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Entdeckt: Feist

Mich verzaubern in letzter Zeit immer mehr die Klänge der Gitarre. Zusammen mit einer schönen Stimme, ist dies fast nicht mehr zu toppen (für mich jedenfalls). Ich berichtete ja schon einmal von so einem Musikwunder. Jetzt habe ich Feist entdeckt und bin wirklich entzückt über die Musikerin aus Calgary/Kanada. Aber seht/hört selbst:

Feist from Black Cab Sessions on Vimeo. (Die Black Cab Sessions sind übrigens generell sehr sehenswert.)

Wem Gitarre und Gesang ebenfalls ein Lächeln ins Gesicht zaubern, der sollte sich auch Cat Power nicht entgehen lassen!

Ohrgasmus

Was Musik angeht, sind die Geschmäcker bekanntlich verschieden. Wer elektronischer Musik dennoch nicht ganz abgeneigt ist, der kommt an dOP auf keinen Fall vorbei. Die LIVE-Performance der drei Franzosen Clement, Damien und Jonathan erstreckt sich über Synthesizer und Gesang bis hin zu fetten Baselines. Dabei entwickelt der Sänger ein derartiges Sexappeal, dass garantiert kein Höschen trocken bleibt! Außerdem steht fest: jede Faser des Körpers wird sich zum Takt winden!!!

Jose Gonzalez

Gehört, verliebt, behalten. Jose Gonzalez hat mein Gehör im Sturm erobert und so musste ich mir sofort seine beiden Alben Veneer und In Our Nature kaufen. Wer ihn nicht kennt, merkt spätestens ab diesem Lied, dass er ein Talent besitzt, was seines Gleichen sucht! Anbei eine kleine Geschmacksprobe:

Der Mond ist aufgegangen

Der Mond ist aufgegangen,
die goldnen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar.
Der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus den Wiesen steiget
der weiße Nebel wunderbar.

Wie ist die Welt so stille
und in der Dämmrung Hülle
so traulich und so hold
als eine stille Kammer,
wo ihr des Tages Jammer
verschlafen und vergessen sollt.

Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen
und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen,
die wir getrost belachen,
weil unsre Augen sie nicht sehn.

Wir stolzen Menschenkinder
sind eitel arme Sünder
und wissen gar nicht viel.
Wir spinnen Luftgespinste
und suchen viele Künste
und kommen weiter von dem Ziel.

Gott, laß dein Heil uns schauen,
auf nichts Vergänglichs trauen,
nicht Eitelkeit uns freun;
laß uns einfältig werden
und vor dir hier auf Erden
wie Kinder fromm und fröhlich sein.

Wollst endlich sonder Grämen
aus dieser Welt uns nehmen
durch einen sanften Tod;
und wenn du uns genommen,
laß uns in’ Himmel kommen,
du unser Herr und unser Gott.

So legt euch denn, ihr Brüder,
in Gottes Namen nieder;
kalt ist der Abendhauch.
Verschon uns, Gott, mit Strafen
und laß uns ruhig schlafen.
Und unsern kranken Nachbarn auch!

by Matthias Claudius

Stopfen und Verdauen

Ich stopfe meine Kopfhörer immer tiefer in meine Ohren. Der Schmerz interessiert mich nicht. Den Tönen, die aus den kleinen Biestern kommen, fröne ich entgegen. Und sie dringen so vollkommen bis in die letzte Windung meiner Ohrmuscheln vor. Immer wieder höre ich die Instrumente, die Stimmen, die Bewegungen der Hände und des Körpers der Künstler. Wenn man die Augen dabei schließt ist es fast so, als würde man mitspielen. Bei Bach mache ich dann auch ein paar Trockenübungen am Klavier. ;-)

Eine Fülle an Informationen strömt immernoch durch mein Gehirn und jeder Achteltakt und jedes Crescendo ist hängen geblieben. Ich verarbeite diese Informationen unglaublich schnell. Das Tempo hat Weltrekordklasse. Auch wenn es immer so einfach aussieht, ein Instrument zu spielen, das ist es für mich auch nach 12 Jahren nicht. Jetzt bin ich seit Langem aus dem Training, aber es reizt mich jeden Tag wieder anzufangen. Aber sowas fördert die Arge nicht. :-)

[Link]

Ein unglaubliches Instrument mit soviel Tiefe und Wärme!

Ehrgeiz

Gerade wurde eine neue Castingband gegründet.Ein halbes Jahr lang hat Po7™ das eh schon sehr schlechte Fernsehprogramm noch schlechter gemacht. Bevor die Frischlinge in die Welt der ‘Stars und Sternchen’ entlassen wurden, hat sich der tolle Sender nicht verkniffen noch ein paar hilfreiche Tipps mit auf den Weg zu geben. Einer darunter hieß ‘Ehrgeiz’.

Ich habe mal genauer nachgeschaut, was dieses Wort bedeutet:

Unter Ehrgeiz versteht man die Gier einer Person nach Ehre, oft verbunden mit dem Streben nach Macht und Ruhm. Wer ehrgeizig ist, ist eifrig bestrebt, andere zu übertreffen.

Quelle: Wikipedia

Bei allem Respekt, aber die Erklärung bei Wikipedia finde ich durchweg negativ. Bei Meyers Lexikon wird meine negative Empfindung sogar bestätigt:

Ehrgeiz, das Streben, andere an Ehre, Geltung oder Macht zu übertreffen; ethisch teils positiv (als Leistungsimpuls), teils negativ bewertet, v. a. als übersteigerter Ehrgeiz (Ehrsucht), der andere in den Schatten zu drängen oder Leistungen vorzutäuschen sucht.

Quelle: Meyers Lexikon

Ich schließe für mich daraus, dass die neugeborenen Stars also eine negative Eigenschaft an den Tag legen sollen, damit sie den gebührenden Erfolg bekommen?! Mir leuchtet das ein, aber ich akzeptiere das so nicht für mich, denn ich gehöre nicht zu dieser Ellenbogengesellschaft. Alles, was ich bisher erreichen wollte, habe ich geschafft, ohne negative Eigenschaften an den Tag zu legen. Natürlich fordert die Welt da draußen eine gewissen Härte von uns. Aber ist Ehrgeiz das richtige Wort dafür?

Nachtrag:

Geiz ist nicht im Geringsten geil!

Bis zur Frau

In unserem Haus auf der Insel Usedom war immer genügend Platz sich zu entfalten. Als kleines Mädchen liebte ich Barbies und Polly Pocket. Stundenlang beschäftigte ich mich mit den minimalistischen Plastikfiguren. Zu Weihnachten bekam ich einmal eine heiß ersehnte ‘Negerpuppe’(1) geschenkt, die dann zwei Wochen später auf meinem Kleiderschrank neben unzähligen anderen Plüschtieren verendete. Während meine Körpergröße die 120 m nicht überschritt, schlief ich in einem selbstgebauten Hochbett. Meine Geheimecke darunter war mein Paradies, und zwar nur meins! Die Spielzeugkiste und mein Schaumstoffreithahn Friedolin waren immer dabei. Später wurden hinter den grünen Vorhängen dann Doktorspiele veranstaltet, aber dazu an dieser Stelle nicht mehr. Desto älter ich wurde, desto mehr Aufkleber schmückten mein hochglanzlackiertes Bett. Zur Freude meines handwerklich begabten Vaters, auch Bettbauer genannt. Die Leiter war mittlereile überflüssig und überhaupt luscherte ich viel lieber durch das Schlüsselloch der Zimmertür meines Bruders. Der hat vielleicht komische Geräusche mit seiner Freundin veranstaltet, kann ich euch sagen! Nach unzähligen Prinzessinnenspielen und Mutter-Vater-Kind(2) kam meine christliche Phase. Ich ging mit 12 jeden Sonntag freiwillig in die Kirche und zwängte meiner Familie Tischgebete auf. Kurz danach ging ich dann zu den HipHoppern über. Wenn ich heute Fotos von damals sehe, dann denke ich, dass ich mehr männliche Hormone als Arnold Schwarzenegger in mir trug. Abgewechselt wurde diese Phase durch die TechnoTante. Schlaghosen aus komischem Glänzstoff und Buffallos mit den unmöglichsten Plateausohlen. Aber die Musik war gut zu der Zeit. Die Musik ist bis heute geblieben, aber mein Stil lässt sich heute nicht mehr definieren, da er von klassischer Biederfrau, über exotische HighHeelsLady bis hin zur sportlichen Sexbombe variiert. Aber ich bin immernoch ich. Und nackt sind wir eh alle gleich. :-)

  1. Das Wort soll nicht verachtend klingen. Ich habe die Puppe schon als Kind so genannt. (back)
  2. Ich habe dieses Spiel nie gemocht. (back)

Above the clouds

Happy sunday and a fabulous start into the week.

[Link]

Lots of LOVE to all of you.

Ein Umzug der ist lustig

Am Wochenende konnte ich trotz Umzug auch ein wenig die Sonne genießen. Die 800 km von Usedom nach Kopenhagen verkürzten wir über den Seeweg mit einer Fähre. Ich habe alles für die Nachwelt festgehalten und mit dem Windows Movie Maker noch gestern Nacht zusammengebastelt (man beachte stellenweise die Harmonie von Film und Musik). Hier also mein vergangenes Wochenende:

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Mein herzlichster Dank an dieser Stelle noch einmal an HerrnLehmann für seine starken Arme und die schönen Momente. Bruder, har de bra. :D

Geflüster

In den vergangenen Wochen ist es wärmer geworden draußen. Die Sonne setzt sich durch und schiebt die dicken Regen- und Schneewolken beiseite. Alle Krabbeltierchen und Plänzchen werden zunehmend agiler und erwachen scheinbar zu neuem Leben.

Auch nachts macht sich der Wetterumschwung bemerkbar und ich lasse das Fenster zunehmend einen Spalt geöffnet. So auch vergangene Nacht, in der ich etwas bemerkte:

Diagonals

ich wachte von einem sehr leisen, feinen, fast zaghaftem, Geräusch auf. Halb wahrnehmend wankte ich zum Fenster und schaute fragend in die Welt hinaus. Was war es und vor allem wo kam es her? Durch das wenige Licht auf der Strasse konnte ich nichts erkennen, aber ich hatte den Klang einem Windspiel mit äußerst feinen kleinen Glöckchen zuordnen können. Am nächsten Tag musste ich einige Dinge in der City erledigen und auf dem Heimweg hörte ich schon am Anfang unserer Strasse die kleinen ‘Windinstrumente’. Mein Blick richtete sich plötzlich auf einen Balkon im 4. Stock und tatsächlich da hing dieses kleine Musikwerk. Es funkelte in der Sonne und schaukelte recht schnell durch den Wind getrieben hin und her. Fast war es, als würde die Natur eine Geschichte erzählen wollen und sie uns mitteilen durch diese zarten Klänge.

Creative Commons License photo credit: John-Morgan

Auch heute Nacht werde ich dem Klingen der Glöckchen lauschen und mir etwas durch den Wind erzähltes anhören…

Lebensbegleiter

Einige von euch haben es sicherlich auf meinem alten Blog gelesen – das Thema MUSIK.

Music...

Ich wurde in einer durchaus musikalischen Familie geboren. Mein Vater spielte Trompete und auch das Schlagzeug hat er schon rhythmisch bewegt. Und meine Mutter hat in ihrer Jugendzeit Akkordeon (eines der vielen weiteren Begriffe hierfür ist Schifferklavier) gelernt. Somit lag es nahe, dass auch ich ein Instrument lernen sollte. Dem Wunsch Gitarre zu lernen wurde mit einem Klavier entgegengewirkt und somit übte ich, mehr oder minder fleißig, ab meinem 6. Lebensjahr auf den schwarzen und weißen Tasten. In meiner pubertären Phase entschloss ich mich außerdem Flötenunterricht zu nehmen und liebte ab dem Zeitpunkt meine geliehene Altflöte (Sopranflöte fand ich einfach zu schlicht).

Nun liegen 12 Jahre Klavier- (jeden Mittwoch) und nebenbei 4 Jahre Flötenunterricht hinter mir. Ich habe also genau die Hälfte meines Lebens selbst MUSIK gemacht. Momentan besitze ich kein eigenes Klavier, was mir jedoch nicht die Möglichkeit des Spielens verwehrt. Denn jedes Mal, wenn ich nach Hause zu meiner Familie fahre, setze ich mich an den Flügel in einem naheliegenden Museum um im Kopf gebliebene, selbst kreierte und neue Stücke zu spielen.

Doch MUSIK ist noch mehr für mich. Ich zähle auch alle Geräusche und Töne, die ich jeden Tag um mich herum wahrnehme zu MUSIK. Das kann Möwengeschrei sein oder lärmende Autos. Auch die ‘Stille der Nacht’ birgt wahnsinnig viele Klänge in sich. Seitdem ich mich sehr viel mit mir selbst beschäftige halte ich oft Inne und höre der Welt da draußen zu. Meistens schließe ich dabei die Augen und sauge jeden einzelnen Ton in mich auf.

Klänge, Töne, Geräusche, nennt es von mir aus wie ihr wollt, umgeben uns immer, stets und ständig. Auch in der Stille existieren sie. Sie sind ein Teil, der uns immer begleiten wird. Ich bin ein Mensch, der sich vieler verschiedener Arten von MUSIK annimmt. Ob es die Klassik ist oder ein deeper House Titel. Für mich gehört MUSIK zum Leben und sie bereichert es jeden einzelnen Tag. Wer diesen Lebensbegleiter ebenso wie ich zu schätzen weiß, der weiß auch worüber ich hier schreibe.

Zum Abschluss dieser kleinen Geschichte möchte ich euch auf einen Mann aufmerksam machen, der meiner Meinung nach die MUSIK auf seine ganz spezielle Art und Weise liebt. Er begeistert damit Menschen in seinem Land – aber das könnt ihr selbst sehen, hören und genießen…

photo credit: *~sTeRnDaL~*