Tag Archives: Sonne

Ein paar Feststellungen

Wenn man an heißen Tagen seine Hand während der Autofahrt für ein paar Minuten in den Fahrtwind hält und sie anschließend auf seine Stirn legt, erfrischt das wie kalte Coke auf Eis.

Steinstrände sind die nutzlosesten Strände der Welt! Man kann auf ihnen weder liegen noch Sandburgen bauen oder sich wie ein Schnitzel panieren.

Wenn Frachter auf dem Rhein vorbeischippern, verursachen sie kleine Ebben & Fluten. Erst ziehen sie das Wasser ab und wenn sie dann vorbeigefahren sind, überschwemmen sie einen, wenn man nicht aufpasst.

Echte Zitronenbäume mit saftigen Früchten sehen auf den allerersten Blick unecht aus. So verhält es sich auch mit Orangenbäumen.

Wenn man sich weniger Gedanken um die Dinge macht, die man eh nicht ändern kann, wird das Leben auf einmal federleicht.

Ein Schritt

Es war schon dunkel, als Saskia den Bahnsteig der S-Bahn erreichte. Im Schatten des Halbmondes erkannte sie den Mann mit dem schönen Hut und ein Lächeln glitt ihr über die Lippen. Verlegen schaute sie zu ihm rüber. Die Röte stieg ihr heimlich ins Gesicht. Er hatte seine Nase tief in sein Buch gesteckt. Den Titel erkannte man aus der Ferne nicht. Saskia strengte sich an, um mehr über den geheimnisvollen Hutträger zu erfahren. Ihre Blicken trafen sich. Verlegenheit machte sich breit. Ein kurzes Zögern Richtung Boden und ihre Blicke trafen sich erneut. Verschämt wendete sich Saskia von dem Unbekannten ab. “Entschuldigung, kennen wir uns”, fragte plötzlich eine klare Stimme hinter ihrem Rücken. “Ich? Wir? Also…”, Saskia war wie versteinert, als sie bemerkte, dass der Unbekannte mit seinem Hut wie aus dem Nichts bei ihr stand. “Ja, wir”, fragte er mit freundlichem Ton. “Ich weiß nicht.” Mehr bekam sie in jenem Moment nicht über die Lippen.

Das laute Quietschen der Bremsen der Bahn riss beide aus dem Gespräch. Sie stiegen gemeinsam ein. Ein Platz neben der Tür schien wie für beide gemacht. Sie setzten sich. In Schallgeschwindigkeit ging die Fahrt vorüber und so stiegen sie einen kurzen Augenblick später aus. An der Haltestelle sahen sich beide in ihre blauen Augen. In beiden Köpfen war das Bild eines Paares, was sich auf einer Blumenwiese im Sommer entgegen läuft. Schmetterlinge umgaben sie und der Geruch von Gras und Blüten erhellte die Umgebung. Zeitlupenartig machte er einen Schritt auf Saskia zu. Ein Stein war regungsvoller als sie. Er bremste ganz nah vor ihrem Gesicht und hob behutsam seine Hände, als wolle er sie schützend auf sie legen. Saskia spürte seinen warmen Atem und die Dinge um sie herum schienen wie im Nichts zu verschwinden. Ihre Versen hoben sich langsam vom nasskalten Betonboden. Sie reckte sich nach dem Hauch aus seinen Lippen. Beide schienen in ihrer Welt angekommen zu sein. Mit einem innigen Kuss besiegelten sie ihre Begegnung. Ihre Hände fest ineinander gepresst, genossen sie die Zeit. Dieser Abend war der Beginn einer tiefen Verbundenheit.

Himmel über mir

Ich schaue aus dem Fenster. Meine Augen gleiten dabei zwischen den Abdrücken der Regentropfen und dem was hinter meinen schmutzigen Fenstern liegt hin und her. Oft frage ich mich, ob sich so Erblinden anfühlt. Wie sieht man eigentlich die Dinge, wenn man von Geburt an nichts sieht?

Die richtig dicken Regentropfen bahnen sich immer einen mächtig breiten Weg über die Scheibe bis runter auf den Boden. Entweder haben die Kleinen keine Chance der Walze aus Wasser auszuweichen oder sie retten sich noch schnell genug in die Arme eines Weggefährten. Ich könnte das Spiel den ganzen Tag lang beobachten.

Die Sonne steckt ihre Nase nach einer langen Lichtdurststrecke mal wieder hinaus. Die ersten Rundflieger breiten ihre Flügel aus und ich sehne mich nach zu heißen Tagen auf grünen Wiesen und dem ständigen Brummen der Flieger über mir. Ein Gänseblümchen schmückt dabei mein Gesicht und ich schließe die Augen für ein noch intensiveres Gefühl.

Wir Menschen fliegen ja nicht. Und ehrlich gesagt trage ich den Wunsch fliegen zu können nicht vorausgesetzt in mir. Ein Vogel ist zum Fliegen da. Ein Mensch nicht. Aber Kerosin ist zum Fliegen da und Kerosin ist für uns Menschen. Also sollen wir Menschen doch fliegen?

Ich lehne mich mit der Unmöglichkeit zu fliegen zurück und lasse mich bis zum nächsten Regenguss in die Strahlen der Sonne fallen.

 

Grau in Grau

Rike blickte ernüchtert in ihren Kleiderschrank. “Die hellgraue oder die dunkelgraue Strickjacke”, fragte sie sich mit unverändertem Gesichtsausdruck. Beim Blick aus dem Fenster verzogen sich ihre Mundwinkel tief nach unten. Der Tag heute schien für sie nichts übrig zu haben, was sie nicht schon kannte.

Verdrossen schmiss sie sich ihre graue Regenjacke über und stopfte ihre Füße krampfhaft in die viel zu kleinen, grauen Gummistiefel. “Auf geht’s!”. Der Sarkasmus in ihrem Ton war nicht zu überhören, aber sie wollte ihm eine gewisse Leichtigkeit unterjubeln.

Eine viertel Stunde später stand Rike vor dem kleinen Lädchen an der Ecke. Ihr fiel zum hundertsten Mal das ausgeblichene Firmenschild auf, was einmal eine freundliche Farbe gehabt haben muss, bevor es sich in Mausgrau verwandelte. Als sie den Laden betrat, bot sich ihr das triste Bild, welches den Laden nur zu einem von vielen machte: die Leute packten gelangweilt Gegenstände in ihre Körbe, bevor sie sie zum Bezahlen auf das Laufband schickten. Eine Kundin erweckte plötzlich Aufsehen mit ihrer Nachfrage: “Haben Sie diese Woche keine grauen Bananen bekommen? Die da hinten sind so dunkel, dass sie schon fast nicht mehr grau sind. Wann bekommen sie denn wieder frische Ware?” Rike erledigte wie gewohnt ihre Besorgungen und verließ den Laden in dem Tempo, in dem auch der Rest der Welt alle Dinge verrichtete. Doch etwas brachte sie völlig aus dem Konzept. Auf dem grauen Parkplatz vor dem Laden stockte nicht nur ihr der Atem, sondern alle Leute blickten neugierig gen Himmel. Zwischen den vielen grauen Wolken verschaffte sich ein leuchtender Regenbogen Platz. Seine Farben reichten von fast Weiß über Purpurrot bis hin zu tiefem Ozeanblau. Rike fiel die graue Kinnlade herunter. Ihre Einkaufstüten taten es ihr gleich. Fast wie in Trance sank sie langsam zu Boden, bis ihre Knie die kalten Pflastersteine erreichten. Eine Träne bannte sich ihren Weg über Rike’s Wange und versiegte auf ihrem Arm. “So wunder, wunder schön”, kam es zaghaft über ihre Lippen, als wenn sie den Regenbogen nicht verscheuchen wollten.

Rike kniete noch bis zum Sonnenuntergang an jener Stelle, die für sie den Farbklecks ihres Lebens bedeutet, bis der Regenbogen endgültig in der grauen Nacht versank.

Wir Pfirsiche

Am Anfang waren das Bienchen und das Blümchen. Aus deren Begegnung keimte eine Zelle auf und es entsprang ein Pfirsichbäumchen. Er entwuchs aus dem Boden der Welt und gedeihte kräftig. Eines Tages trug das Pfirsichbäumchen Früchte und eines davon warst du. Der Kern einst so winzig, begann nach und nach an Fülle zu entwickeln. Immer fester wurde die Hülle und als bald war sie so reif, dass sie in der Blüte des Lebens stand. Schaurige Gewitter und purer Sonnenschein zogen am kleinen Pfirsich vorüber. Bis eines Tages der Stil zur Welt des Pfirsichbäumchens brach. Der Pfirsich fiel zu Boden und seine Haut begann zu verwelken. Kleine Löcher fraßen sich in die schöne Hülle des Lebens und hinterließen sichtbare Spuren. Und irgendwann war er weg, der Pfirsich. Nur noch das Bäumchen stand beharrlich im Wind und trotzte dem Wetter. Bis irgendwann ein Bienchen den Pfirsichbaum besuchte…

Surf

PICT0004Undertiden drømmer jeg fra surfet. Jeg har lys hår og brun hud. Under mit arm er et surfbræd og jeg danser i takt til bølgen. Solen brænder sig i min krop og jeg elsker den rød farve på arme, bene og bryst. Jeg tænker ingen ting, bare om hvornår jeg skal gå igen i vanden og surfer op til den mørke nat. Mine venner har alle samt lys hår og brun huld. Vi er naturen, vi er surfer. Livet er så simpelthen. Også sanden er en familiemedlem. Men det er helt i orden for os. Kan drømmen ikke være virkeligheden? Jeg skal lære surf snart!

Verdammt nochmal

Die Sonne scheint auf das Laminat und gibt den Blick auf ein grausames Bild frei: STAUB! Er ist nicht mein Erzfeind, aber wir sind auch keine Freunde. Also beschwingt den Swiffer zur Hand genommen und drauf los ge-ent-staubt. Ich bin mir sicher, dass mein Staubfänger gerne eine Auszeit nehmen würde, aber jetzt muss er glühen. Und er glüht. Denn keine 5 Minuten später ist er wieder da: der STAUB! Wir sind inzwischen immer noch nicht gut aufeinander zu sprechen. Also eine Liebesbeziehung wird das ganz sicher nicht. Aber irgendwie müssen wir ja miteinander klar kommen.

Reality

2 days ago I realized something: we are all imperfect, but perfect in ourselves. That means even a murderer is just what it is – a perfect murderer with imperfectness. You can’t be NOTHING. You are always SOMETHING! Even the murderer ist something – a murderer. But if darkness enters, let the sunshine in your heart.

Ein Mann und seine Geliebte

255905365_81165007fa_mMit einer Rose in der Hand steht ein Mann, so um die Mitte 30, beim Bäcker. Er kauft ein frisches Krustenbrot. Es sieht aus, als hätte es eine dicke Bäuerin in einem alten Ofen über Birkenholz gebacken. Er packt den noch warmen Brotlaib in eine durchsichtige Tüte und verschwindet. Ein paar Meter weiter kehrt der Mann freudestrahlend in ein Gourmetgeschäft ein. Ein paar Euos leichter und um wenige Edelkäsesorten reicher, setzt er seinen Weg fort. Die Reise des verheirateten Mannes führt in den 3. Stock eines Mehrfamilienhause mitten in der Stadt. Die junge Frau, die er besuchen möchte, kann sich den Wohnluxus nur leisten, weil sie in einem bestimmten Gewerbe arbeitet. Der Mann erreicht ihre Wohnungstür, er klingelt, aber es macht niemand auf. Nach 5 Minuten vergeblichen Versuchens gibt er auf und geht mit gebügter Haltung seinen eben noch so sonnigen Weg im Regen zurück.

Creative Commons Licensephoto credit: Gustty

Erwachungsschlaf

between the sheets

Sie halten sich gegenseitig in ihren Armen. Der Herzschlag ist ruhig und besinnlich. Und aus ihren Gesichtern strahlt überirdisches Glück und tiefste Freude.

Wie lange ihre Zeit anhalten wird, wissen sie nicht.

Aber für diesen Moment scheint die Welt still zu stehen. Sie lassen die Sonne direkt über sich entflammen und genießen einfach.

Das Erwachen nach dem Schlaf ist wie alles – vergänglich!

Creative Commons License photo credit: ***j9***

Deine Zeit ist um

Wenn ich auf den Kalender schaue, dann kann ich es kaum fassen, dass das Jahr schon wieder in den letzten Zuckungen steckt. Dabei ist die Zeit dieses Jahr viel langsamer vergangen, als die Jahre zuvor. Gefühlt zumindest. Das muss wohl an meiner intensiven Lebensweise liegen. :-)

Wenn ich zurückblicke, dann fallen mir folgende Dinge spontan ein:

  • Die unzähligen Nächte auf den Straßen und in den Clubs von Kopenhagen.
  • Sonne, Sand und das Meer satt, geteilt mit zu vielen Urlaubern.
  • Das erste mal geflogen.
  • Einen Swingerclub mal von Innen betrachtet und gemocht.
  • Unglaubliche Begegnungen gemacht, ausgeweitet und Bänder geknüpft.
  • Viele neue Denkrichtungen und Informationen eingeholt.
  • Erneut mit einem 3,5 Tonner meinen Umzug alleine gefahren.
  • Das erste mal Sympathien für einen amerikanischen Präsidenten gehegt.
  • Einen Grundstein für meine berufliche Zukunft gelegt und darauf weitergebaut.

Manche Dinge scheinen so fern zu sein, obwohl sie in diesem Jahr stattgefunden haben. Die Erinnerung daran ist schön, aber bald kommt ein neues Jahr und die Zeit von dir, liebes 2008, ist dann abgelaufen. Der Rückblick wird mich nicht voranbringen, darum überlasse ich die Zeit jetzt der Zeit und konzentriere mich wieder auf das Jetzt. Und wie seht ihr das so? :-)

Misstrauen

Klare Sonnenstrahlen blitzen portuberanzenähnlich durch den winzigen Schlitz der Schallosie™. Meine Augen mühen sich noch die Helligkeit zu akzeptieren. Doch langsam befreie ich mich aus meinem Kuschelgemach und starte in den Tag.

Mein Ausblick zeigt die Farbenpracht der ällmählich welkenden Blätter. Ich freue mich auf alles, was heute kommen wird. Vollgetankt mit Energie sauge ich die frische Luft in meine Lungen und pumpe den reinen Sauerstoff in jede einzelne Kapillare meines Körpers. Dabei sind meine Augen fest verschlossen und öffnen sich erst kurz danach für den Blick gen Himmel. Der Horizont ist grenzenlos.

Begegnungen werden wir immer haben. Mich erstaunt dabei immer wieder das Misstrauen, was Menschen gegenüber ihres Gleichen haben. Kein Wort, nur Blicke bestimmen dabei die Gedanken und das meist darauf folgende Urteil. Und damit bescheißen sie sich alle selbst: die Angst davor enttäuscht zu werden, dominiert alles Handeln. Warum hat man vor etwas Angst, was noch nicht eingetreten ist? Fühlt sich Misstrauen so gut an, dass man es mit sich herum tragen muss?

basic_ipWenn wir in die Natur gehen, dann schenkt sie uns ihre Schönheit. Dann ist da kein Misstrauen, dass wir sie eventuell zerstören. Da ist nur reine Liebe, die uns geschenkt wird. Die Natur misstraut auch nicht ihres Gleichen. Sie lebt in ihrem natürlichen Einklang mit sich und ihrer Umwelt. Sie lügt sich nicht an, spricht aber klare Worte, die jeder versteht.

Nur wir Menschen misstrauen, lügen und zerstören damit vieles, wenn nicht sogar alles. Ich hoffe mir noch lange meine Offenheit gegenüber der Natur, aber auch den Menschen, erhalten zu können, denn das ist ein schönes Gefühl, was ich ungern in meinem Herzen vergraben möchte.

Creative Commons License photo credit: MacAoda8

Vertrautes Gesicht

Auf einer Wiese, zwischen all dem Gras, schauten mich ein paar vertraue Blätter an. Ich ging vorbei. Auch an den nächsten ging ich vorüber. Doch dann blieb ich stehen, bückte mich und zupfte ein kleines, frisches Blatt aus der Erde. Als ich es in den Händen hielt, fiel ich aus allen Wolken. Es waren Eikalikalokis™. Das war das Wort, was ich als Kind immer zur Verblüffung aller benutzte, um Sauerampfer zu benennen.

CheshireWir saßen als Kinder immer auf einer Wiese bei einer Nachbarin, die ihr Eigentum nur als Sommerresidenz nutzte. Unser Haus war etwas abseits von der Straße gelegen und wir Kinder und Nachbarskinder nutzen das Grundstück der Nachbarin immer, um etwas näher am Geschehen unseres kleinen Ortes zu sein (und sicherlich auch, um von den Eltern etwas abseits zu rücken). Dort saßen wir nun dicht zusammen auf der grünen Wiese und erzählten uns Geschichten. Dabei ernteten wir wie große Bauern in unserem Radius die Blätter der Sauerampferplanze. Niemand erzählte uns, dass die kleinen Blätter, den wohlhabensten Geschmack haben. Dennoch wussten wir es und jeder suchte so viel er eben essen konnte für sich. Unzählige Tage kehrten wir mit Bauchschmerzen nach Hause zurück, trotzdem haben die sauer schmeckenden Blättchen einen derart eigensinnigen Geschmack hinterlassen, dass ich ihn zwischen den Jahren meiner Kindheit und heute oft auf der Zunge hatte.

Als ich das kleine Blatt vorsichtig in meinem Mund zerkaute, belebte es in mir all die Bilder, die ich mit einem Schleier verdeckt, aber nicht vergessen hatte. Mit der Sonne im Rücken kam mir nur ein einziger Gedanke auf: danke für all die schönen Momente.

Creative Commons License photo credit: Paul Francis Harrison

Above the clouds

Happy sunday and a fabulous start into the week.

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Lots of LOVE to all of you.

Happy Video

Zattoo bringt einen schönen, kleinen Werbefilm in den Pufferpausen. Die reläxste™ Musik ruft bei mir ein wohltuendes Glücksgefühl hervor. Über den Einsatz der Tiere lässt sich PETAtechnisch streiten. ;-)

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Ich wünsche euch eine herzensgute Woche. :D

Planet Earth

For everyone out there: I wish you a nice week from deep inside my heart. Do not forget the wonderful planet we are allowed to life on.

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A lot of LOVE to all of you.

Ein Umzug der ist lustig

Am Wochenende konnte ich trotz Umzug auch ein wenig die Sonne genießen. Die 800 km von Usedom nach Kopenhagen verkürzten wir über den Seeweg mit einer Fähre. Ich habe alles für die Nachwelt festgehalten und mit dem Windows Movie Maker noch gestern Nacht zusammengebastelt (man beachte stellenweise die Harmonie von Film und Musik). Hier also mein vergangenes Wochenende:

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Mein herzlichster Dank an dieser Stelle noch einmal an HerrnLehmann für seine starken Arme und die schönen Momente. Bruder, har de bra. :D

Strandgeschichten

Ein Ehepaar baut nachmittags gemeinsam eine Strandmuschel neben mir auf. Dabei lief folgende Konversation ab:

Halt mal da fest. Ja genau da.

Ja mache ich. Hier?

Ja genau da. Halt schön hoch.

[bastel]

Etwas höher Frau.

Mach ich doch.

Mann, da und nicht da. Hab ich dir doch gezeigt.

[brummel brummel]

Du piekst mir gleich ins Auge.

[pieks]

AU!!!

[Alles starrt auf die beiden.]

Ja, zuschauen ist immer gut, nä?

[zu einem Strandnachbarn]

Siehst du, weil du nicht so gehalten hast, wie ich gesagt habe.

[hält sich das Auge mit der einen Hand, mit dem anderen immernoch die Strandmuschel]

So, nun halt nochmal da fest, ich muss die Haken in den Sand bohren.

[klopf klopf klopf die Haken in den Boden mit einem Stein]

AU!

[die Leute sind irritiert]

Mann, setz dich mit deinem dicken Hintern in die Muschel. Man kann dich ja zu nix gebrauchen!

[Umpf]

Mal im Ernst: wieso gehen Menschen so miteinander um? Und why the funk trennen sie sich nicht, wenn sie so eine Umgangsform miteinander haben? Sie kommen mir vor wie eingeferchte Schweine in einem kleinen Stall, die nicht frei sein können. Und die beiden können echt nicht anders…

Besondere Begegnungen…

Mein Blog dient dazu, meinen Weg zu beschreiben. Es gehören auch Dinge dazu, die mich bewegen oder die lustig sind, wie ihr sicherlich festgestellt habt.

In den vergangenen Tagen hatte ich zwei tierische Zusammentreffen:

Am Dienstag war ich in Oberhausen im Kaiserpark. Dort näherten wir uns dem Eulengehege. Eine weiße Schleiereule saß sehr desinteressiert direkt am Gitter auf einem Baumstamm. Das ganze Geschehen um sie herum war ihr vollkommen gleich. Als ich noch einen Augenblick am Gitter verweilte, drehte sich die Eule plötzlich um und sah mir direkt in die Augen. Ihr Blick war durchdringend und aussagekräftig zugleich. Ich habe nun länger darüber nachgedacht. Ich denke, dass die Eule mir ganz konkret und unmissverständlich etwas mitgeteilt hat. Ich werde daraus etwas machen. Was, das werdet ihr erfahren, wenn es soweit ist.

Meine zweite Begegnung geschah heute gestern Nacht. Beim Spaziergang mit Wilma entdeckte ich auf dem Rückweg einen kleinen Igel. Er beschnupperte uns neugierig, schien sich aber in keiner Form bedroht zu fühlen. Dennoch gingen wir weiter, um ihn nicht einzuschüchtern. Ein bisschen hatte ich das Gefühl, dass er uns folgen wollte. Auch diese offene Begegnung ist ein Zeichen für mich.

Ich stelle fest, dass ich immer mehr Eins werde mit meiner Umwelt. Meine Aura scheint voller Licht zu sein, so dass ich nicht mehr das Dunkel hinaustrage. Und durch Licht, fühlen sich Dinge wie kleine Motten angezogen. :-)

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Photo by Ingo Vogelmann

Augenblick

Je näher ich dem Strand komme, um so mehr weht der Wind durch mein offenes Haar. Die Strähnen streifen unregelmäßig mein Gesicht und kitzeln meine Haut. Dann nehme ich meine Hand und lege sie sanft an ihren Ort zurück. Diese Szenario wiederholt sich einige Male. Am Strand fühlen meine Füße den vom Regen noch nassen Sand und die kleinen Körner rieseln an den Zehen entlang. Mich drängt es zum Wasser und ich laufe etwas schneller dem offenen Meer entgegen. Kuze Zeit später stehe ich an der Stelle, wo das Land mit dem Ozean verschmilzt und schaue mir das grüne Wasser und den hellbraunen Sand an. Die weißen Schaumkronen hüpfen lustig zum Ufer und verschwinden genau so schnell, wie sie gekommen sind. Etwas vorsichtig stupse ich das Wasser an und gewöhne mich so langsam an die Frisches des Meeres. Hinter mir bricht die Wolkendecke auf und die Sonne lässt die See in allen Farben schimmern. Zwischen himmelblau und wolkengrau gehe ich am Strand entlang und genieße die lauten Wellen, die mich auf meinem Spaziergang begleiten. Ein paar Möwen streiten sich etwas weiter hinten lautstark um ein Stück Brot. Ein Hund bellt aufgeregt eine gefundene Wurzel an und Menschen unterhalten sich und lachen.

Mein Blick richtet sich ab vom Strand gen Promenade. Ein dunkles Holzhaus ist in meinem Visier und ich steuere zielstrebig darauf zu. Es hat etwas Schönes und gleichzeitg auch etwas geheimnisvolles. Das Farbspiel der Natur und des Holzhauses lassen es gemütlich erscheinen. Die Sonne tut ihr Übriges dazu. Ein wenig fasziniert bleibe ich einen Moment stehen, um dann meinen Spaziergang fortzusetzen. Ein schöner…

…Augenblick.