg einfach gehen werde. Also nehme ich all meinen Mut zusammen, steige aus dem Bett, stehe dem Monster gegenüber und bemerke, dass es mir außer Drohgebärden nichts tun kann.
Jetzt danke ich dem Monster für seine warnenden Angstmacher und kann entspannt an ihm vorbei gehen, ohne mich oder meinen Weg weiter davon beeinflussen zu lassen.
Am Anfang waren das Bienchen und das Blümchen. Aus deren Begegnung keimte eine Zelle auf und es entsprang ein Pfirsichbäumchen. Er entwuchs aus dem Boden der Welt und gedeihte kräftig. Eines Tages trug das Pfirsichbäumchen Früchte und eines davon warst du. Der Kern einst so winzig, begann nach und nach an Fülle zu entwickeln. Immer fester wurde die Hülle und als bald war sie so reif, dass sie in der Blüte des Lebens stand. Schaurige Gewitter und purer Sonnenschein zogen am kleinen Pfirsich vorüber. Bis eines Tages der Stil zur Welt des Pfirsichbäumchens brach. Der Pfirsich fiel zu Boden und seine Haut begann zu verwelken. Kleine Löcher fraßen sich in die schöne Hülle des Lebens und hinterließen sichtbare Spuren. Und irgendwann war er weg, der Pfirsich. Nur noch das Bäumchen stand beharrlich im Wind und trotzte dem Wetter. Bis irgendwann ein Bienchen den Pfirsichbaum besuchte…
Sind wir doch mal ehrlich und wenn wir es sind, dann ist es doch so: Wir lesen tagtäglich in unserer Morgenzeitung wie viele Menschen jetzt wieder durch irgend welche terroristischen Vereinigungen getötet wurden. Dazu der erste Kaffee. Geht runter, oder? Wie wäre es mit einem netten Marmeladenbrötchen? Passend dazu dudelt im Radio ein Trauerlied, weil irgend ein Psychopath erneut ein kleines Kind um die Ecke gebracht hat. Härter? Das ist doch nur das Frühstücksei. Aber Moment, wir sind auch ganz nahe am Härtegrad von Kruppstahl, denn wir spülen auch abends das Massenunglück, die Naturkatastrophe und den Amoklauf mit Wein und Bier hinunter. Hört sich absurd an? Ist es aber nicht, denn es ist doch genau so!
Undertiden drømmer jeg fra surfet. Jeg har lys hår og brun hud. Under mit arm er et surfbræd og jeg danser i takt til bølgen. Solen brænder sig i min krop og jeg elsker den rød farve på arme, bene og bryst. Jeg tænker ingen ting, bare om hvornår jeg skal gå igen i vanden og surfer op til den mørke nat. Mine venner har alle samt lys hår og brun huld. Vi er naturen, vi er surfer. Livet er så simpelthen. Også sanden er en familiemedlem. Men det er helt i orden for os. Kan drømmen ikke være virkeligheden? Jeg skal lære surf snart!
Eigentlich hat sie viel zu viel Gepäck an Bord. Das hat auch der alte Mann erkannt, der ihre Begleitung zu sein scheint. Vergebens versucht er ihr die schweren Taschen ins Abteil zu tragen. Sie weist ihn mit einem bestimmenden Ton zurück. Der Alte verstummt und steht verwurzelt am Bahnsteig. Hastig sucht sie sich ihren Sitzplatz, dreht ihren Rücken zum Fenster. Der Alte davor stehend winkt. Und winkt. Eine Träne rollt ihm über das Gesicht. Durch Zufall sieht sie ihn noch einmal, winkt genervt. Aber nur einen kurzen Augenblick. Der Alte versucht in das Abteil zu schauen. Seine Tränen werden stärker. Doch sie nimmt davon längst keine Notiz mehr.
Gummi zersetzt sich nie und überdauert Menschenleben. Manch andere Dinge überdauern ebenfalls Menschenleben. So ist das auch mit Erinnerungen.
Ich sehe die Anrichte mit dem klobigen Küchenradio immer noch genau vor mir. In der Sitzecke davor gab es zum Frühstück immer Kuchen. Schokoladenkuchen. Oder die aufgebackenen Brötchen wurden mit selbstgemachter Erdbeermarmelade bestrichen, so schmeckten auch die verbrannten Stellen ganz gut.
War das ein Boiler über der Spühle? Jedenfalls waren später unzählige Töpfe hinter der Eckdrehtür der neuen Küche verstaut. An der Wand ein Kalender mit Terminen und Geburtstagen, ein Ding wo immer Streichhölzer drin waren und noch sowas aus Plastik. Glaube ich. Vielleicht vergehen Erinnerungen doch. Dann sind sie wohl doch nicht wie Gummi.
Wenn du den Drang hast, ganz weit raus zuschwimmen, dann vergiss nie die Insel hinter dir. Blicke nicht all zu oft zurück, aber sei dir ihrer Existenz bewusst. Denn wenn du dich einmal verlieren solltest, kann ein Hafen deine Rettung sein. Und es isst sich bekanntlich leichter an Land als auf einem sinkenden Schiff.
In den unendlichen Weiten deines Ichs wirst du immer wieder Raum finden, den du nicht zu füllen weißt. Die Leere dort drinnen wird dir komisch vorkommen, aber mit der Zeit wirst du sie akzeptieren. Deine Fragen werden Antworten mit sich bringen und du wirst dich vollkommener fühlen.
Unendlich viel Schwarz kannst du nicht durch einen Tropfen Weiß auffüllen. Du wirst es versuchen. Immer und immer wieder. Und vielleicht gelingt es dir ja das Dunkel ein wenig zu erhellen. Nur ein kleines bisschen. Ganz wenig.
Man ist immer allein, wenn es um einen selbst geht. Wo einst Menschen um dich waren, stehen verstumme Körper um dich. Sie werden dir nicht zuhören. Du musst dir selbst zuhören. Auf der Suche nach Ohren und Augen wirst du bei dir selbst ankommen. Auf den Rest kannst du dann gut und gerne verzichten.
This video was made in an old coal mine in Essen – the european capital of culture 2010. If you have the chance to go there, GO FOR IT! It is simply amazing and indescribable!
Mit gesunkenem Kopf stehst du vor der Masse. Ihre Blicke durchbohren dich. Du spürst jedes einzelne Auge auf deinem Körper. Wie Stecknadeln sezieren sie deine Haut. Alles nur ein böser Traum? Manchmal erwachst du und stellst zufrieden die Realität fest. Aber schon kurz darauf verfällst du wieder in deinen Dauerschlaf. Rütteln und Schütteln hilft nicht, denn mit deinen tausend Gedanken bist du festgesaugt. Vorbei an der Wirklichkeit. Hinein ins Nichts. Und dann beschwerst du dich über deine Situation? Sperrst dich selbst vom Leben aus? Schluckst den Schlüssel deines Käfigs freiwillig hinunter wie eine Leibspeise? There is nothing to complain about! Think about it! Jedenfalls ist deine Selbstanklage im Vergleich zum Weltgerichtshof verschwindend gering. Think about it!
“I love you” is so easy to say
But so many times it doesn’t mean a thing
“I love you” could everything
As long as we don’t know what love is
I think love is not in what we say, love is in what we do
And when we say we love we’ve got something to prove
What is love?
I think love is nothing but the truth
Something inside of me, something inside of you
Love is faith and loyalty
Love is sharing, love is to believe
I think that is what love could be
And so much more ’cause love is deep, love is deep
What is love?
I think love can be bold, love can be bear
Love can make you happy and lova can make you sad
Love can break your heart and love can hear your soul
Ich möchte sein, wie ich bin. Atmen, wie ich möchte und nicht atmen, wenn ich nicht will. Ich möchte sein gelassen werden, wenn ich es brauche und nicht sein gelassen werden, wenn es für mich besser wäre. Ich kann scheiße sein, das steht außer Frage. Aber das bin dann ich. Und es hat auch nur was mit mir zu tun. Vielleicht ist das was ich verlange zu viel verlangt. Ich kann aber so sein.
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