Posted: February 3rd, 2010 | Author: FrauLehmann | Tags: Achtsamkeit, Angst, Augen, Erde, Erlebnis, fühlen, Geduld, Gefühl, Hoffnung, Körper, Leben, Leere, Liebe, Menschen, Ohren, Schwarz, Stille, stumm, Suche, Weiß, Welt, Zeit |
In den unendlichen Weiten deines Ichs wirst du immer wieder Raum finden, den du nicht zu füllen weißt. Die Leere dort drinnen wird dir komisch vorkommen, aber mit der Zeit wirst du sie akzeptieren. Deine Fragen werden Antworten mit sich bringen und du wirst dich vollkommener fühlen.
Unendlich viel Schwarz kannst du nicht durch einen Tropfen Weiß auffüllen. Du wirst es versuchen. Immer und immer wieder. Und vielleicht gelingt es dir ja das Dunkel ein wenig zu erhellen. Nur ein kleines bisschen. Ganz wenig.
Man ist immer allein, wenn es um einen selbst geht. Wo einst Menschen um dich waren, stehen verstumme Körper um dich. Sie werden dir nicht zuhören. Du musst dir selbst zuhören. Auf der Suche nach Ohren und Augen wirst du bei dir selbst ankommen. Auf den Rest kannst du dann gut und gerne verzichten.
Posted: October 17th, 2009 | Author: FrauLehmann | Tags: Ader, Adern, Alles, Amt, Auto, Bäcker, Blick, Blut, Brötchen, Dank, Einkauf, Erde, Finanzamt, Gedanken, Geld, Kauf, Konto, Leben, Liebe, Menschen, Miete, morgens, Rauchen, Scheiße, Schule, Schulzeit, Welt, Zahl, Zeit, Zeitung, Zeug |
Der Blick aufs Konto lässt mir das Blut in den Adern gefrieren. Nicht immer, aber oft. Der Gedanke an Shopping ist nicht drin und mein Auto müsste auch mal wieder gepflegt werden. Morgens am Bäcker gehe ich an den teuren, aber durchaus leckeren, Brötchen vorbei und muss mich arg zusammenreißen. Die Zeitung später fällt auch flach. Habe ich die Miete schon bezahlt? Scheiße, und dann noch das Finanzamt. Warum kommt eigentlich immer alles auf einmal? Ich sollte weniger rauchen, denn das Geld liegt hier nun wirklich nicht umher. Aldi sagt Danke für Ihren Einkauf und ich sage ekelhaftes Zeug ihr da habt. Nichts ist, wie es mal war.
Während meiner Schulzeit hatte ich solche Gedanken nicht. Nie.
Posted: March 10th, 2009 | Author: FrauLehmann | Tags: Arm, besinnlich, Besinnung, einfach, Erwachen, Flammen, Freude, Gedanken, Genuss, Gesicht, Glück, Herz, Herzschlag, Leben, Licht, Liebe, Mensch, Menschen, Moment, Schlaf, Sinn, Sonne, strahlen, Welt, Zeit, Zukunft |

Sie halten sich gegenseitig in ihren Armen. Der Herzschlag ist ruhig und besinnlich. Und aus ihren Gesichtern strahlt überirdisches Glück und tiefste Freude.
Wie lange ihre Zeit anhalten wird, wissen sie nicht.
Aber für diesen Moment scheint die Welt still zu stehen. Sie lassen die Sonne direkt über sich entflammen und genießen einfach.
Das Erwachen nach dem Schlaf ist wie alles – vergänglich!
photo credit: ***j9***
Posted: March 3rd, 2009 | Author: FrauLehmann | Tags: Augenblick, Bahn, Begegnung, Bus, Erde, Erinnerung, Frau, Freude, Freund, freundlich, Gedanken, Glück, Herz, hören, jung, Lachen, lauschen, Leben, Licht, Liebe, Mann, Mensch, Menschen, Minute, Mitternacht, Moment, Mund, Nacht, Nachtbus, Nase, Nutella, Pille, Schaffner, sehen, Serviette, Stunde, Tag, Wort, Zeit, Zug |
Keine 5 Meter aus dem Haus treffe ich auf 2 Polen. Sie warten auf das Doppel-Korn-Delerium, ich warte auf den Bus. Freundlich bieten Sie mir einen Schluck aus ihrer Flasche an. Mein Moped kommt und ich verabschiede mich mit meinen 3 Brocken Polnisch.
Ich kann dem süßen Geruch des Crêpe-Standes nicht widerstehen. Der freundlichen Verkäufer fragt mich gefühlte 20 mal, ob mir mein mega Nutella-Teigfladen schmeckt. Er wischt dabei gemütlich über seine Arbeitsfläche und füllt die Zuckerstreuer auf. Es ist eine Stunde vor Mitternacht und ich bewundere seine muntere Freundlichkeit. Ich kann es mir nicht verkneifen ihm zu sagen, was für eine postivie Ausstrahlung er hat. Ich glaube, er hat sich gefreut.
Gleich kommt mein Zug, aber ich ziehe noch schnell eine Zigarette durch. Der Aschenbecher wird gerade von einem sehr braun gebrannten Mann gesäubert. Er fragt mich, ob ich davon gehört habe, dass vor 2 Tagen ein 87 jähriger Mann 44.000 EUR in einer Straßenbahn in Bayern vergessen, also verloren, hat. Ich verneine, wünsche einen schönen Abend und steige in die Regionalbahn.

Neben mir sitzt ein junger Mann. Ihm läuft die Nase. Aber meine mit Nutella vollgeschmierte Serviette biete ich ihm lieber nicht an. Der Schaffner schaut seinen Fahrgästen bei der Fahrscheinkontrolle ganz offen und lieb in die Augen. Ich fühle mich wohl.
Jetzt sind es nur noch wenige Minuten und die verbringe ich mit neben einem älteren Mann im Nachtbus. Wir beobachten, wie sich ein junges Mädchen die Anti-Baby-Pille in den Mund schiebt. Wir grinsen uns an, sagen aber kein Wort. Als eine junge Türkin den Bus betritt, lauschen wir beide ihrer geheimnisvollen Sprache. Bei einigen Wörtern schmunzeln wir erneut zur gleichen Zeit.
Wie schnell doch die Zeit vergeht und wie kurz Augenblicke verweilen…
Posted: January 21st, 2009 | Author: FrauLehmann | Tags: Angst, Aufgabe, Augen, Begleiter, Bewusstsein, Ende, Erde, Farbe, Farben, FrauLehmann, Freude, Frieden, Gespräch, Glück, Gott, Handeln, Herz, ICH, Jetzt, Kopf, Körper, Leben, Licht, Liebe, Luft, Menschen, Möglichkeit, Mund, Nase, Peace, Schleier, Seele, Text, Tod, Weg, Welt, Wind, Zeit, Zustand |
In mir schlummern die vergangenen Erlebnisse. Sie kommen unaufhörlich hoch und lassen mich vor Angst innerlich zittern. Sie sind mein ständiger Begleiter und es ist mühsam noch mehr Seelen neben meiner zu füttern. Unaufhörlich dürsten und hungern sie nach mehr und immer mehr. Ihre Kehlen sind wie riesige Kelche, die in einen nicht aufhörenden Schlund hinunter führen. Jeder Funken Nahrung wird von ätzender Säure begleitet. Sie frisst sich unaufhörlich tiefer in meine Eingweide. Die Schmerzen sind unerträglich.
Wenn das Leben ist, was ist dann Leiden? Der momentane Zustand ist lebendiges Leiden. Wann erlange ich das Leben wieder? Dazu braucht es keine Zeit!
Wenn du kurz vor dem Ersticken bist, dann hast du 2 Möglichkeiten: zieh dir die Tüte vom Kopf oder lass sie drauf! Ich habe den riesigen Plastiksack satt. Ich bin es leid! Wenn man sich einmal an die Tüte gewöhnt hat … dann bekommt man sie trotzdem entfernt.

So ziehe ich behutsam und bei vollem Bewusstsein den grauen Schleier beiseite und schaue auf die Welt – eine neue Welt. Die Farben springen mir entgegen und ein frischer Wind weht mir um die Nase. Und ich atme – ohne an der Plastiktüte zu ersticken und füttere ab jetzt nur noch meine Seele.
Frieden? Frieden!
photo credit: loop_oh
Posted: January 12th, 2009 | Author: FrauLehmann | Tags: Abend, Arm, Augenblick, Bein, Beispiel, Bild, Bilder, Bude, Dank, Energie, Fantasie, Freude, Fuß, Gedanken, Geräusch, Geruch, Glück, Hand, Haustür, Heringsdorf, Home, ICH, Individualität, Insel Usedom, Kind, Kinder, Klarheit, Körper, Kunst, Künstler, Leben, Licht, Liebe, Malerei, Mann, Meer, Menschen, Mikroskop, Moment, Muschel, Ort, Ostsee, Ozean, Persönlichkeit, Ratzpekt, Realität, Reise, Respekt, Sand, Seele, Sparbuch, Strandsand, Tag, Talent, Tier, Tiere, Titel, Ton, Wasser, Weite, Welle, Wind, Zeichen, Zeit |
Ein langer Tag neigt sich stündlich dem Ende zu. Auf den Ohren liegt Al Stewart mit ‘The Year of the Cat’. Die Gedanken kreisen um einen schon etwas länger zurück liegenden Abend, der mich an die talentierten Hände eines Künstlers erinnert. Seine Bilder geben die Seele des Meeres wieder. Zumindest so, wie ich das Meer vor unserer Haustür kenne. Ein Beispiel:

Ich sauge so lange ich kann die Luft um mich herum ein. Der Lautsärkepegel ist unfassbar. Das salzige und eiskalte Wasser säumt meine Füße und kitzelnd zieht der Ozean den Sand unter mir in die Ferne. Der sonst fast weiß schimmernde Sand ist durch die rauen Wellen dunkel gefärbt und wirkt fast bedrohend. Viele kleine Muscheln liegen in winzig kleine Teile zerbarsten im nassen Sand. Ihr Schicksal endet dort, wo die Reichweite der Welle endet. Die Arme des Meeres haben also eine begrenzte Reichweite. Und was ist mit den Beinen?
Posted: January 5th, 2009 | Author: FrauLehmann | Tags: Außenwelt, Beispiel, Bild, Elan, Entdeckung, Ergebnis, erwachsen, FrauLehmann, Freude, ICH, Kind, Kinder, Kunst, Leben, Liebe, Line Rider, Link, lustig, Menschen, Mühe, Schlitten, Seite, Situation, Spaß, stöbern, Tag, Talent, Tätigkeit, Test, Ventil, Video, Welt, Winter, youtube, Zeit |
[Link]
Posted: December 18th, 2008 | Author: FrauLehmann | Tags: Annahme, Anregung, Arbeitsmütze, Augenblick, Ausblick, Befreiung, Besinnung, Bestimmung, Bewusstsein, Dank, Daumen, Ding, Ehrlichkeit, Eigenschaft, Energie, Entscheidung, Entwicklung, Ereignis, Erfahrung, Erinnerung, Erlebnis, Farbe, Freiheit, Frieden, Gedanken, Geduld, Gefühl, Gegebenheit, Geschehen, Glückwunsch, Grashalm, Griff, Handballen, ICH, Jahr, Klarheit, Kopf, Kraft, Last, Leben, Lebensweg, Licht, Liebe, Mahlzeit, Mensch, Menschen, Mittagessen, Offenheit, Philosophie, Reinheit, Restaurant, Schönheit, Schritt, Schultern, Seele, Sinn, Tag, Ton, Überlegung, Volk, Vorstellung, Wahrnehmung, Weg, Welt, Wissen, Zeichen, Zeit, Zelle |

Der saftig, grüne Grashalm zwischen meinen beiden Daumen und den Handballen sieht so friedlich aus. Erst wenn ich einen Ton daraus hervor bringe, scheint die Welt um mich herum zum Leben zu erwecken. Manchmal treffen wir uns zum Mittagessen. Ihn kennen alle und wenn er das kleine Restaurant betritt, ruft er halblaut ‘Mahlzeit’. Dabei fasst er mit einem gekonnten Griff an seine Arbeitsmütze und legt sie neben sich ab. Seit einem Jahr bedeutet mir die Farbe ‘weiß’ sehr viel. Die Reinheit und Klarheit verzaubert mich im Handumdrehen. Es ist, als wenn wir miteinander kommunizieren können. Ich freue mich immernoch sehr über den Schritt, Dinge losgelassen zu haben. Auch Menschen. Eine Last fiel von meinen Schultern und es war wie der Befreiungsruf eines unterdrückten Volkes. Jede Zelle in mir war plötzlich voller frischer und neuer Energie. Die wenigen unangenehmen Dinge sind längst weit weg gerückt. Ich überlege noch, wozu das gut ist oder eb es überhaupt gut ist … .
photo credit: net_efekt
Posted: December 11th, 2008 | Author: FrauLehmann | Tags: Aktion, Anfang, Arbeitstisch, Außenwelt, Bett, Brücke, Decke, Energie, Entwicklung, Erde, Freiheit, Gedanken, Gefühl, Geschäft, Grund, Grundstein, Herz, Highlight, ICH, Kausalität, Klartext, Kraft, Kühlschrank, Lampe, Leben, Licht, Liebe, Menschen, Papier, Phase, Plan, Position, Provisorium, Radius, Sache, Sauerstoff, Schreibtisch, Selbständigkeit, Situation, Tagen, Thema, Toilette, Umfeld, Ursache, Weg, Wirkung, Wohnung, Zeit |

Da habe ich sie nun, die Ursache und ihre Wirkung. Wie sagen ganz schlaue Leute immer: ‘Wer das Eine will, muss das Andere mögen.’ Seit Tagen bewege ich mich im Radius zwischen meinem Bett, dem Kühlschrank und dem Arbeitstisch. Ab und zu natürlich auch auf die Toilette. Aber das ist langsam auch kein Highlight mehr. Dabei scheint es ununterbrochen dunkel da draußen zu sein. Hängt wohl an der dauerhaft eingeschalteten Provisoriumslampe an der Decke. Warum macht Licht in der Wohnung die Außenwelt eigentlich dunkler? Genug schräge Gedanken geäußert. Ich widme mich dann mal wieder der Wirkung, deren Ursache ich immernoch toll finde. Bitte nicht heulen, weil es hier wegen der Selbstständigkeit momentan so ruhig hier ist.
photo credit: Sholeh Prochello
Posted: December 6th, 2008 | Author: FrauLehmann | Tags: Brief, Ding, Erinnerung, Extraweg, Freude, Füller, Füllfederhalter, ICH, Konsum, Kugelschreiber, Laden, Leben, Liebe, Mama, Menschen, Nikolaus, Patrone, Post, Postbote, Schreibwarenladen, Schule, Schülerin, Schulmädchen, Schulzeit, Sendung, Sinn, Spaß, Suche, Tag, Tinte, Überraschung, Weg, Zeit, Ziel, Zivilisation |

Der Nikolaus namens Mama sorgte für eine kleine Überraschung am heutigen Tage. Zu einer mir ziemlich unwillkommenen Zeit klingelte der Postbote und übergab mir die schöne Sendung. Darin enthalten war unter anderem ein liebevoller Brief. Geschrieben mit Füllfederhalter in lila Tinte. Moment, dachte ich mir. Wo ist eigentlich mein defekter Füllfederhalter? Kurzer Hand reanimierte ich ihn und damit auch ein paar Erinnerungen: Während meiner Schulzeit schrieb er z.B. nicht immer Einser. Was nicht schlimm war. Viel nerviger war die Suche nach Patronen. In einem 3000-Seelen-Dorf auf einer Insel, weit ab von jeglicher Zivilisation, gab es keinen Schreibwarenladen mehr nach … ich versuche mich zu entsinnen … 1995?! Bis heute mag ich keine Kugelschreiber und bis heute muss ich immer einen Extraweg einlegen, um Patronen für meinen heiß geliebten Füller zu bekommen. Aber manchmal lohnt sich der Weg, wenn man das Ziel fest vor Augen hat.
[Ich bin übrigens blutiger (im wahrsten Sinne des Wortes) Photoshop Anfänger!!!]
Posted: November 30th, 2008 | Author: FrauLehmann | Tags: Abend, Abendsonne, City, Dach, Dank, Depression, Entwicklung, Erde, Feld, fluchen, Gedanken, Geruch, Glühwein, Grau, Herbst, Herz, Hoffnung, Jahr, Kerze, Klimawandel, Kopf, Leben, Liebe, Luft, Menschen, Nebel, Ode, Paradies, Regen, Sache, Schatten, Schicksal, Schlitten, Schneeballschlacht, Stadt, Steuern, Straße, Tannennadel, Tür, Wartezeit, Weihnacht, Wein, Wetter, Winter, Winterzeit, WIR, Zeichen, Zeit |
Oh du schöne Winterzeit
Hoffnungsvoll bitten wir dich
Ist es endlich bald soweit
Wird es denn noch winterlich?
..
Regen auf die Dächer prasselt
Nasse Straßen vor der Tür
Hast uns Weihnacht einst vermasselt
Dank bekommst du nicht dafür.
..
Keine kalten Lüfte wehen
Nur der herbstliche Geruch
Schmückt von früh bis zu Bett gehen
Davon haben wir genug.
.
Schneeballschlacht und Schlitten fahren
Glühwein, Kerzen, Tannennadel
Hatten wir vor vielen Jahren
Danke dir, oh Klimawandel.
.
Erster Frost auf weiten Feldern
Vögel hastig Futter suchend
Künstlich Schnee von Steuergeldern
Bleibt mir nur das Dauerfluchen.
by FrauLehmann
.
Posted: November 27th, 2008 | Author: FrauLehmann | Tags: Begegnung, Bewusstsein, Club, Ding, Erinnerung, fliegen, Frieden, Gedanken, Gefühl, Glück, Gott, Grundstein, ICH, Individualität, Insel Usedom, Jahr, Jetzt, Kalender, Kopenhagen, Leben, Liebe, Meer, Menschen, NRW, Peace, Präsident, Richtung, Sand, Sonne, Swingerclub, Sympathie, Umzug, unglaublich, Video, Wahrnehmung, Weite, WIR, Zeit, Zuckung, Zukunft |
Wenn ich auf den Kalender schaue, dann kann ich es kaum fassen, dass das Jahr schon wieder in den letzten Zuckungen steckt. Dabei ist die Zeit dieses Jahr viel langsamer vergangen, als die Jahre zuvor. Gefühlt zumindest. Das muss wohl an meiner intensiven Lebensweise liegen.
Wenn ich zurückblicke, dann fallen mir folgende Dinge spontan ein:
- Die unzähligen Nächte auf den Straßen und in den Clubs von Kopenhagen.
- Sonne, Sand und das Meer satt, geteilt mit zu vielen Urlaubern.
- Das erste mal geflogen.
- Einen Swingerclub mal von Innen betrachtet und gemocht.
- Unglaubliche Begegnungen gemacht, ausgeweitet und Bänder geknüpft.
- Viele neue Denkrichtungen und Informationen eingeholt.
- Erneut mit einem 3,5 Tonner meinen Umzug alleine gefahren.
- Das erste mal Sympathien für einen amerikanischen Präsidenten gehegt.
- Einen Grundstein für meine berufliche Zukunft gelegt und darauf weitergebaut.
Manche Dinge scheinen so fern zu sein, obwohl sie in diesem Jahr stattgefunden haben. Die Erinnerung daran ist schön, aber bald kommt ein neues Jahr und die Zeit von dir, liebes 2008, ist dann abgelaufen. Der Rückblick wird mich nicht voranbringen, darum überlasse ich die Zeit jetzt der Zeit und konzentriere mich wieder auf das Jetzt. Und wie seht ihr das so?
Posted: November 15th, 2008 | Author: FrauLehmann | Tags: Abenteuer, Chaos, Energie, Engel, Erde, Freude, Frieden, Glück, ICH, Kopf, Kraft, Leben, Licht, Liebe, Menschen, Moment, Neuron, Niederschlag, Oma, Party, Regen, Schalter, Schatten, Sinn, Stärke, Tag, Traum, Vulkan, Weg, Welt, Zeit, Ziel |
Ihr wisst sicherlich, wie es aussieht, wenn ein Vulkan ausbricht: heiße Gesteinsbrocken in roten und gelben Farbtönen sprühen kontraktionsförmig aus dem Schlund des Vulkans. So oder so ähnlich sieht es manchmal in meinem Kopf aus. Es scheint dann, als wenn sich alle Neuronen in meinem Kopf zu einer Überraschungsparty treffen. Und die Feier ist heftig!
Manchmal bin ich von der Welt überfordert: ich verändere mein Leben Stück für Stück und um mich herum wandeln sich die Dinge wie der Schatten zum Licht. Hinter jedem Tag verbirgt sich ein Abenteuer und das gilt es zu erleben. Doch ab und zu würde ich gern den Schalter ausknipsen und eine kleine Ruhepause einlegen. Oder durch das Anhalten der Zeit ein Stück Frieden erhaschen. Ich frage mich in solchen Momenten oft, wie es wäre, wenn ich plötzlich allein auf der Erde wäre? In einem Traum vor ein paar Tagen waren alle um mich herum gestorben. Nur meine Oma redete als Engel mit mir.
Am nächsten Tag prasselten dann die unzähligen Informationen der Welt
wie Regentropfen auf Blätter am Boden auf mich nieder. Irgendwann hat man sich so daran gewöhnt, dass man gar nichts mehr merkt und ziellos durch den dauernden Niederschlag rennt.
Wenn man sich ganz bewusst wieder auf das besinnt, was man möchte und zu seinem Weg zurückkehrt, dann ist diese investierte Kraft nicht vergeudet. Es kostet ein wenig Energie, aber wenn man im Regen stehen bleibt, dann wird es nicht besser.
photo credit: mahalie
Posted: November 4th, 2008 | Author: FrauLehmann | Tags: Alltag, Anfang, Annahme, Aura, Ausblick, Ausgang, Begegnung, Bemerkung, Bestimmung, Bevölkerung, bewegen, Bewusstsein, Bild, Bilder, Blick, Dank, Eigenschaft, Einklang, Emotion, Energie, Erde, Ereignis, Erfolg, Erinnerung, Existenz, Fazit, Film, fliegen, Flugzeug, Fragen, Freude, Freunde, Frieden, Gedanken, Gefühl, Geld, Gemeinsamkeit, Geschehen, Gesellschaft, Gesetz, Gespräch, Gesundheit, Gewalt, Gier, Glück, Gott, Haut, Herz, Hilferuf, Hintergrund, Hoffnung, Hund, ICH, Individualität, Interieur, Konsum, Kontrolle, Körper, Kraft, Krieg, Leben, Lebensstil, Leute, Licht, Liebe, loslassen, Manipulation, Mensch, Menschen, Offenheit, Person, Persönlichkeit, Pflicht, Plan, Politik, Preis, Profit, Prozedur, Quelle, Ratzpekt, Realität, Schicksal, Seele, Selbständigkeit, Sinn, Sinne, Stärke, Suche, Suizid, Symbole, USA, Vergangenheit, Verhalten, Verkäufer, Verständnis, Weg, Wort, Zeichen, Zeit, Ziel |
Am Sonntag Abend zappten wir uns durch das Fernsehprogramm. Da die meisten Filme nur noch wenige Minuten liefen, blieben wir bei einem stehen, der gerade erst begonnen hatte: ‘Attentat auf Richard Nixon’ mit Jean Penn passte zum Einen zu den Präsidentschaftswahlen in den USA und zum Anderen versprach der Schauspieler eine klasse Darbietung zu bringen.
TV Programm
Attentat auf Richard Nixon – 02.11.2008 00:05 – ARD
Bedrückender Film mit einem brillanten Sean Penn.
Sein Hund ist der einzige echte Freund, den Sam (Sean Penn) noch hat. Bekommt er sein Leben wieder in den Griff?
Sam kann nicht lügen, deshalb ist er in seinem Job als Verkäufer auch nicht erfolgreich. Als seine Frau Marie (Naomi Watts) auch noch die Scheidung einreicht, knallen bei Sam die Sicherungen durch. Die Schuld an seinem Versagen gibt er dem System und an dessen Spitze, Präsident Richard Nixon. Sam plant, ein Flugzeug zu entführen, um damit ins Weiße Haus zu fliegen und den Präsidenten zu töten. Bedrückender Film mit einem brillanten Sean Penn. Mit Sean Penn, Naomi Watts, Don Cheadle.
Ich weiß nicht, wie viele von euch den Film gesehen haben. Mein Gefühl während fast jeder Szene war absolute Nachempfindung. Und ich kann euch genau sagen warum:
- Sam Bicke hat die Lügen satt, die er den Kunden auftischen muss, um Geld für sein Leben zu erhalten.
Ich hätte einen ‘für die Gesellschaft’ guten Job haben können, in dem ich durch Lügen ein monatliches Gehalt zum Leben gehabt hätte.
- Sam Bicke hört niemand zu. Seine Persönlichkeit wird von niemandem wahrgenommen oder angenommen.
In meiner Jugend, und teilweise noch heute, habe ich mich nie ernst genommen gefühlt. Das geht sogar so weit, dass ich sagen würde, das mein ICH nie repsektiert wurde/wird.
- Sam Bicke ist intelligent. Er hat Ideen und steht zu 100% hinter ihnen. Die perfekte Voraussetzung für eine 100% Umsetzung. Aber niemand nimmt ihn und seine Ideen für voll.
Ich bin intelligent und zielstrebig, um meine Ideen zu 100% umsetzen zu können. Doch Unterstützung bekomme ich dabei herzlich wenig.
- Sam Bicke versucht seine Gefühle und Gedanken in Worte zu packen. Doch niemand ‘will’ oder ‘kann’ ihn verstehen. Das Gesprochene wird schnell falsch interpretiert.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich meine Gedanken und Gefühle auch nicht in Worte packen kann. Trotzdem versuche ich es und dabei werde ich oft falsch verstanden.
- Sam Bicke hat einen schwarzen Freund. Durch sein ‘Anderssein’, nämlich seiner Hautfarbe, wird er von der ‘Gesellschaft’ teilweise respektlos behandelt. Er hat resigniert und lebt damit.
Meine Freunde werden oft schief angeschaut und nicht ernst genommen, weil sie anders denken, als die ‘Gesellschaft’.
- Sam Bicke übt Kritik am politischen System. Er erkennt die falschen Versprechen der Regierung und wehrt sich nach Außen sowie nach Innen dagegen.
Ich habe festgestellt, dass ich nicht so leben kann, wie die ‘Gesellschaft’ es gerne hätte. Meine Offenheit das zu zeigen, stößt nicht überall auf Gegenliebe.
- Sam Bicke erlebt Phasen, in denen er sich so allein fühlt, das sein Körper förmlich betäubt ist oder er die Kontrolle über ihn verliert.
In meiner Jugend habe ich schwere Wutausbrüche gehabt, wenn ich nicht reskepktiert worden bin. Ich habe mich taub in eine Ecke zurückgezogen und hatte üble Gedanken für meine Mitmenschen übrig.
Durch die vielen Parallenen, und ich habe nur einige Beispiele aufgezählt, habe ich mich teilweise in Sam Bicke gesehen. Der Film steckt, mit Ausnahme des geplanten Attentats, voller Nachempfindung meinerseits. Das System in dem wir leben, empfinde ich ebenfalls als erkrankt. Der Preis, sich dem nicht zu ergeben, ist hoch! Ich habe mich soweit unter Kontrolle, dass ich das mit mir allein ausmachen kann. Meinen Weg werde ich fortsetzen und ich danke Gott dafür, dass es Menschen gibt, die mich verstehen und ich nicht wie Sam Bicke handele.
Posted: October 17th, 2008 | Author: FrauLehmann | Tags: Annahme, Antwort, Aufgabe, Außenseiter, Begegnung, Bemerkung, Bestimmung, Bewusstsein, Dank, Ding, Emotion, Energie, Entwicklung, Erde, Erinnerung, Familie, Fragen, Frieden, Gast, Geburtstag, Gedanken, Gefühl, Geld, Geschehen, Geschichte, Geschirr, Gesellschaft, Gier, Globalisierung, Glück, Gott, Haus, Herz, Home, ICH, Individualität, Kinder, Kontakt, Kopf, Körper, Kraft, Leben, Licht, Liebe, loslassen, Macht, Manipulation, Meinung, Menschen, Mikroskop, Moment, Muster, Muttermilch, normal, Offenheit, Ostsee, Prinzessin, Puppen, Ratzpekt, Schönheit, Schule, Sinn, Sinne, spielen, Staat, Stärke, Stimmung, Suche, Symbole, Tag, Thema, versklaven, Verständnis, Vollendung, Wahrnehmung, Weg, Weite, Welt, Wissenschaft, Zeichen, Zeit, Ziel |
Manchmal frage ich mich, ob wir so geboren werden, wie wir jetzt sind. Ist etwas an dem ‘das ist meine Bestimmung’? Und wenn ja, ab wann beginnt die Bestimmung eines jeden Einzelnen von uns? Ein alter Mann kämpft unter seiner Brücke auf Leben und Tod gegen die Kälte, war das schon im Mutterleib vorherbestimmt? Barack Obama ist Präsidentschaftskanditat der Vereinigten Staaten von Amerika, war das immer seine Bestimmung?

Ich selbst war einmal Kind und kann mich noch sehr gut an die Dinge erinnern, die da abliefen.() Ich war eine sehr gute Schülerin, eigentlich immer die Klassenbeste. Nach der Schule traf ich mich gern mit ein paar Mädels um zu Spielen. Wir waren Prinzessinnen, Puppenmuttis und Lehrerinnen. Unser Haus war stets für alle Gäste offen, ebenso meine Familie. Ich erkannte frühzeitig, dass Menschen unterschiedlich sind. Darüber machte ich mir schon als kleines Mädchen viele Gedanken. Ich erinner mich noch gut an meinen 4. Geburtstag, wo ich so gar keinen verstanden habe. Dabei waren alle Geburtstagsgäste vertraute Menschen. Ich interessierte mich plötzlich für die Muster auf unserem Geschirr und fragte mich, wer das wohl gemalt hätte und wer sich soetwas Schönes ausdenkt. Als ich meine Gedanken frei äußerte, schauten mich alle merkwürdig an und die Bemerkung ‘du bist aber komisch’ ist mir bis heute in Erinnerung geblieben. Und ich kann euch versichern, dass das bei Weitem die einfachsten Gedanken in meinem Kopf waren/ sind! Da ich bis heute die selben Denkmuster aufweise, frage ich mich, ob etwas mit der Muttermilch die ich bekam nicht stimmte oder ob Gott mich so vorgesehen hat für diese Welt?
Heute weiß ich, dass diese Art zu mir gehört und mich ausmacht. Verstehen und akzeptieren tun sie nur die Menschen, die mich so annehmen, wie ich bin. Von der ‘allgemeinen Gesellschaft’ wird man ziemlich schnell aussortiert als ’sonderbar’ oder ‘komisch’. Hier frage ich mich, wer überhaupt darüber entscheidet, was ‘Normal’ ist und was nicht. Und was macht einen ‘Außenseiter’ aus? Wenn ich mich dagegen entscheide mich in dem ‘Rad der Welt’ mitzudrehen, warum wird das nicht einfach angenommen? Lassen wir uns von Geld und Macht soweit manipulieren, dass nicht mehr der Mensch ansich zählt, sondern nur seine Fähigkeit zur Manipulationsbereitschaft honoriert wird?
Die Basis, die man zur Entstehung eines Menschen benötigt, ist Liebe. Wenn zwei Menschen in diesem Moment ein neues Lebenwesen zeugen, dann ist da nur Liebe und nichts als Liebe. Entlässt man diesen Menschen in die Welt, kann es passieren, dass die Liebe wie ein Tropfen Wasser im trockenen Erdboden versickert. Es entwickeln sich stattdessen Abwehrmechanismen, Zwänge und Ängste bahnen sich ihren Weg. Etwas zum Füllen der Lücke findet sich immer.
Meine Defizite kann ich seit knapp einem Jahr ausfindig machen und weiß sie auch zu kompensieren – mit Liebe! Wenn ich einmal keine Antworten auf meine Fragen finde, dann weiß ich, dass die Liebe immer da ist, in mir. Sich darauf zu besinnen, lässt mich zu meinem Weg zurück finden. Der Weg der Liebe!
photo credit: footloosiety
Posted: October 8th, 2008 | Author: FrauLehmann | Tags: Annahme, Antwort, Aura, Begegnung, Bewusstsein, Blatt, Dank, dichten, Emotion, Erde, Fragen, Freude, Frieden, Gedanken, Gedicht, Gefühl, Gewicht, Glück, Glühwürmchen, Gott, Haut, Herz, Himmel, ICH, Kraft, Leben, Licht, Liebe, Menschen, Papier, Peace, Schönheit, Seele, Symbole, UNS, Wahrnehmung, Zeit, Zusammentreffen |
Wenn zwei Glühwürmchen sich paaren, erhellt sich dann das Licht?
Wenn zwei Liebende sich begegnen, gewinnt die Liebe dann an Gewicht?
Wenn zwei Seelen sich treffen, ist die Verschmelzung beider dann Pflicht?
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Wenn Gott auf ein Blatt Papier passt, wie groß muss dieses dann sein?
Wenn Liebe schmutzig sein kann, wer macht sie dann wieder rein?
Wenn Menschen zueinander grob sind, warum ist die Haut dann so fein?
.
Wenn die Augen strahlen und funkeln, nennt man das dann Glück?
Wenn das Herz verlangt was es verlangt, wer gibt ihm etwas zurück?
Wenn man die Zeit einfach genießt, verpasst man dann ein Stück?
by FrauLehmann
.Ich habe meine Antwort auf diese Fragen und schicke einen lieben Dank gen Himmel für unsere Begegnung. 
Posted: October 7th, 2008 | Author: FrauLehmann | Tags: Alltag, Angst, Annahme, Augenblick, Aura, Ausblick, Begegnung, Berührung, bewegen, Bewusstsein, Blatt, Blick, Blumen, Dank, Einklang, Emotion, Energie, Entdeckung, Entwicklung, Erde, Ereignis, Erlebnis, Farben, Fragen, Freiheit, Frieden, Gedanken, Geduld, Gefühl, Geruch, Geschehen, Gespräch, Gesundheit, Glück, Handeln, Helligkeit, Herz, Himmel, Hintergrund, Hoffnung, Horizont, ICH, Individualität, Kapillare, Körper, Kraft, Leben, Licht, Liebe, Luft, Lunge, Menschen, Moment, Natur, Offenheit, Peace, Persönlichkeit, Realität, Regen, Sauerstoff, Schallosie, Schönheit, Seele, Sonne, Stärke, Sterne, Suche, Symbole, Tag, Tiere, Umarmung, Umwelt, Vertrauen, Wahrnehmung, Wald, Welt, Wolken, Zeit, Ziel, Zusammentreffen |
Klare Sonnenstrahlen blitzen portuberanzenähnlich durch den winzigen Schlitz der Schallosie™. Meine Augen mühen sich noch die Helligkeit zu akzeptieren. Doch langsam befreie ich mich aus meinem Kuschelgemach und starte in den Tag.
Mein Ausblick zeigt die Farbenpracht der ällmählich welkenden Blätter. Ich freue mich auf alles, was heute kommen wird. Vollgetankt mit Energie sauge ich die frische Luft in meine Lungen und pumpe den reinen Sauerstoff in jede einzelne Kapillare meines Körpers. Dabei sind meine Augen fest verschlossen und öffnen sich erst kurz danach für den Blick gen Himmel. Der Horizont ist grenzenlos.
Begegnungen werden wir immer haben. Mich erstaunt dabei immer wieder das Misstrauen, was Menschen gegenüber ihres Gleichen haben. Kein Wort, nur Blicke bestimmen dabei die Gedanken und das meist darauf folgende Urteil. Und damit bescheißen sie sich alle selbst: die Angst davor enttäuscht zu werden, dominiert alles Handeln. Warum hat man vor etwas Angst, was noch nicht eingetreten ist? Fühlt sich Misstrauen so gut an, dass man es mit sich herum tragen muss?
Wenn wir in die Natur gehen, dann schenkt sie uns ihre Schönheit. Dann ist da kein Misstrauen, dass wir sie eventuell zerstören. Da ist nur reine Liebe, die uns geschenkt wird. Die Natur misstraut auch nicht ihres Gleichen. Sie lebt in ihrem natürlichen Einklang mit sich und ihrer Umwelt. Sie lügt sich nicht an, spricht aber klare Worte, die jeder versteht.
Nur wir Menschen misstrauen, lügen und zerstören damit vieles, wenn nicht sogar alles. Ich hoffe mir noch lange meine Offenheit gegenüber der Natur, aber auch den Menschen, erhalten zu können, denn das ist ein schönes Gefühl, was ich ungern in meinem Herzen vergraben möchte.
photo credit: MacAoda8
Posted: September 24th, 2008 | Author: FrauLehmann | Tags: Augenblick, Dank, Emotion, Feder, Freiheit, Frieden, Gedanken, Gefühl, Geruch, Gespräch, Glück, Herz, IKEA, Individualität, Katalog, Kraft, Leben, Licht, Liebe, loslassen, Mama, Menschen, Schatzkammer, Seele, Stärke, Umzug, Vertrauen, Wein, Wohnraum, Wunsch, Zeit |
Jeder Ort ist anders. Und jedes mal stellt man sich auf die neuen Gegebenheiten ein. Ob es der Weg zu den öffentlichen Verkehrsmitteln ist oder die Einkaufsmöglichkeiten um die Ecke. Alles wird neu entdeckt. Mein Organisationstalent in allen Ehren. Aber alles kann ich nicht allein schaffen. Um so mehr, nahm ich heute die helfenden Hände meiner Mama entgegen. Sie ist mittlerweile auch ein paar mal umgezogen, ebenso wie ihr Lebensgefährte. Aus früheren Behausungen haben sich viele kleine Dinge angesammelt, die sie beide gern weitergeben möchte. Es fühlte sich an, wie das Beschreiten einer riesigen Schatzkammer. Ich flog wie eine Feder durch die Gänge und pickte willkürlich mit dem Finger Gegenstände heraus. Der vertraute Geruch und die Wiedererkennung einzelner Stücke erweckte ein wohliges Gefühl in mir. Kennt ihr das? Wenn man etwas ganz lange nicht vor Augen hatte, dann ist das wie ein Neukauf. Irgendwie fühlt es sich warm und befriedigend an. Und dabei ist es gar nicht neu. So ist das auch manchmal mit Kleidungsstücken. Nun habe ich mir einen Sprinter mit 3,20 m Ladefläche reservieren lassen. Und es muss alles mit! Ohne Widerrede! Mein Papa sagt: ‘Wenn ich packe, dann bekommst du auch noch meine komplette Hauseinrichtung mit!’ Ok, ich vertraue da ganz auf die väterlichen Packfähigkeiten.
Nun hocke ich mit meiner Mama im Wohnzimmer mit einem Glas Wein, oder auch zwei, oder drei. Wir schauen uns wie zwei Girlies den neuen IKEA Katalog an und machen Eselsohren in unzählige Seiten. Überall um uns herum liegen leere Pistazienschalen. Trotz mangelndem, räumlichen Vorstellungsvermögen meiner weiblichen Person sehe ich mit den neuen Gegenständen schon genau die Wohnung bestückt vor mir. Mittwoch, der 1. Oktober, wird ein harter Tag, aber ich pflege da ganz die optimistische Haltung Obamas: ‘Yes we can’.
Posted: September 18th, 2008 | Author: FrauLehmann | Tags: Augenblick, Aura, Begegnung, Berührung, Bewusstsein, Dank, Emotion, Entdeckung, Entwicklung, Erde, Ereignis, Erlebnis, Ernährung, Essen, Freiheit, Freude, Frieden, Garten, Gedanken, Gefühl, Geschehen, Geschichte, Haus, Herz, Kinder, Körper, Kraft, Leben, lecker, Leckereien, Licht, Liebe, Menschen, Moment, Mund, Nachbarn, Natur, Seele, Sommer, Sonne, Symbole, Umwelt, vegetarisch, Vergangenheit, Vertrauen, Wahrnehmung, Welt, Zeichen, Zeit |
Auf einer Wiese, zwischen all dem Gras, schauten mich ein paar vertraue Blätter an. Ich ging vorbei. Auch an den nächsten ging ich vorüber. Doch dann blieb ich stehen, bückte mich und zupfte ein kleines, frisches Blatt aus der Erde. Als ich es in den Händen hielt, fiel ich aus allen Wolken. Es waren Eikalikalokis™. Das war das Wort, was ich als Kind immer zur Verblüffung aller benutzte, um Sauerampfer zu benennen.
Wir saßen als Kinder immer auf einer Wiese bei einer Nachbarin, die ihr Eigentum nur als Sommerresidenz nutzte. Unser Haus war etwas abseits von der Straße gelegen und wir Kinder und Nachbarskinder nutzen das Grundstück der Nachbarin immer, um etwas näher am Geschehen unseres kleinen Ortes zu sein (und sicherlich auch, um von den Eltern etwas abseits zu rücken). Dort saßen wir nun dicht zusammen auf der grünen Wiese und erzählten uns Geschichten. Dabei ernteten wir wie große Bauern in unserem Radius die Blätter der Sauerampferplanze. Niemand erzählte uns, dass die kleinen Blätter, den wohlhabensten Geschmack haben. Dennoch wussten wir es und jeder suchte so viel er eben essen konnte für sich. Unzählige Tage kehrten wir mit Bauchschmerzen nach Hause zurück, trotzdem haben die sauer schmeckenden Blättchen einen derart eigensinnigen Geschmack hinterlassen, dass ich ihn zwischen den Jahren meiner Kindheit und heute oft auf der Zunge hatte.
Als ich das kleine Blatt vorsichtig in meinem Mund zerkaute, belebte es in mir all die Bilder, die ich mit einem Schleier verdeckt, aber nicht vergessen hatte. Mit der Sonne im Rücken kam mir nur ein einziger Gedanke auf: danke für all die schönen Momente.
photo credit: Paul Francis Harrison
Posted: September 9th, 2008 | Author: FrauLehmann | Tags: abstrakt, Alltag, Augenblick, Erlebnis, Experiment, Freiheit, Freude, Herz, Individualität, Kreativität, Kunst, Leben, Liebe, Lust, Menschen, Seele, Zeit |

Bei Hier und Jetzt habe ich vor kurzem einen Link entdeckt – bomomo. Ich habe ja schon mehrfach erwähnt, dass ich nicht besonders malerisch begabt bin, aber damit kann jeder was zustande bringen. Ein kleiner Vorgeschmack meiner Kreativität:
Wenn ihr einfach mal Frust rauslassen wollt oder ein paar Minuten die Finger entspannen wollt, dafür eignet sich dieser Link. Den Selbsttest erfolgreich überstanden.
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