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Bloglyrics

Ich werde die Tests besteh’n
die mir das Leben stellt
weitergeh’n suchend nach dem
was mich am Leben hält

Bin damit nicht allein
und werd`es nie mehr sein
weil mich zum erstem Mal
seit langer Zeit
Verbundenheit befreit
bin ich soweit

Fließe in den Äther
in den Kreis ohne Verräter
früher Schüler streck’ ich mehr
und mehr meine Fühler
nach dir aus

Komm hierher, komm hierher
Herzlich willkommen zuhaus’

Ich bin für dich da,
nein ich bin wegen dir hier
und für uns beide ist klar
ham’ wir ein Ziel im Visier,
dann setz’ ich alles auf Dich
mein’ Schweiß, mein Blut,
meine Tränen, meinen Mut -
bis hin zu Trauer und Wut

Ich werde dir mein Leben geben,
weil’s nicht anders geht
forder’ Dich heraus
mein Einsatz steht

Und Du findest in mir
mit was ich mich verbunden hab’
einen Schatz den ich mein
Leben lang gefunden hab’

Mit jedem Satz bitt’ ich
benütz mich, stütz Dich auf mich
mit dem Wissen aller Weisen dieser Welt
beschütz ich dich

Wo ich bin steh’n sie
und wo ich geh’ geh’n sie
ich hab sie hergebeten
doch die wenigsten seh’n sie

Wir werden erwachen
unter falschen Propheten
um als Kinder dieser Erde
unser Erbe anzutreten

Ich rufe alle Superhelden,
alle großen Meister, alle Highlander,
alle Krieger, alle guten Geister,
alle Superfreaks und Auserwählten
zu mir ins Hier – ich hab millionen
Legionen hinter mir

In den Wogen der Welt
wählten wir die wildesten Wellen
bis hin zu innersten Quellen
erlebten Lebensstromschnellen
machten uns bereit
wurden Weltenreiter über die Zeit,
blieben Wächter der Wahrheit,
Surfer des Sandwurms

Wir zwei war’n die Augen des Sturms
wurden Herrscher der Schwingung
und das als Nichtschwimmer
denn wir hatten es
und halten es noch immer

Und auch du Baby
warst schon immer mein Kind
wir waren Liebende
die ab und zu vor Liebe blind
umeinander trieben
waren zu verschieden
als das es hätte jemals
langweilig werden können

War’n zwei echt gute Spinner
absolute Beginner
wir hatten es
und halten es noch immer
streiften alle Ketten ab
die sonst die Leichtigkeit besiegen
konnten fliegen – ohne Flügel fliegen

Und heute rufst Du alle Superhelden,
alle großen Meister, alle Highlander,
alle Krieger, alle guten Geister,
alle Superfreaks und Auserwählten
und mich ins Hier Du hast millionen
Legionen hinter dir

Es war die Nacht der Vampire
in der Stadt der wilden Tiere
sie ziehen mich zu sich
wenn ich das Gleichgewicht verliere

Geh’ ich unter und verschmelz’
mit dieser Masse von Mutanten
seelenloser Wanderer
und deren Artverwandten

Und ich ringe zum Himmel
daß die Stimmung hier umschwingt
heb’die Hände zu Gott oder wer
immer da rumhängt

Herrscher über mein Leben
dieser Thron gehört mir
denn ich wohn`und regier` hier

Und dann erheb ich meine Feder
zum Schutz gegen den Schmerz
der vom Schlachtfeld der Liebe
zu mir rüber dringt

Obwohl es scheint als ob
hier jeder trübe Lieder singt
wasche ich mich rein
und betrete neues Land

Dieser Junge steht am Rand,
mit Nichts in der Hand
ohne Angst in den Augen
mit dem Rücken zur Wand

Und dann ruft er alle Superhelden,
alle großen Meister, alle Highlander,
alle Krieger, alle guten Geister,
alle Superfreaks und Auserwählten
und er ruft mich und hat millionen
Legionen hinter sich

(by Thomas D)

Ein schöner Text zu einem minimalisierten Theme.

Geistiger Erguss

Sarkophag

Zu fortgeschrittener Stunde und mit unzähligen Ermüdungserscheinungen, gab ich folgenden geistigen Erguss von mir:

Das Geschäft mit dem Tod wird immer funktionieren. Tote sterben ja nie aus.

Ich lasse das jetzt einfach mal so stehen. Meine Inspirationsquelle war übrigens dieses Thema hier.

Creative Commons License photo credit: strobetec

Kausalitätsarbeit

Chair

Da habe ich sie nun, die Ursache und ihre Wirkung. Wie sagen ganz schlaue Leute immer: ‘Wer das Eine will, muss das Andere mögen.’ Seit Tagen bewege ich mich im Radius zwischen meinem Bett, dem Kühlschrank und dem Arbeitstisch. Ab und zu natürlich auch auf die Toilette. Aber das ist langsam auch kein Highlight mehr. Dabei scheint es ununterbrochen dunkel da draußen zu sein. Hängt wohl an der dauerhaft eingeschalteten Provisoriumslampe an der Decke. Warum macht Licht in der Wohnung die Außenwelt eigentlich dunkler? Genug schräge Gedanken geäußert. Ich widme mich dann mal wieder der Wirkung, deren Ursache ich immernoch toll finde. Bitte nicht heulen, weil es hier wegen der Selbstständigkeit momentan so ruhig hier ist.

Creative Commons License photo credit: Sholeh Prochello

Gerhard Schöne

Es gibt Menschen, die haben sich tief in meinen Kopf gebrannt. Darunter zählt Gerhard Schöne. Während meiner Kindheit hatten wir alle Schallplatten seiner Kinderliedersammlung. Und ich habe sie immer bis tief in die Nacht verschlungen. Seine Texte klären spielerisch und durch seine bildhaften Umschreibungen einprägsam über das auf, was einem Kind im Erwachsenenleben bewusster werden wird. Darunter fallen z.B. Themen wie Krieg, Natur und Liebe. Genug geredet. Listen and repeat:

Track 1

Track 2

Track 3

Für mich wurden dank Gerhard Schöne Brücken geschaffen, die viele Kinder heute nicht kennen. Ich bin sehr dankbar für diese Lebensbereicherung, die ich auch als Erwachsener noch genieße. Und nun wünsche ich auch den DDR-Pessimisten viel Spaß beim Hören. :D

Außenseiter

Manchmal frage ich mich, ob wir so geboren werden, wie wir jetzt sind. Ist etwas an dem ‘das ist meine Bestimmung’? Und wenn ja, ab wann beginnt die Bestimmung eines jeden Einzelnen von uns? Ein alter Mann kämpft unter seiner Brücke auf Leben und Tod gegen die Kälte, war das schon im Mutterleib vorherbestimmt? Barack Obama ist Präsidentschaftskanditat der Vereinigten Staaten von Amerika, war das immer seine Bestimmung?

Finally, the last one

Ich selbst war einmal Kind und kann mich noch sehr gut an die Dinge erinnern, die da abliefen.(1) Ich war eine sehr gute Schülerin, eigentlich immer die Klassenbeste. Nach der Schule traf ich mich gern mit ein paar Mädels um zu Spielen. Wir waren Prinzessinnen, Puppenmuttis und Lehrerinnen. Unser Haus war stets für alle Gäste offen, ebenso meine Familie. Ich erkannte frühzeitig, dass Menschen unterschiedlich sind. Darüber machte ich mir schon als kleines Mädchen viele Gedanken. Ich erinner mich noch gut an meinen 4. Geburtstag, wo ich so gar keinen verstanden habe. Dabei waren alle Geburtstagsgäste vertraute Menschen. Ich interessierte mich plötzlich für die Muster auf unserem Geschirr und fragte mich, wer das wohl gemalt hätte und wer sich soetwas Schönes ausdenkt. Als ich meine Gedanken frei äußerte, schauten mich alle merkwürdig an und die Bemerkung ‘du bist aber komisch’ ist mir bis heute in Erinnerung geblieben. Und ich kann euch versichern, dass das bei Weitem die einfachsten Gedanken in meinem Kopf waren/ sind! Da ich bis heute die selben Denkmuster aufweise, frage ich mich, ob etwas mit der Muttermilch die ich bekam nicht stimmte oder ob Gott mich so vorgesehen hat für diese Welt?

Heute weiß ich, dass diese Art zu mir gehört und mich ausmacht. Verstehen und akzeptieren tun sie nur die Menschen, die mich so annehmen, wie ich bin. Von der ‘allgemeinen Gesellschaft’ wird man ziemlich schnell aussortiert als ‘sonderbar’ oder ‘komisch’. Hier frage ich mich, wer überhaupt darüber entscheidet, was ‘Normal’ ist und was nicht. Und was macht einen ‘Außenseiter’ aus? Wenn ich mich dagegen entscheide mich in dem ‘Rad der Welt’ mitzudrehen, warum wird das nicht einfach angenommen? Lassen wir uns von Geld und Macht soweit manipulieren, dass nicht mehr der Mensch ansich zählt, sondern nur seine Fähigkeit zur Manipulationsbereitschaft honoriert wird?

Die Basis, die man zur Entstehung eines Menschen benötigt, ist Liebe. Wenn zwei Menschen in diesem Moment ein neues Lebenwesen zeugen, dann ist da nur Liebe und nichts als Liebe. Entlässt man diesen Menschen in die Welt, kann es passieren, dass die Liebe wie ein Tropfen Wasser im trockenen Erdboden versickert. Es entwickeln sich stattdessen Abwehrmechanismen, Zwänge und Ängste bahnen sich ihren Weg. Etwas zum Füllen der Lücke findet sich immer.

Meine Defizite kann ich seit knapp einem Jahr ausfindig machen und weiß sie auch zu kompensieren – mit Liebe! Wenn ich einmal keine Antworten auf meine Fragen finde, dann weiß ich, dass die Liebe immer da ist, in mir. Sich darauf zu besinnen, lässt mich zu meinem Weg zurück finden. Der Weg der Liebe!

Creative Commons License photo credit: footloosiety

  1. Wahrscheinlich, weil es bei mir noch nicht so lange her ist (back)