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Wie Pete die Werte des Lebens erkannte

Als Pete ein Kind war, lernte er bereits sehr früh “bitte” und “danke” zu sagen. Damit wurde ihm die Höflichkeit als Wert mit in sein Leben gegeben. Im Kindergarten und in der Schule bastelten die Jungen und Mädchen oft und bekamen dafür Hausaufgaben auf. Hatte Pete diese vergessen, litt so manche Gruppenarbeit und er nahm einen Tadel mit nach Hause. Auf diese Weise lernte Pete, was es heißt, zuverlässig zu sein. Einmal saß Pete auf dem Rücksicht im Wagen seiner Mutter, die als Erste an einem schlimmen Unfall vorbei kam. Sie leistete sofort erste Hilfe und rief einen Krankenwagen, so lernte Pete, was Hilfsbereitschaft bedeutet. Später prügelte sich Pete oft mit den Jungen aus seiner Klasse. Mal teilte er dabei mehr aus und mal bekam er ordentlich eine gewischt. Was dabei hängen blieb, waren Toleranz und Respekt gegenüber den anderen. In der Pubertät verliebte sich Pete in ein Mädchen und wurde, man ahnt es schon, auch wieder verlassen. Seit diesem Tag wusste Pete, dass Freundschaft etwas sehr wichtiges im Leben ist. Als Pete zunehmend erwachsener wurde, musste er feststellen, dass Geld für viele Menschen sehr wichtig ist. Er erlebte, wie Freundschaften deswegen zerbrachen und viel Zank und Streit ausbrach. Auch in den Nachrichten konnte Pete zunehmend verfolgen, dass Geld die Welt regierte. Und er erkannte für sich, dass Geld sein Leben nicht bestimmen soll. Später bewarb Pete sich in einer Bank. Leider wurde er von vielen Chefs abgelehnt und so beschloss er zu lernen, um durch Fleiß an sein Ziel zu kommen. Ohne dem funktionierte in der Gesellschaft, in der Pete lebte, kaum etwas und so war ein weiterer Wert in seinem Leben verankert. Mittlerweile stand Pete mit beiden Beinen fest im Leben und er schaute sich all seine Werte an. Traurig stellte er fest, dass all seine Werte nur durch schlechte Erfahrung entstanden sind:

Als Kind wurde er ausgeschimpft, wenn er nicht höflich war.

War Pete in der Schule unzuverlässig, bekam er dafür schlechte Noten.

Es musste erst ein Unfall passieren, bevor Menschen geholfen wurde.

Tritte und Schläge waren der Lohn für Toleranz und Respekt.

Seine Freunde lernte Pete erst im Liebeskummer richtig schätzen.

Geld zerstörte mehr, als es zusammenbringen konnte.

Ohne Lernen und Fleiß bekam Pete keine Arbeit.

Am Ende des Tages fragte sich Pete, welchen seiner Werte er nur auf eine schöne Art und Weise kennengelernt hatte. Es war nur die Liebe, die ihm durchweg Positives brachte.

Heike, 45, alleinstehend

Mit leicht eingezogenem Bauch steht Heike in der Masse der allmorgendlichen Zugpendler. Sie hat, wie fast jeden Tag, keinen Sitzplatz bekommen. Sie müsste einfach nur ein bisschen früher ihre Wohnung verlassen, dann würde es auch mit der Sitzgelegenheit klappen.

Heike ist 45 und alleinstehend. Und sie legt viel Wert auf ihr Äußeres. Morgens braucht sie eine dreiviertel Stunde im Badezimmer, bevor sie ihren Arbeitsweg ins Büro antritt. Als Sekretärin in einer Baufirma arbeitet sie schon 11 Jahre. Sie kennt den Männerberuf und hat über die Jahre einige Bekanntschaften an Land gezogen. Heute ist Heike alleine. Obwohl sie sich wirklich viel Mühe gibt nett auszusehen.

Das Kleid, was Heike heute seit langer Zeit mal wieder aus dem Schrank gekramt hat, ist zwar etwas eng, aber sie mag die Farben. Und bei 16 Grad Außentemperatur ist ein knielanges Kleid für Heike kein Wagnis, sondern ein Geständnis. Obwohl es links und rechts doch die angegessenen Polster der letzten einsamen Jahre erahnen lässt. Heike hat dies zwar längst bemerkt, aber auch schon wieder verdrängt. Nur wenn keiner schaut, zupft sie heimlich an den Ecken ihres dunkelbraun gemusterten Kleides, damit sie eventuell an Figur gewinnt.

Besonders stolz ist Heike auf ihre Schuhe. Lange hat sie nach schwarzen Wildledertretern mit silberner Glitzerschnalle gesucht. Und doch gefunden. In einem kleinen Laden, wahrscheinlich geht dort niemand von ihrem Bekanntenkreis einkaufen, denn dann hätte sie die Schuhe sicher schon früher entdeckt, in einer Ecke, standen ihre Lieblinge. So bezeichnet sie die mittlerweile durchgelaufenen Treter. Sie sind flach und doch gibt der klitze kleine Keilabsatz Heike das Gefühl ein Stückchen größer zu sein.

Im Gesicht trägt Heike heute Farbe. Ein roter Liedschatten schmückt ihre mit Tränensäcken umrandeten Augen. Und ihren Mund schminkt sie schon lange etwas größer. So reicht der Lippgloss weit über ihre Oberlippe hinaus und schimmert auffällig im künstlichen Licht des Zuges. Ihr Busen ist nicht klein. Ihr Push-Up verleiht ihm aber ganz neuen Glanz. Heike ist immer mächtig stolz auf ihr Dekolté. Auch das braune Kleid betont dieses ganz wunderbar.

Eigentlich ist Heike zufrieden. Vor ein paar Jahren hatte sie übrigens eine Nasen-OP. Aber niemand hat es bemerkt, da das Ergebnis nicht so wie erwartet war. Trotzdem liebt Heike es abends raus zu gehen. Allein an der Bar wird sie oft von Männern angesprochen und zu einem Drink eingeladen. Mitgenommen hat sie schon lange keinen Typen mehr. Vielleicht macht sie es heute Abend, denn das Kleid hatte sie wirklich schon lange nicht mehr an…

Freunde

Ich weiß nicht, ob du das Gefühl kennst, angekommen zu sein. Es ist eine Mischung aus heimischen Wurzeln und beendeter Suche. Die beschützenden Mauern eines Hauses, die dir immer gefehlt haben. Ein Fundament für die Ewigkeit. Die Vertrautheit in Person. Der ewige Frühling.

Jedenfalls, wenn du das Leben so sehr zu schätzen und zu lieben weißt, die Sonne für dich jeden Tag ein bisschen heller scheint und die Welt sich spürbar dreht, dann heißt dein Glück Freunde.

Schwarz wird zu Weiß und Rosa strahlt in Neonpink. Jede Berührung erzeugt Kraft in dir und die gesprochenen Worte sind der Nährboden deiner Seele. Ein Bruch wird gemeinsam gekittet und einsame Zeiten zusammen beschritten. Stummes Lachen wird zu hallendem Freudenschrei und Tränen sind getrocknet, ehe sie die Welt erblicken. Der letzte Rest Brot ist ein geteiltes Festmahl und Wasser der Wein des Lebens. Geheimnisse gehütet wie im Vatikan, Geschichten verbreitet wie auf dem Marktplatz.

Angekommen am Ort, der sich Freundschaft nennt, breite dankbar deine Hände aus, denn du umarmst deine Freunde.

Incipio Feather Ultralight Hard Shell Case für iPhone 4

So, meine Damen und Herren. Das iPhone 4 ist seit einer Woche fester Bestandteil meines Lebens und es blieb natürlich unvermeidbar weitere Teile für das Schätzchen im Hause FrauLehmann aufzunehmen. Heute: das Incipio Feather Ultralight Hard Shell Case für das iPhone 4 (leider braucht die Seite hundert Jahre zum Laden). Wie der Name schon sagt: ultra leicht wie eine Feder und hart wie Kruppstahl. Beim Auspacken habe ich nicht schlecht gestaunt, was in der schmalen Verpackung alles Platz findet (neben dem Case gab es auch 2 Displayschutzfolien, ein Tüchlein und eine Plastikkarte zum luftdichten Auftragen der Folien).

Meine Bedingung an mein neues Case war, dass mein Telefonapparillo nicht viel dicker aussehen sollte als vorher (denn ich habe die Gummiklumpen am Ende des Telefons echt satt). Gesagt, bestellt, getan. In nur zwei Tagen hatte ich die Hülle und bin mehr als zufrieden. Sieht richtig professionell aus, das Schätzchen. Und hält wie Pattex. Nun schauen wir mal, ob es auch langfristig was kann.

Steve Jobs hört auf sein Herz

“Du kannst die Punkte nicht verbinden, wenn Du nach vorne blickst. Du kannst die Punkte nur verbinden, wenn Du zurück blickst. So musst Du daran glauben, dass sich die Punkte irgendwie in der Zukunft verbinden werden.

Du musst an etwas glauben – Deinen Bauch, Schicksal, Leben, Karma oder was auch immer. Denn daran zu glauben, dass am Ende sich die Punkte verbinden werden, gibt Dir die Zuversicht, Deinem Herzen zu folgen. Auch wenn es Dich vom wohl ausgetretenen Pfad wegführt – und das macht den ganzen Unterschied.

Auch wenn es meiner Ansicht nach für einen Millionär wie Steve Jobs heute sehr einfach ist so etwas zu sagen, halte ich diesen Auszug aus seiner Rede an die Absolventen der Stanford Universität 2005 für sehr wahr und sehr wichtig.

Origin

Die Geschichte im Einklang mit der Musik berührt doch das Herz.

Ein paar Feststellungen

Wenn man an heißen Tagen seine Hand während der Autofahrt für ein paar Minuten in den Fahrtwind hält und sie anschließend auf seine Stirn legt, erfrischt das wie kalte Coke auf Eis.

Steinstrände sind die nutzlosesten Strände der Welt! Man kann auf ihnen weder liegen noch Sandburgen bauen oder sich wie ein Schnitzel panieren.

Wenn Frachter auf dem Rhein vorbeischippern, verursachen sie kleine Ebben & Fluten. Erst ziehen sie das Wasser ab und wenn sie dann vorbeigefahren sind, überschwemmen sie einen, wenn man nicht aufpasst.

Echte Zitronenbäume mit saftigen Früchten sehen auf den allerersten Blick unecht aus. So verhält es sich auch mit Orangenbäumen.

Wenn man sich weniger Gedanken um die Dinge macht, die man eh nicht ändern kann, wird das Leben auf einmal federleicht.

Seelenkratzer

In einer Vitrine in einem großen Möbelhaus stand ein Stuhl. Er war strahlend weiß und schöner als all die anderen Stühle in seiner Reihe. Sein Stuhlmacher war mächtig stolz auf seinen weißen Stuhl, denn er hatte viel Schweiß und Arbeit in sein Werk gesteckt. Die Leute, die an dem Stuhl vorbei gingen, staunten nicht schlecht. Und einige Leute hörte man sogar laut staunen. So verstrichen die Jahre und der Stuhl stand Tag ein Tag aus an seinem Platz und die Leute staunten und staunten. Eines Tages wurde das Schaufenster umdekoriert und der Stuhl musste einer neuen Dekoration weichen. Dabei bekam der Stuhl einen Kratzer ab, was ihm nicht nur weh tat, sondern was ihn auch anders aussehen ließ. Als er bald darauf wieder das Schaufenster schmückte, erkannten ihn die Leute auf einmal nicht mehr. Sie gingen wortlos und ohne ihn eines Blickes zu würdigen an dem Stuhl vorbei. Das bemerkten auch die Kaufhausinhaber und beschlossen den Stuhl auf den Dachboden zu bringen. Der Stuhl weinte bitterlich, denn er mochte nichts lieber, als in seinem Schaufenster zu stehen. Doch sein Bitten und Betteln nützte nichts und so stand er schon bald in der vollkommenen Dunkelheit und fühlte sich allein. Plötzlich hörte er ein Geräusch neben sich. Es wurde lauter und lauter und auf einmal waren da ganz viele Stühle, die alle sehr schön aussahen, aber mindestens einen Fehler hatten. Dem einen Stuhl fehlte beispielsweise ein Stück Bein, einem anderen war der Lack an der Lehne abgeplatzt. Der Stuhl merkte, dass er nicht alleine war und fühlte sich plötzlich gar nicht mehr so allein. Die anderen Stühle nahmen ihn liebevoll in ihren Kreis auf und zeigten ihm, dass er auch mit einem Makel ein toller Stuhl war. Und es dauerte nicht lange und der Stuhl hatte eine neue Familie und ein tolles Leben gefunden, das er bis ans Ende seiner Tage glücklich und zufrieden lebte.

(Mein Dachboden ist nah!)

Der Bäcker

Wie jeden Morgen gehe ich zu meinem Bäcker. Er bedient die Kunden und Kundinnen freundlich, hat immer einen Spruch auf den Lippen. Also frage ich ihn: “Du hast immer gut Laune. Wie machst du das?” Seine ernüchternde Antwort war: “Ich habe eigentlich gar keine gute Laune. Aber das bekommen nur meine Kollegen mit.” Aus der hinteren Ecke des Ladens kam nur ein ‘das stimmt’ und wir mussten alle lachen.

Zum Nachdenken

“Dass du dich wehren musst, wenn du nicht untergehen willst, wirst du doch einsehen.”

Bertold Brecht

Betroffenheit Japan

In der ganzen KKW-Angelegenheit in Japan frage ich mich ernsthaft, wer hier eigentlich der oder die Betroffene ist? Wir, also in diesem Fall die Japaner, bauen ein Kernkraftwerk in die Natur. Diese tut dann das, was sie immer tut: Natur sein. Für uns vielleicht eine Katastrophe, für die Natur aber einfach nur ihr Naturell. Menschen leiden, die Natur leidet. Was ist jetzt schlimmer? Den Schaden tragen in jedem Fall beide langfristig. Wenn aus der Symbiose Parasitismus wird, dann ist die Natur definitiv die Betroffene!

Für Nici

Ganz weit oben, noch weit über den Wolken und bevor man unseren Planeten überhaupt erahnen konnte, machte sich eine große Anzahl an Schneeflocken auf die Reise, um die Kinder unserer Erde rechtzeitig zu den Winterferien mit einer dichten Schneedecke zu beglücken. Unter ihnen war auch die kleine Sibyll mit ihrer Familie. Das Mädchen hatte es nicht leicht, denn die anderen Schneeflocken beachteten sie kaum, geschweige denn akzeptierten sie sie so, wie sie war. Deshalb hatte Sibyll den inneren Wunsch, einmal liebevoll anerkannt zu werden. Immer mehr verlor sie sich in dem Gedanken von den anderen akzeptiert und geliebt zu werden und bemerkte nicht, dass ihre winterliche Pracht dabei verloren ging. Schon bald sollten die Schneeflocken auf der Erde eintreffen und so blieb Sibyll nur noch wenig Zeit ihren Plan in die Realität umzusetzen. Doch kurz vor der Ankunft bemerkte sie, dass sie während der wunderschönen Reise zur Erde ganz vergessen hatte zu genießen. Und so begann sie die Augen zu schließen, atmete mit einem kräftigen Zug das Leben ein und kam zusammen mit den vielen anderen Schneeflocken auf der Erde an. Die Augen der Kinder leuchteten groß und Sibyll genoss ihr Staunen unendlich. Sie fühlte die wohlige Wärme, die sie umgab und begann in all ihrer Schönheit zu strahlen. Und plötzlich war ihr eines klar: hier unten sind wir alle gleich!

Würmerleben

Manchmal fühle ich mich wie ein Wurm, der ständig aufpassen muss, dass er nicht von den Großen zertreten wird. Und dabei habe ich dieses Aufpassen so satt!

Himmel über mir

Ich schaue aus dem Fenster. Meine Augen gleiten dabei zwischen den Abdrücken der Regentropfen und dem was hinter meinen schmutzigen Fenstern liegt hin und her. Oft frage ich mich, ob sich so Erblinden anfühlt. Wie sieht man eigentlich die Dinge, wenn man von Geburt an nichts sieht?

Die richtig dicken Regentropfen bahnen sich immer einen mächtig breiten Weg über die Scheibe bis runter auf den Boden. Entweder haben die Kleinen keine Chance der Walze aus Wasser auszuweichen oder sie retten sich noch schnell genug in die Arme eines Weggefährten. Ich könnte das Spiel den ganzen Tag lang beobachten.

Die Sonne steckt ihre Nase nach einer langen Lichtdurststrecke mal wieder hinaus. Die ersten Rundflieger breiten ihre Flügel aus und ich sehne mich nach zu heißen Tagen auf grünen Wiesen und dem ständigen Brummen der Flieger über mir. Ein Gänseblümchen schmückt dabei mein Gesicht und ich schließe die Augen für ein noch intensiveres Gefühl.

Wir Menschen fliegen ja nicht. Und ehrlich gesagt trage ich den Wunsch fliegen zu können nicht vorausgesetzt in mir. Ein Vogel ist zum Fliegen da. Ein Mensch nicht. Aber Kerosin ist zum Fliegen da und Kerosin ist für uns Menschen. Also sollen wir Menschen doch fliegen?

Ich lehne mich mit der Unmöglichkeit zu fliegen zurück und lasse mich bis zum nächsten Regenguss in die Strahlen der Sonne fallen.

 

Rad der Drehung

Ich bin ein Zahnrad. Funktioniere, naja, wie ein Zahnrad nun mal funktioniert. 365 Tage im Jahr drehe ich mich in ein und dieselbe Richtung. Ich zicke nicht, weil ich damit alle anderen in Gefahr bringen würde. Ganz oben da arbeitet der “Dicke”. Er ist genau so lange hier wie ich und die anderen auch. Aber er ist eben der “ganz Große”. Sich selbst bezeichnet er als “the big fish”. Dabei macht er dem Namen nur vom Geruch her alle Ehre. Natürlich sagt ihm das keiner. Wieso auch. Wir funktionieren ja auch so, ohne ihm die Meinung zu geigen. Wünschen, ja das tun wir uns oft  einen anderen “Dicken”. Oder eine “Dicke”. Mit so großen Dingern, wenn ihr versteht, was ich meine. Abends gibt es immer eine Ölung mit den Jungs. Aber der “Dicke” mischt immer ordentlich mit. Also benehmen wir uns auch dort. Wenn einer wegschaut, dann schauen übrigens alle weg. Bringt anders auch nix. Sonst landen wir nachher noch alle in der “Kiste”. Und da will keiner hin. Wir haben ja schon die dollsten Geschichten über die “Kiste” gehört. Einer war mal kurz davor in der “Kiste” zu landen. Jetzt arbeitet er ganz nah beim “Dicken”. Er redet seitdem nur noch wenig mit uns hier unten. Vielleicht ist das auch gut so. Keine Ahnung. Ich spreche nicht viel mit den Jungs darüber. Tagsüber sind wir auch viel zu sehr mit Drehen beschäftigt. Spannend wird es nur, wenn einer unrund läuft. Dann ist hier immer ordentlich Aufregung in der Bude. Aber das hatten wir schon lange nicht mehr. Wer weiß, ob das überhaupt nochmal vorkommen wir. Wir drehen uns ja. Wir sind eben Zahnräder.

In der Mitte

Auf einem Feld, in seiner Mitte, trafen sich zwei Männer. “Was machst du da”, fragte der eine Mann. “Ich mähe das Gras”, antwortete der andere Mann, während er mit seiner Sense gleichmäßig durch die langen Grashalme fuhr. “Wird dir dabei nicht langweilig”, fragte der andere Mann verdutzt. “Nein”, antwortete der Mann mit der Sense. “Ich mache das Tag für Tag.” “Und was machst du mit all dem Gras, das du gemäht hast”, wollte der Mann neugierig wissen. “Ich gebe es meinen Tieren zu fressen. Und manchmal, wenn etwas Gras übrig ist, verkaufe ich es auf dem Markt.” “Und davon kannst du leben?” “Wie du siehst: ich lebe.” Der Mann, der aus der Stadt kam, wollte mehr wissen und fuhr mit seinen Fragen fort: “Aber warum kaufst du kein Gras in der Stadt für deine Tiere? Du würdest viel Zeit sparen und könntest dir ein Hobby zulegen.” “Warum sollte ich Zeit sparen?” Der Mann legte seine Sense nieder und setzte sich auf einen Vorsprung. Mit einem alten Klappmesser begann er genüsslich einen Apfel zu schälen.  “Sieh”, sprach der Mann und bot seinem Gegenüber ein Stück Apfel an. “Ich habe eine Verantwortung. Ich muss meine Tiere füttern, damit sie mir Milch geben. Daraus stelle ich Butter und Käse her. Nur so kann ich überleben. Das ist der Kreislauf meines Lebens.” “Ich habe auch Verantwortung”, brachte der andere Mann entschlossen entgegen. “Mein Fußballverein braucht mich jedes Wochenende!” “Wenn du das so für dich entschieden hast, dann gehört es zu deinem Leben.” “Und mein Chef könnte auch nicht ohne mich leben.” “Auch das ist deine Entscheidung”, erwiderte der Mann, den Apfel kauend, in all seiner Neutralität. “Warum sitzt du dann noch auf meinem Feld, wenn du woanders dringender gebraucht wirst”, wollte der Mann vom Feld wissen. Zögernd kamen die Worte über die Lippen: “Ich weiß es nicht.”

Auf einem Feld, in seiner Mitte, saßen zwei Männer.

Ich hatte einen Traum

Ich hatte einen Traum. Einen Tagtraum.
Jemand holte alle Sterne vom Himmer, verteilte sie auf der Erde. Einen für jedes Land, jeden Menschen, jedes Tier. Die ganze Welt begann zu leuchten, erhellt vom lichten Schein der Stern.
Freude breitete sich aus, Liebe und Frieden.
Beim Erwachen freute ich mich über diesen schönen Gedanken. Ich schaute mich um, gespannt, was die Menschen wohl mit den erhaltenen Sternen machten. Das Bild aber entsprach nicht meinem Traum. Die Menschen stritten sich, wessen Stern der schönste, strahlendste war. Einer stahl die Sterne der Mitmenschen, um selbst noch mehr zu leuchten, ein andere brachte seinen Stern zur Bank, um noch mehr Sterne zu erhalten. Trauer breitete sich aus, Neid und Krieg.
Beim Eindunkeln blickte ich zum Himmel. Doch da fehlte etwas, was mir sonst Hoffnung machte. Etwas, was mit den Weg zeigte, mich träumen ließ von einer anderen Welt. Nun blickte ich nur ins schwarze Nichts, eine dunkle Schwere über uns.
Ich hatte einen Trau. Einen Tagtraum.
Jemand brachte alle Sterne zum Himmel zurück. Dafür entzündete er die Sterne im Herzen. Im Herzen jedes Menschen, jedes Tieres, jeder Pflanze. Alle begannen von innen heraus zu leuchten. Sie schmückten sich nicht mehr mit einem fremden Licht, die Wärme kam aus ihrem Herzen. Kein Wetteifern mehr, wer den größten, schönsten Stern hatte. Wenn sie ihn gut pflegten, wuchs der Stern in ihnen. Und wenn sie einen Stern im Herzen der Mitmenschen entzündeten, spürten sie auch die Wärme des eigenen Sterns umso stärker. Gemeinsam schauten sie zum Himmel, die Sterne gaben ihnen Mut, Hoffnung und Liebe.
Ich hatte einen Traum. Einen Tagtraum.
Wenn wir daran glauben und den Stern in unserem Herzen entzünden, können wir mit seiner Wärme die Liebe und    Hoffnung weitergeben.

by Nadine Christine Saxer

Alleinstehende

Alleinstehende. Alleinstehende sind Personen, die ohne eine feste, soziale Bindung an einen Partner, ohne Kinder und vorzugsweise auch ohne Haustiere in einem Haushalt leben. Generell scheut der Alleinstehende jegliche Verantwortung und lebt deshalb nicht nur allein, sondern auch stets distanziert zu seiner Außenwelt.

Der Begriff stammt aus dem Deutschen und bedeutet so viel wie “Unvollkommener” oder “Unvollständiger”. Dabei soll das Wort verdeutlichen, dass ein Alleinstehender abnormal lebt, da er nicht wie üblich in der deutschen Gesellschaft mit einem Partner an seiner Seite lebt. Darüber hinaus wird mit der Begrifflichkeit deutlich gemacht, dass der Partner zu einem Menschen dazu gehört, wie Arme und Beine. Einem Alleinstehenden könnte demnach neben dem ausbleibenden Partner auch ein Arm oder ein Bein fehlen. In der deutschen Statistik wird der Alleinstehende außerdem nach seinen Partnerschaften differenziert. Dabei gibt es ledige Alleinstehende, die bis dato nicht in der Lage waren, sich vor einem Standesamt trauen zu lassen oder alleinerziehende Alleinstehende, die es nicht geschafft haben, einenPartner trotz Kind an sich zu binden.

Die Verhaltensweisen von Alleinstehenden sind vielfältig definiert. Hierbei gibt es den einsamen Alleinstehenden, der allergisch auf Pärchen reagiert. Gerade zur Weihnachtszeit meidet der einsame Alleinstehende Paare, die vor namhaften und teuren Schmuckläden Gegenstände betrachten. Wehmütig zieht sich der einsame Alleinstehende dann mit Fertignahrung in seinen Bau zurück. Der gesellige Alleinstehende hingegen trifft sich an den Wochenenden mit Freunden und Bekannten, um seine Situation mit legalen und illegalen Substanzen zu verdrängen. Auch hier tritt der vollkommene Rückzug in seinen Bau nach erfolgreicher Verdrängungsphase ein.

Als Therapie für Alleinstehende hat das Internet diverse Partnerbörsen erfunden. Hier können sich Alleinstehende mehr oder minder erfolgreich von ihrem Los als Alleinstehender befreien, indem sie gegen horrende Summen mit wenig Mühe einen adäquaten Partner für ihr weiteres Leben finden. Erfolgsquoten sind garantiert!

Wer am Ende immer noch ein Alleinstehender ist, der findet in jedem örtlichen Baumarkt reißfeste Seile für nahegelegene Brücken oder Hochhäuser.

Unter diesem Begriff werde auch diverse Statistiken unserer Gesellschaft zusammengefasst.

Das Abenteuer

Hans ist eigentlich ein ganz gewöhnlicher Typ. Er sieht zwar ein bisschen besser aus als der deutsche Durchschnitt. Aber sein Leben ist dafür relativ unspektakulär. Morgens steht er um die gleiche Zeit auf und kocht sich als erstes eine Kanne Kaffee. Damit geht er dann an seinen Schreibtisch, wo er Berichte für den Sportteil einer Tageszeitung schreibt. Eigentlich würde er viel lieber Kurzgeschichten schreiben und sie einem ausgewählten Publikum vorlesen. Aber weder die Geschichten noch das Publikum hat er, um seinen Traum in die Realität umzusetzen.

Eines Tages, Hans war gerade auf dem Weg in den Supermarkt, traf er am Gemüsestand eine unglaublich gut aussehende Frau. Beide waren gerade dabei die Avocados nach ihrem Reifegrad abzutasten. “Die ist gut”, sagte das bezaubernde, weibliche Wesen und ging mit der Avocado und ihrem Korb weiter. Völlig verzaubert versuchte Hans der Unbekannten heimlich zu folgen. Als sie im Begriff war zu zahlen, nahm er all seinen Charme und Mut zusammen und sprach die Frau an: “Sie haben da aber zufällig die Avocado genommen, die ich auch haben wollte.” Die Frau schaute ein wenig erschrocken, fasste sich aber als bald und erwiderte: “Dann kommen Sie doch einfach mit und wir essen unsere Avocado zusammen.” Hans war fassungslos. Aber irgend etwas in ihm wollte dieser Aufforderung nachgehen. Also gingen sie gemeinsam in ein unbekanntes Abenteuer. Was aus der Avocado wurde, weiß man nicht.

Why


Every note I sing, every tone I bring
is for you
What have I done to me?
What have I done to you?
Is this already gone
what I just pushed on for you?
did I lose my bid of happiness to make what I love?
is this real is this fake who I am?
why do I fall in the ocean?
why don’t you take my hand?
why is my mind so empty?
why can I see the end of my life?
Everything I waste, everything I taste
is for you
What have I done to me?
what have I done to you?
Is this already gone
what I just pushed on for you?
did I lose my bid of happiness to make what I love?
is this real is this fake who I am?
why do I fall in the ocean?
why don’t you take my hand?
why is my mind so empty?
why can I see the end of my life?
why do I fall in the ocean?
why don’t you take my hand?
why is my mind so empty?
why can I see the end of my life?

by Valentine