Betroffenheit Japan

In der ganzen KKW-Angelegenheit in Japan frage ich mich ernsthaft, wer hier eigentlich der oder die Betroffene ist? Wir, also in diesem Fall die Japaner, bauen ein Kernkraftwerk in die Natur. Diese tut dann das, was sie immer tut: Natur sein. Für uns vielleicht eine Katastrophe, für die Natur aber einfach nur ihr Naturell. Menschen leiden, die Natur leidet. Was ist jetzt schlimmer? Den Schaden tragen in jedem Fall beide langfristig. Wenn aus der Symbiose Parasitismus wird, dann ist die Natur definitiv die Betroffene!

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In der Mitte

Auf einem Feld, in seiner Mitte, trafen sich zwei Männer. “Was machst du da”, fragte der eine Mann. “Ich mähe das Gras”, antwortete der andere Mann, während er mit seiner Sense gleichmäßig durch die langen Grashalme fuhr. “Wird dir dabei nicht langweilig”, fragte der andere Mann verdutzt. “Nein”, antwortete der Mann mit der Sense. “Ich mache das Tag für Tag.” “Und was machst du mit all dem Gras, das du gemäht hast”, wollte der Mann neugierig wissen. “Ich gebe es meinen Tieren zu fressen. Und manchmal, wenn etwas Gras übrig ist, verkaufe ich es auf dem Markt.” “Und davon kannst du leben?” “Wie du siehst: ich lebe.” Der Mann, der aus der Stadt kam, wollte mehr wissen und fuhr mit seinen Fragen fort: “Aber warum kaufst du kein Gras in der Stadt für deine Tiere? Du würdest viel Zeit sparen und könntest dir ein Hobby zulegen.” “Warum sollte ich Zeit sparen?” Der Mann legte seine Sense nieder und setzte sich auf einen Vorsprung. Mit einem alten Klappmesser begann er genüsslich einen Apfel zu schälen.  “Sieh”, sprach der Mann und bot seinem Gegenüber ein Stück Apfel an. “Ich habe eine Verantwortung. Ich muss meine Tiere füttern, damit sie mir Milch geben. Daraus stelle ich Butter und Käse her. Nur so kann ich überleben. Das ist der Kreislauf meines Lebens.” “Ich habe auch Verantwortung”, brachte der andere Mann entschlossen entgegen. “Mein Fußballverein braucht mich jedes Wochenende!” “Wenn du das so für dich entschieden hast, dann gehört es zu deinem Leben.” “Und mein Chef könnte auch nicht ohne mich leben.” “Auch das ist deine Entscheidung”, erwiderte der Mann, den Apfel kauend, in all seiner Neutralität. “Warum sitzt du dann noch auf meinem Feld, wenn du woanders dringender gebraucht wirst”, wollte der Mann vom Feld wissen. Zögernd kamen die Worte über die Lippen: “Ich weiß es nicht.”

Auf einem Feld, in seiner Mitte, saßen zwei Männer.

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Der kleine Wombat

“Schönes Wetter”, dachte sich der kleine Wombat, als er aus seiner Erdhöhle kroch. Eigentlich ist der kleine Wombat ja eher eine Nachteule, aber da er nicht fliegen kann, entschied er sich doch lieber am Tag durch die Welt zu spazieren. Er hat übrigens immer einen Regenschirm dabei.

“Heute ist ein guter Tag zum Markieren”, stellte der kleine Wombat zufrieden fest. Genüsslich schwang er seinen Popo auf einen Stein und entledige sich eines großen Geschäftes. “Dipotrodontia”, kam es wie ein Geistesblitz aus dem ernsten Mund des kleinen Wombats. Seine Gattung ließ ihm keine Ruhe.

Und so dümpelte der kleine Wombat noch lange vor sich her. Ein bisschen markieren hier und dort und ein paar Gedanken auf der einen und der anderen Seite des Flusses. So lebte es sich gut als kleiner Wombat.

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Gerhard Schöne

Es gibt Menschen, die haben sich tief in meinen Kopf gebrannt. Darunter zählt Gerhard Schöne. Während meiner Kindheit hatten wir alle Schallplatten seiner Kinderliedersammlung. Und ich habe sie immer bis tief in die Nacht verschlungen. Seine Texte klären spielerisch und durch seine bildhaften Umschreibungen einprägsam über das auf, was einem Kind im Erwachsenenleben bewusster werden wird. Darunter fallen z.B. Themen wie Krieg, Natur und Liebe. Genug geredet. Listen and repeat:

Track 1

Track 2

Track 3

Für mich wurden dank Gerhard Schöne Brücken geschaffen, die viele Kinder heute nicht kennen. Ich bin sehr dankbar für diese Lebensbereicherung, die ich auch als Erwachsener noch genieße. Und nun wünsche ich auch den DDR-Pessimisten viel Spaß beim Hören. :D

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Misstrauen

Klare Sonnenstrahlen blitzen portuberanzenähnlich durch den winzigen Schlitz der Schallosie™. Meine Augen mühen sich noch die Helligkeit zu akzeptieren. Doch langsam befreie ich mich aus meinem Kuschelgemach und starte in den Tag.

Mein Ausblick zeigt die Farbenpracht der ällmählich welkenden Blätter. Ich freue mich auf alles, was heute kommen wird. Vollgetankt mit Energie sauge ich die frische Luft in meine Lungen und pumpe den reinen Sauerstoff in jede einzelne Kapillare meines Körpers. Dabei sind meine Augen fest verschlossen und öffnen sich erst kurz danach für den Blick gen Himmel. Der Horizont ist grenzenlos.

Begegnungen werden wir immer haben. Mich erstaunt dabei immer wieder das Misstrauen, was Menschen gegenüber ihres Gleichen haben. Kein Wort, nur Blicke bestimmen dabei die Gedanken und das meist darauf folgende Urteil. Und damit bescheißen sie sich alle selbst: die Angst davor enttäuscht zu werden, dominiert alles Handeln. Warum hat man vor etwas Angst, was noch nicht eingetreten ist? Fühlt sich Misstrauen so gut an, dass man es mit sich herum tragen muss?

Wenn wir in die Natur gehen, dann schenkt sie uns ihre Schönheit. Dann ist da kein Misstrauen, dass wir sie eventuell zerstören. Da ist nur reine Liebe, die uns geschenkt wird. Die Natur misstraut auch nicht ihres Gleichen. Sie lebt in ihrem natürlichen Einklang mit sich und ihrer Umwelt. Sie lügt sich nicht an, spricht aber klare Worte, die jeder versteht.

Nur wir Menschen misstrauen, lügen und zerstören damit vieles, wenn nicht sogar alles. Ich hoffe mir noch lange meine Offenheit gegenüber der Natur, aber auch den Menschen, erhalten zu können, denn das ist ein schönes Gefühl, was ich ungern in meinem Herzen vergraben möchte.

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Vertrautes Gesicht

Auf einer Wiese, zwischen all dem Gras, schauten mich ein paar vertraue Blätter an. Ich ging vorbei. Auch an den nächsten ging ich vorüber. Doch dann blieb ich stehen, bückte mich und zupfte ein kleines, frisches Blatt aus der Erde. Als ich es in den Händen hielt, fiel ich aus allen Wolken. Es waren Eikalikalokis™. Das war das Wort, was ich als Kind immer zur Verblüffung aller benutzte, um Sauerampfer zu benennen.

Wir saßen als Kinder immer auf einer Wiese bei einer Nachbarin, die ihr Eigentum nur als Sommerresidenz nutzte. Unser Haus war etwas abseits von der Straße gelegen und wir Kinder und Nachbarskinder nutzen das Grundstück der Nachbarin immer, um etwas näher am Geschehen unseres kleinen Ortes zu sein (und sicherlich auch, um von den Eltern etwas abseits zu rücken). Dort saßen wir nun dicht zusammen auf der grünen Wiese und erzählten uns Geschichten. Dabei ernteten wir wie große Bauern in unserem Radius die Blätter der Sauerampferplanze. Niemand erzählte uns, dass die kleinen Blätter, den wohlhabensten Geschmack haben. Dennoch wussten wir es und jeder suchte so viel er eben essen konnte für sich. Unzählige Tage kehrten wir mit Bauchschmerzen nach Hause zurück, trotzdem haben die sauer schmeckenden Blättchen einen derart eigensinnigen Geschmack hinterlassen, dass ich ihn zwischen den Jahren meiner Kindheit und heute oft auf der Zunge hatte.

Als ich das kleine Blatt vorsichtig in meinem Mund zerkaute, belebte es in mir all die Bilder, die ich mit einem Schleier verdeckt, aber nicht vergessen hatte. Mit der Sonne im Rücken kam mir nur ein einziger Gedanke auf: danke für all die schönen Momente.

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Seven good general ideas to be happy

The Positivity Blog – How to Find Happiness the Easy Way

We have all launched ourselves on the road to happiness. We are obsessed with the pursuit of it, but all too often, we become discouraged. We struggle and bumble our way along, but somehow happiness continues to elude us. […]

Quite often, doing things that help others, brings feelings of joy and accomplishment. Making someone else feel good often makes us feel just as good.

Spend Time With Others.

Time spent with people (not just any people, but upbeat, positive people) can bring about feelings of joy, love, interest etc. […] Just smile at people once in a while. […] Don’t forget your animal friends either. Playing with the dog, watching the birds or rabbits in the back yard or even chatting with your son’s pet hamster can make you feel more content or even make you laugh. […]

Quiet Your Mind.

Formal meditation, prayer or even just sitting with your eyes closed for a few minutes can bring about relaxation and a sense of inner peace.

Spend Time in Nature.

[…] Suffice it to say that nature, whether a hike in the woods or simply gazing at the river from your office window, can bring about relaxation, feelings of connectedness, and even spark creativity. […]

Express Yourself.

Creative expression of any kind (art, crafts, cooking, decorating, writing) can bring along a great deal of positive emotion. Your work doesn’t have to be good…you just have to enjoy doing it.

Have Fun.

This might mean making more time for your hobbies, taking up a new hobby, spending more time with friends or quick-and-easy activities like seeing a movie, going to a concert or texting back and forth with someone who always makes you laugh. Anything that engages your interest or makes you laugh or smile.

Volunteer Work.

Quite often, doing things that help others, brings feelings of joy and accomplishment. Making someone else feel good often makes us feel just as good.

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Augenblick

Je näher ich dem Strand komme, um so mehr weht der Wind durch mein offenes Haar. Die Strähnen streifen unregelmäßig mein Gesicht und kitzeln meine Haut. Dann nehme ich meine Hand und lege sie sanft an ihren Ort zurück. Diese Szenario wiederholt sich einige Male. Am Strand fühlen meine Füße den vom Regen noch nassen Sand und die kleinen Körner rieseln an den Zehen entlang. Mich drängt es zum Wasser und ich laufe etwas schneller dem offenen Meer entgegen. Kuze Zeit später stehe ich an der Stelle, wo das Land mit dem Ozean verschmilzt und schaue mir das grüne Wasser und den hellbraunen Sand an. Die weißen Schaumkronen hüpfen lustig zum Ufer und verschwinden genau so schnell, wie sie gekommen sind. Etwas vorsichtig stupse ich das Wasser an und gewöhne mich so langsam an die Frisches des Meeres. Hinter mir bricht die Wolkendecke auf und die Sonne lässt die See in allen Farben schimmern. Zwischen himmelblau und wolkengrau gehe ich am Strand entlang und genieße die lauten Wellen, die mich auf meinem Spaziergang begleiten. Ein paar Möwen streiten sich etwas weiter hinten lautstark um ein Stück Brot. Ein Hund bellt aufgeregt eine gefundene Wurzel an und Menschen unterhalten sich und lachen.

Mein Blick richtet sich ab vom Strand gen Promenade. Ein dunkles Holzhaus ist in meinem Visier und ich steuere zielstrebig darauf zu. Es hat etwas Schönes und gleichzeitg auch etwas geheimnisvolles. Das Farbspiel der Natur und des Holzhauses lassen es gemütlich erscheinen. Die Sonne tut ihr Übriges dazu. Ein wenig fasziniert bleibe ich einen Moment stehen, um dann meinen Spaziergang fortzusetzen. Ein schöner…

…Augenblick.

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