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Gerhard Schöne

Es gibt Menschen, die haben sich tief in meinen Kopf gebrannt. Darunter zählt Gerhard Schöne. Während meiner Kindheit hatten wir alle Schallplatten seiner Kinderliedersammlung. Und ich habe sie immer bis tief in die Nacht verschlungen. Seine Texte klären spielerisch und durch seine bildhaften Umschreibungen einprägsam über das auf, was einem Kind im Erwachsenenleben bewusster werden wird. Darunter fallen z.B. Themen wie Krieg, Natur und Liebe. Genug geredet. Listen and repeat:

Track 1

Track 2

Track 3

Für mich wurden dank Gerhard Schöne Brücken geschaffen, die viele Kinder heute nicht kennen. Ich bin sehr dankbar für diese Lebensbereicherung, die ich auch als Erwachsener noch genieße. Und nun wünsche ich auch den DDR-Pessimisten viel Spaß beim Hören. :D

Gedicht #1

Wenn zwei Glühwürmchen sich paaren, erhellt sich dann das Licht?

Wenn zwei Liebende sich begegnen, gewinnt die Liebe dann an Gewicht?

Wenn zwei Seelen sich treffen, ist die Verschmelzung beider dann Pflicht?

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Wenn Gott auf ein Blatt Papier passt, wie groß muss dieses dann sein?

Wenn Liebe schmutzig sein kann, wer macht sie dann wieder rein?

Wenn Menschen zueinander grob sind, warum ist die Haut dann so fein?

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Wenn die Augen strahlen und funkeln, nennt man das dann Glück?

Wenn das Herz verlangt was es verlangt, wer gibt ihm etwas zurück?

Wenn man die Zeit einfach genießt, verpasst man dann ein Stück?

by FrauLehmann

.Ich habe meine Antwort auf diese Fragen und schicke einen lieben Dank gen Himmel für unsere Begegnung. Heart 2

Misstrauen

Klare Sonnenstrahlen blitzen portuberanzenähnlich durch den winzigen Schlitz der Schallosie™. Meine Augen mühen sich noch die Helligkeit zu akzeptieren. Doch langsam befreie ich mich aus meinem Kuschelgemach und starte in den Tag.

Mein Ausblick zeigt die Farbenpracht der ällmählich welkenden Blätter. Ich freue mich auf alles, was heute kommen wird. Vollgetankt mit Energie sauge ich die frische Luft in meine Lungen und pumpe den reinen Sauerstoff in jede einzelne Kapillare meines Körpers. Dabei sind meine Augen fest verschlossen und öffnen sich erst kurz danach für den Blick gen Himmel. Der Horizont ist grenzenlos.

Begegnungen werden wir immer haben. Mich erstaunt dabei immer wieder das Misstrauen, was Menschen gegenüber ihres Gleichen haben. Kein Wort, nur Blicke bestimmen dabei die Gedanken und das meist darauf folgende Urteil. Und damit bescheißen sie sich alle selbst: die Angst davor enttäuscht zu werden, dominiert alles Handeln. Warum hat man vor etwas Angst, was noch nicht eingetreten ist? Fühlt sich Misstrauen so gut an, dass man es mit sich herum tragen muss?

basic_ipWenn wir in die Natur gehen, dann schenkt sie uns ihre Schönheit. Dann ist da kein Misstrauen, dass wir sie eventuell zerstören. Da ist nur reine Liebe, die uns geschenkt wird. Die Natur misstraut auch nicht ihres Gleichen. Sie lebt in ihrem natürlichen Einklang mit sich und ihrer Umwelt. Sie lügt sich nicht an, spricht aber klare Worte, die jeder versteht.

Nur wir Menschen misstrauen, lügen und zerstören damit vieles, wenn nicht sogar alles. Ich hoffe mir noch lange meine Offenheit gegenüber der Natur, aber auch den Menschen, erhalten zu können, denn das ist ein schönes Gefühl, was ich ungern in meinem Herzen vergraben möchte.

Creative Commons License photo credit: MacAoda8

Besondere Begegnungen…

Mein Blog dient dazu, meinen Weg zu beschreiben. Es gehören auch Dinge dazu, die mich bewegen oder die lustig sind, wie ihr sicherlich festgestellt habt.

In den vergangenen Tagen hatte ich zwei tierische Zusammentreffen:

Am Dienstag war ich in Oberhausen im Kaiserpark. Dort näherten wir uns dem Eulengehege. Eine weiße Schleiereule saß sehr desinteressiert direkt am Gitter auf einem Baumstamm. Das ganze Geschehen um sie herum war ihr vollkommen gleich. Als ich noch einen Augenblick am Gitter verweilte, drehte sich die Eule plötzlich um und sah mir direkt in die Augen. Ihr Blick war durchdringend und aussagekräftig zugleich. Ich habe nun länger darüber nachgedacht. Ich denke, dass die Eule mir ganz konkret und unmissverständlich etwas mitgeteilt hat. Ich werde daraus etwas machen. Was, das werdet ihr erfahren, wenn es soweit ist.

Meine zweite Begegnung geschah heute gestern Nacht. Beim Spaziergang mit Wilma entdeckte ich auf dem Rückweg einen kleinen Igel. Er beschnupperte uns neugierig, schien sich aber in keiner Form bedroht zu fühlen. Dennoch gingen wir weiter, um ihn nicht einzuschüchtern. Ein bisschen hatte ich das Gefühl, dass er uns folgen wollte. Auch diese offene Begegnung ist ein Zeichen für mich.

Ich stelle fest, dass ich immer mehr Eins werde mit meiner Umwelt. Meine Aura scheint voller Licht zu sein, so dass ich nicht mehr das Dunkel hinaustrage. Und durch Licht, fühlen sich Dinge wie kleine Motten angezogen. :-)

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Photo by Ingo Vogelmann