Tag Archives: Tiere

Lügenlache

In einer Vase in meinem Zimmer befindet sich eine Piratenflagge. Ich weiß nicht, wo sie herkommt, aber sie passt. Sie passt so gut zu manchen Gesprächen, wie Ketchup zur Bratwurst. ‘Wie geht es dir?’ klingt es noch immer in meinen Ohren nach. Wieso fragen Menschen das, wenn sie einem genau ansehen, wie es einem geht? Kein Interesse hinter dieser Frage war jemals ernsthaft, wenn man dem Menschen sein wie-geht-es-ihm angesehen hat. Wäre  die Frage: ‘Hey, du siehst glücklich aus, ist das so?’ nicht ehrlicher?

Es ist schon erschreckend, wie gut wir Menschen unseres Gleichen manipulieren können. Eine Aktion erzeugt immer eine Reaktion. Dessen müssten wir uns doch bewusst sein? Wenn mir also jemand scheinheilig seine weißen Zähne entgegenschleudert, warum reagieren wir dann nicht wie im Tierreich mit einer ‘Achtung-Haltung’? Zähne zeigen, ist das Lächeln oder Lachen?

Halt suchen

Wenn die Einschläge immer deutlicher werden und die Mauer daraufhin immer höher gebaut wird, dann sind wir bald alleine. Also müssen wir beobachten und abwägen, aufnehmen und reduzieren. Nicht immer leicht. Aber das hat eh niemand behauptet, als wir aus Mama’s Bauch gekrabbelt sind.

Creative Commons License photo credit: rancor3k

Daily Day

Ein langer Tag neigt sich stündlich dem Ende zu. Auf den Ohren liegt Al Stewart mit ‘The Year of the Cat’. Die Gedanken kreisen um einen schon etwas länger zurück liegenden Abend, der mich an die talentierten Hände eines Künstlers erinnert. Seine Bilder geben die Seele des Meeres wieder. Zumindest so, wie ich das Meer vor unserer Haustür kenne. Ein Beispiel:

lars-moller-meer

Ich sauge so lange ich kann die Luft um mich herum ein. Der Lautsärkepegel ist unfassbar. Das salzige und eiskalte Wasser säumt meine Füße und kitzelnd zieht der Ozean den Sand unter mir in die Ferne. Der sonst fast weiß schimmernde Sand ist durch die rauen Wellen dunkel gefärbt und wirkt fast bedrohend. Viele kleine Muscheln liegen in winzig kleine Teile zerbarsten im nassen Sand. Ihr Schicksal endet dort, wo die Reichweite der Welle endet. Die Arme des Meeres haben also eine begrenzte Reichweite. Und was ist mit den Beinen?

Mein Respekt vor dem Meer ist unbeschreiblich. Der vor der Kunst von Lars Möller übrigens auch. Wenn ich groß bin, dann kaufe ich mir das Bild. ;-)

[Bild Seestueck . 100 x 180 . Öl/ Lnw . 2006]

Schneckenhaus

Wie einfach ein Schneckenhaus zu zerstören ist. Dabei dient es doch eigentlich zum Schutz vor Verletzungen. Ist es einmal zerstört, ist der Inhalt schutzlos ausgeliefert und dem sicheren Tod geweiht. Eine Schnecke kann sich kein neues Haus suchen oder zu jemandem in ein anderes Haus ziehen. All die kostbare Mühe es aufzubauen und wachsen zu lassen, in einem Moment genommen. Ich weiß nicht, ob eine Schnecke dann weint oder wütend ist. Ich weiß auch nicht, ob sie Trost oder Hilfe bekommt. Und ich weiß auch nicht, was die Schnecke ihren Kindern erzählt.

Weinbergschnecke

Wenn ich einer Schnecke in die Augen schauen müsste, kurz nachdem ich ihr Haus zerstört habe, würde ich wütend, weinend und ohne Worte vor mir selbst stehen und um Verzeihung bitten. Ich bin aber nicht du! Und ich glaube, das ist auch gut so. Mir hat die Schnecke bereits verziehen.

Wie ähnlich der Mensch einer Schnecke in vielerlei Hinsicht ist. Und wie unterschiedlich wir Schnecken doch sind.

Creative Commons License photo credit: thiemadotcom

Misstrauen

Klare Sonnenstrahlen blitzen portuberanzenähnlich durch den winzigen Schlitz der Schallosie™. Meine Augen mühen sich noch die Helligkeit zu akzeptieren. Doch langsam befreie ich mich aus meinem Kuschelgemach und starte in den Tag.

Mein Ausblick zeigt die Farbenpracht der ällmählich welkenden Blätter. Ich freue mich auf alles, was heute kommen wird. Vollgetankt mit Energie sauge ich die frische Luft in meine Lungen und pumpe den reinen Sauerstoff in jede einzelne Kapillare meines Körpers. Dabei sind meine Augen fest verschlossen und öffnen sich erst kurz danach für den Blick gen Himmel. Der Horizont ist grenzenlos.

Begegnungen werden wir immer haben. Mich erstaunt dabei immer wieder das Misstrauen, was Menschen gegenüber ihres Gleichen haben. Kein Wort, nur Blicke bestimmen dabei die Gedanken und das meist darauf folgende Urteil. Und damit bescheißen sie sich alle selbst: die Angst davor enttäuscht zu werden, dominiert alles Handeln. Warum hat man vor etwas Angst, was noch nicht eingetreten ist? Fühlt sich Misstrauen so gut an, dass man es mit sich herum tragen muss?

basic_ipWenn wir in die Natur gehen, dann schenkt sie uns ihre Schönheit. Dann ist da kein Misstrauen, dass wir sie eventuell zerstören. Da ist nur reine Liebe, die uns geschenkt wird. Die Natur misstraut auch nicht ihres Gleichen. Sie lebt in ihrem natürlichen Einklang mit sich und ihrer Umwelt. Sie lügt sich nicht an, spricht aber klare Worte, die jeder versteht.

Nur wir Menschen misstrauen, lügen und zerstören damit vieles, wenn nicht sogar alles. Ich hoffe mir noch lange meine Offenheit gegenüber der Natur, aber auch den Menschen, erhalten zu können, denn das ist ein schönes Gefühl, was ich ungern in meinem Herzen vergraben möchte.

Creative Commons License photo credit: MacAoda8

Above the clouds

Happy sunday and a fabulous start into the week.

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Lots of LOVE to all of you.

Happy Video

Zattoo bringt einen schönen, kleinen Werbefilm in den Pufferpausen. Die reläxste™ Musik ruft bei mir ein wohltuendes Glücksgefühl hervor. Über den Einsatz der Tiere lässt sich PETAtechnisch streiten. ;-)

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Ich wünsche euch eine herzensgute Woche. :D

Planet Earth

For everyone out there: I wish you a nice week from deep inside my heart. Do not forget the wonderful planet we are allowed to life on.

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A lot of LOVE to all of you.

Ein Umzug der ist lustig

Am Wochenende konnte ich trotz Umzug auch ein wenig die Sonne genießen. Die 800 km von Usedom nach Kopenhagen verkürzten wir über den Seeweg mit einer Fähre. Ich habe alles für die Nachwelt festgehalten und mit dem Windows Movie Maker noch gestern Nacht zusammengebastelt (man beachte stellenweise die Harmonie von Film und Musik). Hier also mein vergangenes Wochenende:

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Mein herzlichster Dank an dieser Stelle noch einmal an HerrnLehmann für seine starken Arme und die schönen Momente. Bruder, har de bra. :D

Besondere Begegnungen…

Mein Blog dient dazu, meinen Weg zu beschreiben. Es gehören auch Dinge dazu, die mich bewegen oder die lustig sind, wie ihr sicherlich festgestellt habt.

In den vergangenen Tagen hatte ich zwei tierische Zusammentreffen:

Am Dienstag war ich in Oberhausen im Kaiserpark. Dort näherten wir uns dem Eulengehege. Eine weiße Schleiereule saß sehr desinteressiert direkt am Gitter auf einem Baumstamm. Das ganze Geschehen um sie herum war ihr vollkommen gleich. Als ich noch einen Augenblick am Gitter verweilte, drehte sich die Eule plötzlich um und sah mir direkt in die Augen. Ihr Blick war durchdringend und aussagekräftig zugleich. Ich habe nun länger darüber nachgedacht. Ich denke, dass die Eule mir ganz konkret und unmissverständlich etwas mitgeteilt hat. Ich werde daraus etwas machen. Was, das werdet ihr erfahren, wenn es soweit ist.

Meine zweite Begegnung geschah heute gestern Nacht. Beim Spaziergang mit Wilma entdeckte ich auf dem Rückweg einen kleinen Igel. Er beschnupperte uns neugierig, schien sich aber in keiner Form bedroht zu fühlen. Dennoch gingen wir weiter, um ihn nicht einzuschüchtern. Ein bisschen hatte ich das Gefühl, dass er uns folgen wollte. Auch diese offene Begegnung ist ein Zeichen für mich.

Ich stelle fest, dass ich immer mehr Eins werde mit meiner Umwelt. Meine Aura scheint voller Licht zu sein, so dass ich nicht mehr das Dunkel hinaustrage. Und durch Licht, fühlen sich Dinge wie kleine Motten angezogen. :-)

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Photo by Ingo Vogelmann