Ganz weit oben, noch weit über den Wolken und bevor man unseren Planeten überhaupt erahnen konnte, machte sich eine große Anzahl an Schneeflocken auf die Reise, um die Kinder unserer Erde rechtzeitig zu den Winterferien mit einer dichten Schneedecke zu beglücken. Unter ihnen war auch die kleine Sibyll mit ihrer Familie. Das Mädchen hatte es nicht leicht, denn die anderen Schneeflocken beachteten sie kaum, geschweige denn akzeptierten sie sie so, wie sie war. Deshalb hatte Sibyll den inneren Wunsch, einmal liebevoll anerkannt zu werden. Immer mehr verlor sie sich in dem Gedanken von den anderen akzeptiert und geliebt zu werden und bemerkte nicht, dass ihre winterliche Pracht dabei verloren ging. Schon bald sollten die Schneeflocken auf der Erde eintreffen und so blieb Sibyll nur noch wenig Zeit ihren Plan in die Realität umzusetzen. Doch kurz vor der Ankunft bemerkte sie, dass sie während der wunderschönen Reise zur Erde ganz vergessen hatte zu genießen. Und so begann sie die Augen zu schließen, atmete mit einem kräftigen Zug das Leben ein und kam zusammen mit den vielen anderen Schneeflocken auf der Erde an. Die Augen der Kinder leuchteten groß und Sibyll genoss ihr Staunen unendlich. Sie fühlte die wohlige Wärme, die sie umgab und begann in all ihrer Schönheit zu strahlen. Und plötzlich war ihr eines klar: hier unten sind wir alle gleich!
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